Frage von Nipf1964, 69

Schulden enden nicht nach dem Tod, aber ..?

Anfrage für eine Bekannte: Eine Freundin ist vor Kurzem verstorben und hatte vorher privat Geld verliehen, leider ohne Schuldschein. Wie haben die Erben die Möglichkeit an das Geld zu kommen ? Die Schuldnerin ist zahlungsunwillig. Gibt es einen Paragraphen dazu ??

Antwort
von maggylein, 38

Ohne schuldschein oder zeugen wird das schwer für die Erben das nachzuweisen. Selbst wenn eine Überweisung stattgefunden hat könnte es ne Schenkung gewesen sein. Es sei denn irgendwo steht ein Hinweis das es geliehen ist... oder zb wenn schonmal etwas mit einer rate zurück überwiesen wurde... ansonsten wirds schwer

Kommentar von Nipf1964 ,

Es existiert ein Überweisungsbeleg und es gibt Zeugen. Zurückgezahlt wurde bisher Nichts. Gibt es einen Paragraphen, der die Rückzahlung der Schulden nach dem Tod des Gläubigers beinhaltet ??

Kommentar von mepeisen ,

Es existiert ein Überweisungsbeleg und es gibt Zeugen

Sollte reichen, um das auch vor Gericht durchzusetzen. Wichtig ist vor allem, dass auf dem Überweisungsbeleg klar ist, dass es keine Schenkung war.

Für die Behauptung, dass es ein Geschenk war wäre nämlich die Schuldnerin dann beweispflichtig.

Insofern: Per Einschreiben eine Frist zur Zurückzahlung setzen und ankündigen, dass man bei Verweigerung die Hilfe eines Anwalts und Gerichtes in Anspruch nimmt.

Was deine Frage angeht nach Gesetzen: Das ist alles Standard. Schuldrecht und Erbrecht. Als Erbe tritt man in (nahezu alle) Verträge des Erblassers ein, mit sämtlichen Pflichten aber auch Rechten. Die Schulden erlöschen mit dem Tod nicht.

Kommentar von maggylein ,

guck mal da denke da wirst du was finden... günstig wäre wenn auf dem Überweisungsbeleg sowas drauf steht das es ein Darlehen oder Leihgabe war... http://www.ruby-erbrecht.de/erbrecht-abc/xyz/ZwangsvollstreckungTodGlaebiger.php...1 wenn die summe sich lohnt würde ich mich anwaltlich beraten lassen

Antwort
von martinzuhause, 48

erst mal muss bewiesen werden das geld verliehen wurde.

wenn die schulden höher sind können die erbberechtigten das erbe auch ausschlagen. sie "erben" dann auch keine schulden.

Kommentar von Nipf1964 ,

Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt. Meine Freundin war die Gläubigerin

Kommentar von martinzuhause ,

dann müssen die erben der freundin da auch nachweisen das die verstorbene da geld verliehen hat und zu welchen konditionen

Kommentar von mepeisen ,

Die Konditionen müssen ja nicht zwangsläufig bewiesen werden. Wenn die Konditionen unklar sind, greifen die gesetzlichen Regelungen. Für Abweichungen daraus ist jeweils derjenige beweispflichtig, für den die Abweichung günstig ist.

behauptet beispielsweise die Schuldnerin, es sei ein Geschenk, muss sie das beweisen. Vorausgesetzt, die Erblasserin hat nicht gerade mit dem Verwendungszweck "Geburtstagsgeschenk" überwiesen, wird dieser Beweis ziemlich schwer bis unmöglich.

Behauptet die Schuldnerin, es sei 0% Zinsen vereinbart gewesen, muss die Schuldnerin das beweisen (da weniger Zinsen als gesetzlich möglich).

Behauptet die Gläubigerin, es seien 8% Zinsen vereinbart worden, muss die Gläubigerin das beweisen (da mehr als gesetzlich vorgesehen).

Kommentar von martinzuhause ,

"leider ohne Schuldschein."

da müssen die erben erst mal nachweisen das überhaupt etwas verliehen wurde

Antwort
von soissesPDF, 18

Das gibt es nichts, schon gar nicht ohne Schuldschein/Schuldanerkenntnis.

Antwort
von Omikron6, 20

Ohne eine Nachweis über das Darlehen (ja, das ist ein Darlehen), dürfte das kaum funktionieren. Da könnte ja nach dem Tod eines Menschen jeder kommen und das behaupten.

Kommentar von Nipf1964 ,

Es existiert ein Bankbeleg, aus dem die Summe, welche verliehen wurde, hervorgeht.

Kommentar von sassenach4u ,

Was steht drauf als Grund?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten