Frage von JamesLuton, 29

Sind Schüler heute mehr unter Leistungsdruck und Stress als früher?

Als ich noch zur Schule ging, gab es keine Schüler, welche unter echtem Leistungsdruck standen und soviele Hausaufgaben hatten wie es heute immer mehr der Fall ist. Nach den Hausaufgaben blieb noch genug Zeit um zu spielen und abzuschalten. Doch heute hat man schon in der Ersten Primarklasse Englisch. Bei mir gab es die erste Fremdsprache Französisch in der fünften Primarklasse und Englisch war ab der zweiten Sekundarklasse ein Freifach. Aber diese globale Welt zwingt einem ja dazu, dass man Englisch kann und nicht Deutsch oder andere Fremdsprachen. Unsere Zustände an den Schulen gleichen immer mehr denen in China oder Japan, wo nur die Besten bestehen können und eine Aussicht auf eine gute Ausbildung und damit ein gute Einkommen haben können. Wer da nicht mitkommt, wird aussortiert, gnadenlos.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 10

Das Thema geht am eigentlichen Thema vorbei. 

Jo gott verdorrie!!!!

Auch eine Fremdsprache für mich. 

Meine Mutter war selbstverständlich zuhause und führte das Wirtschaftsunternehmen Haushalt. Ein Mann dessen Frau außer Haus und Hof arbeiten gehen musste war ein sehr armer Schlucker. So kurz vor der Obdachlosigkeit. Wenn Vati nachhause kam gab es gleich ein selbst gekochtes Essen aus sorgfältig ausgewählten möglichst frischen Zutaten. War keine besondere Sache geplant wurde gemeinsam gespielt. Vor allen Dingen meine älteren Brüder konnten noch lernen sich draußen in der Natur einigermaßen zu ernähren, in einem Baumhaus zu leben. Eben weil Vati Zeit hatte und sich nahm. Der hat es ihnen selbstverständlich beigebracht. Als ich in ein entsprechend verständiges Alter kam kam im Folgefrühjahr schon der Bagger. Jo, Mami hatte so lange Zeit für sich selbst wie Vati Vati sein durfte. .

Meine Eltern standen regelmäßig bei den Lehrkräften auf der Matte. An meinen ersten Schultagen ging Mami selbstverständlich an meinem Klassenzimmer vorbei. Schließlich wollten sich meine Eltern sicher sein dass sie mich gut vorbereitet hatten. Und selbstverständlich lernten wir von Mami Lernen. Von wem denn sonst? Mami versorgte uns. Normaler Eltern-Lehreraustausch zur bestmöglichen Förderung von uns Minis war Mamis Aufgabe. Hier und da hörte ich aber meinen Vater durch das ganze Dorf schreien dass es wackelte. Dann zog eine Lehrkraft wieder mal gehörig ihren Kopf ein. 

Jo. In der Grundschule konnte ich Hochdeutsch so weit so ein kleiner Mensch dazu fähig ist. Dann Niederrheinisch ähnlich aber nicht gleich Kölsch. Dann ein wenig Holländisch weil wir da gerne einkaufen waren. Die hatten da auf dem Markt mehr und bessere Auswahl. Und ich konnte Tirolersich. Wären wir schon bei vier Sprachen. 

Ey verbibsch. 

Das ist wieder eine andere Sprache. Muss mir nicht schwer fallen auch wenn ich noch nie da war.

 Die Geschichten welche die Erwachsenen erzählten hatten alle viele verschiedene Bedeutungen. Da waren Bedeutungen die nur Erwachsene verstanden. Da waren Bedeutungen die nur von Kindern verstanden wurden. Da waren Bedeutungen bei denen es auf die Tagesform ankam. Hat doch mal so ein Fachmensch, Philologe seines Zeichens, ausgerechnet dass es 78 verschiedene Bedeutungen sein konnten. Er bildete sich ein damit am Ende seiner Forschung zu sein. Bis er in ein neues Kölner Viertel ging dass er noch nicht kannte. Da warf er seinen Hut und machte einen Beitrag für den Deutschlandfunk daraus. 

Ach ja. Und die Lehrkräfte. Nach den Lautäußerungen meines Vaters kamen dann eben andere. So kam ich in den Genuss in der dritten Grundschulklasse das erste Mal von Partikelfiltern zu hören die in jeden Schornstein leicht einzumontieren wären. Wenn es nur gewollt würde. Ich lernte dass die meisten Mitmenschen sich vor Ehrlichkeit, Klarheit und Wahrheit fürchten. Und die entsprechenden Konsequenzen lernte ich auch Ich fing noch mit der Tafel an zu lernen. 

Bis zum Ende der Grundschulklasse hatte ich Schmiergelpapier wenigstens halten gelernt, ich hatte erfahren Was heute bezüglich Stromtrassen in deutschen Medien kursiert, einen Motorblock gewickelt, konnte putzen, auf Bäume klettern, wandern, Heu machen..... . Schrieb ich schon? Vati und Mami. Und Onkel Hebel kannte ich auch schon. 

Der erste staatliche Schulterror erwischte mich in der neunten Klasse mit der Einführung des Zahlenstrahls. Da hatte ich schon einige Jahre Latein. Und Englisch. 

Bei uns verschwanden ebenso Kinder auf Nimmerwiedersehen wie in der Schweiz. Bei uns gab es im Kreis Aachen nur die Eltern und die Lehrkräfte - wenn sie Was taugten - als Ansprechpartner. Wie in der Schweiz auch. Natürlich neben Opa und Oma, Onkel - wenn nicht gefallen - und Tanten, Cousins und Cousinen, Freunde der Eltern. Nachbarn... . 

Habe ich zu wenig über Schule geschrieben? Das wage ich dann aber sehr stark zu bezweifeln. 

Antwort
von DerDezenteHerr, 13

Ich glaube nicht das sie mehr unter druck stehen. E s hängt  aber ab im welchen Bundesland sie sind. z.B im Gymnasium in Bayern  ist es sehr anstrenged, man muss da sehr viel lernen. Aber es kann auch sein das die Kinder fauler sind als die von früher ;)

Antwort
von xylitpro, 26

also ich bin im abitursjahrgang eines g8-gymansiums und ich habe noch immer genug freizeit für hobbys. meine noten liegen um die 2,0.

und ich bin ehrlich gesagt froh, englisch lernen zu dürfen anstatt französisch...

Antwort
von helloXD1998, 14

Das hängt bestimmt auch von der Schulr und die Lernleistung von den Schülern. Freizeiz sollten die Schüler auf jeden Fall haben

Antwort
von kenibora, 29

Nicht unbedingt, nur früher gab es das Wort "Stress" nicht.....

Antwort
von TatzePfoteHufe, 20

Ja . Ja. Das ist so. Ich habe nach der Schule und den Hausaufgaben überhaupt keine Freizeit mehr :/

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten