Frage von marienkaefer040, 70

Schuldgefühle,Katze?

Hey,also ich habe immer Schuldgefühle wenn ich meinen Kater alleine lasse für eine Woche oder so. Ich sorge zwar dafür,dass er von unserem Nachbar verpflegt wird,aber dass ist ja nicht das selbe wie wenn ich da bin. Er ist dann halt so lange alleine und das tut mir ziemlich leid. Was sagt ihr dazu?

Antwort
von Margotier, 28

Ist die Katze eine Wohnungskatze?

In dem Fall wären Deine Schuldgefühle berechtigt: Katzen sind hochsoziale Tiere, Wohnungskatzen brauchen unbedingt einen Artgenenossen.

Als Wohnungseinzelkatze kommt nur eine Katze in Frage, die aufgrund jahrelanger Einzelhaltung gegenüber Artgenossen sozial so stark gestört ist, dass man sie nicht mehr vergesellschaften kann.

Bei solchen Katzen muss aber mehr oder weniger rund um die Uhr jemand zu Hause sein. Wenn man verreist, muss jemand bei der Katze wohnen.

Wenn die Katze Freigänger ist, ist alles okay. Für die meisten Katzen mit Freigang ist es natürlich auch schöner, wenn ihr Mensch nicht lange weg ist, aber sie leiden nicht so unter der Einsamkeit da sie draußen ihre Sozialkontakte finden.

Kommentar von Saminathasarma ,

schöne Antwort. Wenn es sich hier um eine reine Wohnungskatze handelt, sollte für diese Woche zumindest für mehrere Stunden täglich, jemand bei ihr sein.

Die Katze wird sich sonst schrecklich langweilen und ihren Menschen vermissen. Ich habe eben die Antwort von einem anderen Nutzer gelesen, dass für Katzen das Revier wichtiger ist als die sozialen Bindungen. Ja, das Revier ist wichtig, es gibt den Katzen Sicherheit, sie kennen sich dort aus. Aber auch der Lieblingsmensch der Katze ist wichtig. Meine Katzen ( wir haben vier Katzen ) begrüßen mich wenn ich nach Hause komme und rufen mich, wenn sie von draußen rein kommen. Sie schlafen in meiner Nähe, weil sie sich dort sicher fühlen. Mein  Kater springt mir zum kuscheln auf den Rücken und alle vier kommen tagsüber immer wieder an, weil sie spielen möchten oder sich einen Krauler abholen wollen. Wenn ich mal von früh bis spät weg bin und nach Hause komme, sind alle Vier ganz aufgeregt und maunzen, streichen mir um die Beine, springen mir auf den Arm / den Rücken und wollen kuscheln .

Für Freigänger ist eine Woche ohne ihren Menschen nicht ganz so dramatisch wie für eine reine Wohnungskatze. Sie können sich draußen beschäftigen, Mäuse jagen, die Nachbargärten erkunden oder in der Sonne liegen.

Eine Wohnungskatze hat diese ganzen Beschäftigungsmöglichkeiten nicht. Hier sollte sich jemand ausgiebig um die Katze kümmern und sich mit ihr beschäftigen. Sofern sie das zulässt. Manche Katzen sind gleich verschwunden, wenn ein für sie " Fremder" das Haus betritt. Als unsere Urlaubsvertretung gekommen ist, waren die Katzen immer weg, weil sie unsere Nachbarin nicht gut kannten.

Über einen Aushang beim Tierarzt habe ich dann einen Katzensitter gefunden. Wir haben pro Tag 10 Euro bezahlt. Und der Katzensittter hat es dann auch geschafft, Zugang zu unseren Katzen zu finden. Zumindest zwei der vier Katzen haben sich durchkraulen und bespielen lassen.

Kommentar von marienkaefer040 ,

Danke euch zwei leider kümmert sich mein Nachbar nur um die Verpflegung Ichbewusstsein mich darum bemühen nächstes mal einen Katzensitter zu finden

Antwort
von Vanelle, 23
aber dass ist ja nicht das selbe wie wenn ich da bin

Du schätzt die persönliche Bindung (Rudel) falsch ein.

Während bei Hunden die soziale Bindung an ein Rudel Vorrang hat, ist für Katzen das Revier viel wichtiger.

Solange die "Vertretung" sich nicht nur darauf beschränkt, für Hygiene und Futter zu sorgen, sondern sich auch um die sozialen Bedürfnis bemüht (Spielen, "Körperpflege" [Streicheln, Kuscheln]), geht es der Katze gut.

Auch wenn es Deinem Ego vielleicht nicht gut tut: Dass sie dich vermisst, ist eher unwahrscheinlich ...

Kommentar von marienkaefer040 ,

Nein es geht mir nicht darum ob sie mich vermisst oder nicht sondern ob es ihr auch gut geht weil mein Nachbar sorgt sich nur um die Verpflegung

Kommentar von Dackodil ,

Dieses alte Märchen stimmt(e) für Bauernhofkatzen, die vom Menschen nichts anderes zu erwarten hatten, als eine Schale Milch und einen Tritt.

Warum hätten sie eine Bindung zu Menschen haben sollen und ihn vermissen sollen.

So wie wir heute mit Katzen zusammenleben und wie es wohl auch der Fragesteller tut, haben Katzen eine sehr enge Bindung zu ihrem Menschen. Anders als Hunde, aber nicht weniger intensiv.

Antwort
von KnowLesser, 36

Schön, dass du dir um dein Haustier so viele Gedanken machst. Im Leben verläuft aber leider nicht immer alles nach Plan und solche Dinge, wie die Katze allein zu Hause zu lassen, ist das, was viele als "normal" bezeichnen würden. Zeige ihr in der Zeit, die du für sie da bist, dass und wie sehr du sie schätzt. Damit ist zumindest für meinen Geschmack das Thema hinreichend erfüllt. Letztlich ist es aber immer auch eine Frage deiner ethischen Weltsicht/Wahrnehmung, wann du genug gemacht hast, um deine Abwesenheit auszugleichen. Eine Antwort wirst du mit der Zeit finden.

Kommentar von Piekingzly ,

übertreib doch nicht so...

Kommentar von KnowLesser ,

Ich bin unfassbar empört über diese Antwort. Ich meine... W00t?!

Antwort
von checkenichts, 36

Was muss das muss. Ich meine, für die Zeit wird sie ja gut verpflegt (hoffe ich), also kein Stress :p

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