schuldfähigkeit im affekt gehandelt?

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3 Antworten

Wenn du im Affekt eine Straftat begangen hast (beispielsweise eine
Körperverletzung), dann wird das Strafmaß nach vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten festgelegt.

§ 46 Abs. 2 StGB beschreibt, wie das Strafmaß zustande kommt (am besten mal komplett nachlesen).

Für dein Beispiel sind da besonders folgende Punkte von Bedeutung:

"Bei der Zumessung wägt das Gericht die Umstände, die für und gegen
den Täter sprechen, gegeneinander ab. Dabei kommen namentlich in
Betracht:

die Beweggründe und die Ziele des Täters [...]

die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille [...]

die Art der Ausführung[...]"

Das Gericht wird also alle Umstände der Tat berücksichtigen, die von Bedeutung sind. Wenn du also provoziert wurdest, wirst du im Regelfall eine geringere Strafe für die gleiche Tat bekommen als wenn du ohne diese Provokation (bei ansonsten gleichen Umständen) gehandelt hättest.

Teilweise sind diese milderen Strafen auch direkt bei den Straftaten im Gesetz geregelt. Ein Beispiel ist § 213 StGB:

"War der Totschläger ohne eigene Schuld durch eine ihm oder einem

Angehörigen zugefügte Mißhandlung oder schwere Beleidigung von dem

getöteten Menschen

zum Zorn gereizt und hierdurch auf der Stelle zur Tat hingerissen

worden oder liegt sonst ein minder schwerer Fall vor, so ist die Strafe

Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren

."

Nach § 212 StGB erhält der Totschläger eine Freiheistsstrafe von nicht unter 5 Jahren, d.h. mindestens 5 und maximal 15 Jahre Freiheitsstrafe. Handelte er aber im Affekt, so erhält er eine Strafe nach § 213 StGB, nämlich von einem bis zu 10 Jahren.

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Ja. Kommt drauf an. Must schon Tatmerkmale erwähnen. So ohne Hinweise kann keiner recht antworten.

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