Frage von Amal1999, 45

Schule bald mit Ach-und-Krach fertig und davon total ausgelaugt, was jetzt?

Ich bin jetzt 16 und mache in ein paar Monaten wenn alles gut läuft meinen Realschulabschluss. Um es kurz zu fassen: diese 10 Jahre waren für mich die Hölle. Nein- ich wurde nicht 24/7 gemobbt, hatte nur ab und an Probleme und viele Kleinigkeiten haben dazu geführt, dass ich die Schule hasse. Das hat sich richtig in mich reingefressen. Naja, jetzt muss ich wohl anfangen, mich für die Zukunft vorzubereiten. Mein eigentlicher "Plan": Ausbildung zu Sozialpädagogischen Assistentin oder Diätassistentin. Klingt nämlich beides irgendwie interessant. Aber so richtig will ich das nicht. Ich bin verzweifelt auf der Suche nach etwas, das besser zu mir passt, das mir den Kick gibt und was spezielleres, aufregenderes ist. Ich will mich nicht mehr in festgelegte Maßstäbe zwängen und nach langweiligen Regeln leben. Vielleicht ist es die Pubertät, aber es kotzt mich an- wenn ich das jetzt mal so sagen darf.

Also meine Frage: Was könnte ich tun? Weiß jemand von euch etwas? Kurz zu mir: ich liebe es zu schreiben (bin angehende Autorin und liebe es mit Leib und Seele, auch wenn es einen manchmal auffrisst), könnte in Musik ertrinken und stehe auch auf klassisches Zeug, sowie Theater und Film. Ich lese auch gerne. Fällt jemandem von euch was ein, etwas das vielleicht ein bisschen ungewöhnlich ist und einen verrückt sein lässt? Vielleicht weiß jemand was.

Ich möchte so, so, so gerne jeden Tag mit dem verbringen was ich liebe und nicht mit stumpfen lernen und feste Wege gehen. Das Internet ist groß, irgendjemand muss doch was für mich haben! :)

liebe Grüße, Amal

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RenaUchiha, 5

Ich kann dich gut verstehen. Ich habe zwar Abitur gemacht, aber war danach auch unschlüssig, was ich machen möchte. Ich habe im Endeffekt bei verschiedenen Infotagen von Universitäten und Ausbildungsstätten reingeschaut und bin durch Zufall und Spontanität beim Film gelandet.

Hab also ein Filmstudium in Richtung Regie gestartet, nach dem ersten Semester meinen Schwerpunkt auf Drehbuch und Sound Design verlegt und irgendwann meinen Bachelor gemacht. IN der Zwischenzeit bin ich in die Games Branche gerutsch wo ich jetzt seit fast zwei Jahren als Game Designer und Writer arbeite.

Das ist sehr spannend und man lernt wirklich eine Menge! Der Haken dabei ist: Wie in jedem Job gibt es Aufgaben an denen man weniger Freude hat. Und wie es leider so oft ist; Wenn man sein Hobby zur Arbeit macht, wird es irgendwann nur noch Arbeit und hört auf Hobby zu sein.

Vor meinem Studium habe ich beispielsweise unglaublich viel fotografiert und gefilmt, geschnitten und so weiter. Während des Studiums wurde das aber immer weniger, weil man es schon den ganzen Tag lang gemacht hat. Genauso geht es mir derzeit mit dem Schreiben. Ich schreibe den ganzen lieben Tag lang und nutze permanent meine Kreativität, sodass ich am Wochenende oder abends mental so ausgelaugt bin, dass ich keine Lust mehr habe wieder Geschichten zu schreiben.

Wenn dir also dein Hobby wichtig ist, ist es vielleicht besser es als Hobby zu behalten und sich einen Job zu suchen, der nichts oder nur indirekt damit zu tun hat.

Wenn dich Schreiben oder Bücher generell interessiert, mach ein Praktikum im Verlag zum Beispiel. Generell könnten Medien für dich interessant sein.

Es gibt auch immer wieder Infomessen oder Jobmessen und dergleichen.

Antwort
von wwalter59, 15

Mein Sohn ist 15 und schließt heuer die Realschule ab, hat nie gern gelernt und ist jetzt froh, dass es vorbei ist. Er hat sich jetzt lange gequält, was er machen soll, und nimmt eine Lehrstelle an, die einigermaßen zu ihm passt.

Es ist schwierig, in diesem Alter berufliche Entscheidungen zu treffen. Aber, sie sind auch nicht auf ewig.

Meinem Sohn habe ich geraten die Schule zu beenden, was er auch nicht so recht wollte, und die Lehrstelle anzunehmen, obwohl er sich unsicher war. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass er etwas beendet, was er begonnen hat. Wie ist das für Dich?

Antwort
von Jerne79, 17

Weißt du, was der Haken an außergewöhnlichen Berufen ist? Sie werden irgendwann Alltag. Für die Leute um dich herum sind sie besonders, aber für dich selbst werden sie früher oder später Routine. Und das ist nichtmal schlimm. Wenn du also nicht alle paar Jahre den Job wechseln willst, wirst du kaum den immerwährenden Kick erleben.

Deine Interessen teilen leider viele Menschen, nur wenige können damit Geld verdienen.

Mach ein paar Berufsfindungstests, mach Praktika. Such dir etwas, das dich irgendwie reizt, in dem du gut bist und von dem du dich ernähren kannst. Schreib nebenher, wenn du magst. Such dir Sachen, in denen du dich austoben und verwirklichen kannst. Das ist nicht immer und für jeden zwangsläufig der Beruf.

Um Regeln wirst du im Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit anderen nie ganz herumkommen.

Vielleicht wäre auch ein freiwilliges soziales Jahr oder ähnliches möglich, damit du ein wenig zu dir selbst finden kannst, bevor du dich für irgendetwas entscheidest. Gleichzeitig verschafft es dir auch einen Blick auf die reale Welt und verschafft dir ein wenig Abstand zum pubertären Gefühlschaos.


Antwort
von hallowgd, 17

Ich könnte mir vorstellen das du ein au pair-jahr im Ausland machen könntest und so erstmal den Kopf frei bekommst und Ideen tankst

Antwort
von xXSuperKiddiXx, 24

Versuche doch Bücher oder Opern zu schreiben. Auf YouTube kannat du mal versuchen Bücher und Musik zu kombinieren... Gibt sicherlich Klicks

Kommentar von Amal1999 ,

Sowas ist ne schöne Idee, aber ich bin leider total unfähig vor Kameras :) Ich müsste mir mal was einfallen lassen, mit dem ich nicht selber großartig zu sehen sein muss. Blöderweise bin ich noch dazu ne Niete im Technischen :D 

Antwort
von Trasher97, 18

Mach doch mal verschiedene Praktika :) eventuell in Richtung Medien oder Literatur 

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