Schriftart Iᴄʜ ᴋᴏɴɴᴛᴇ ᴅɪᴇ, ᴅɪᴇ sɪᴄʜ...?

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1 Antwort

Das ist genausowenig eine Schriftart wie "upside down" (verkehrt herum, auf Englisch) zu "umop apisdn" wird, indem man eine bestimmte Schriftart anwendet.

Stattdessen werden da einfach Buchstaben benutzt, die ähnlich aussehen wie die, die man haben möchte - also ein "u" was aussieht wie ein "n" auf dem Kopf.

Bei deinem Beispiel ist es ähnlich, nur dass hier Buchstaben verwendet werden, die z.B. von Linguisten für phonetische Transkriptionen verwendet werden. Hier werden oft Kleinbuchstaben verwendet, aber auch Großbuchstaben mit kleiner Schrifthöhe, die sich in das Schriftbild von den Kleinbuchstaben einfügen.

Beispielsweise bezeichnet in der internationalen Lautschrift IPA [y] den langen Ü-Laut in "Hüte" und [ʏ] den kurzen Ü-Laut in "Hütte" -- in einem Fall ein kleines Ypsilon, im anderen Fall ein großes Ypsilon, das aber nur so hoch ist wie ein Kleinbuchstabe.

In Unicode sind diese Zeichen auch enthalten - aber eben nur die, die von Linguisten gebraucht werden, und kein vollständiges Alphabet. In deinem Text kannst du sehen, dass z.B. das kleine große F "fehlt" und daher durch einen kyrillischen Buchstaben ersetzt wurde (ein kleines Г г mit Strich: Ғ ғ, das zum Beispiel im Kasachischen benutzt wird).

Du müsstest dir die Zeichen also zum Beispiel aus einer Unicode-Zeichentabelle kopieren.

Wenn es dir nicht darauf ankommt, die Zeichen in normalem, unformatiertem Fließtext (z.B. im Internet) zu benutzen, sondern in einer Textverarbeitung wie z.B. Word, dann geht's wesentlich einfacher: viele Textverarbeitungen können Text als "Kapitälchen" (englisch: "small caps") formatieren. Damit kannst du dann beliebige Buchstaben so formatieren (z.B. auch das F f).

Typographisch perfekt ist das Ergebnis dann nicht ganz (weil "echte" Kapitälchen ein klein wenig anders aussehen als einfach ein Großbuchstabe in einer kleineren Schriftart), aber es kommt dem für den Hausgebrauch schon recht nahe.

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