Frage von Mine98, 45

Schulabbruch - Sinnvoll?

Hallo ihr lieben!

Es geht um folgendes: Ich besuche seit September 2016 ein Berufskolleg und besuche den Bildungsgang Fachoberschule im Bereich Gesundheitswesen und Soziales. Zur Information, ich bin inzwischen 18 Jahre alt. Nebensächlich absolviere ich auch ein Jahrespraktikum in einer Kinderklinik, um den Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin kennenzulernen. Dieses Praktikum habe ich zum 01.August begonnen.

Jetzt das Problem: Seit ungefähr einem Monat merke ich, dass ich mich in diesem Beruf in nahliegender Zukunft nicht sehe. Ich muss dazu anmerken, dass ich mich jedoch ziemlich in diesem Praktikum anstrenge und versuche trotzdessen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Sprich: Man merkt, dass mir dieser Beruf "gefällt". Ansich ist dieser pflegerische Beruf auch wirklich schön, davon mal ganz abgesehen. Aber, ich muss jetzt sagen, dass ich seit einigen Wochen merke, dass mir dieser Beruf jedoch irgendwie nicht so ganz gefällt und ich auch nicht wirklich der Annahme bin, diesen Beruf irgendwann erlernen zu wollen. Denn, so ein Beruf ist eben ziemlich anspruchsvoll und mit sehr viel Verantwortung verbunden. Das ist mir bewusst. Jedoch merke ich auch, dass ich mich seither, sehr viel von meinen Freunden und vorallem meinem Hobby abgewendet habe und total isolierter geworden bin. Ich stürze mich viel in die Arbeit und vernachlässige sehr viel die Schule. Hinzu kommt noch, dass auch noch eine private Probleme eine große Rolle spielen und das demotiviert natürlich. Jedoch muss ich auch sagen, dass mir der Umgang mit den Menschen wirklich freude bereitet. So viel kann ich sagen. Aber, ich bin der Ansicht, dass mir vielleicht eher der Sozialer oder auch Dienstleistungsbereich(Sprich: Einzelhandel) eher liegen könnte.

Ich wusste eigentlich schon immer, dass ich etwas mit Menschen machen wollte, aber der pflegerische Bereich fällt jetzt wohl raus. Jetzt überlege ich eben, ob ich vielleicht das komplette Jahrespraktikum(11.Klasse) + 12.Klasse Vollzeit Schule(Fachabitur) abbreche und im kommenden Sommer eine Ausbildung anstrebe. Ich weiß, dass eine Lücke im Lebenslauf nicht sehr gerne gesehen wird, aber auch ich merke mitlerweile, dass mir alles irgendwie zu viel wird. Da ich auch viel die Schule und alles andere vernachlässige, weil ich mich ziemlich viel in die Arbeit stürze und letztendlich total kaputt vom Tag bin. Und da ich auch denke, dass ich den Ansprüchen in der 12.Klasse nicht gewappnet bin. Auf der anderen Seite muss ich sagen, wenn ich das Praktikum und CO abbrechen würde, hätte ich die Chance weitere Praktikas zu machen und noch eine Nebentätigkeit zu suchen, bis zum Ausbildungsbeginn. Ich weiß nur nicht, ob dies die eine gute Entscheidung wäre...

Danke im Vorraus!

Antwort
von loema, 27

Durch das Abschließen der Fachoberschule hast du am Ende das Fachabitur.
Mit Fachabitur kannst du studieren oder eine gute Ausbildung finden.

Das Praktikum im Krankenhaus kannst du mit Rücksprache der Schule wechseln. Zum Beispiel kannst du in einem Kindergarten, Jugendzentrum, Drogenberatung, etc.... wechseln.
Das wird oft so gemacht, wenn Schüler merken, dass es nicht das ist, was sie wollen oder der Praktikumsarbeitgeber einfach blöd zu den Praktikanten ist. Es halt Probleme gibt.

Ich würde dir raten weiter das Fachabitur zu machen.
Das ist der 2. höchste Schulabschluss und viel wert.
Danach kannst du immernoch eine Ausbildung machen.

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