Schreibtipps?

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5 Antworten

Ich habe dazu mal einen Eintrag geschrieben. Den poste ich (verkürzt).

Bevor man mit einer Fanfiction beginnt, muss man sich erst einmal mehrerer Punkte bewusst sein.

Punk 1: Canon – ja, nein, vielleicht

Es ist äußerst wichtig sich im Vorfeld bereits klar zu sein, wie nahe man am Canon bleiben möchte oder wie weit man plant sich zu entfernen. Hat man sich entschieden muss man die eigene Geschichte in der Summary oder im Vorwort als solches kennzeichnen. Dazu gibt es bestimmte Fachwörter:

Adaption: Hierbei nimmt man eine bereits existierende Geschichte und formuliert sie in einem Text. Das funktioniert besonders gut im Spielbereich, wo man bekannte Charaktere hat und deren bekannte Vorgeschichte, diese aber die zu Gesicht bekommt und durch eine Adaption Plot Holes schließen kann. Ein Beispiel wäre Kairi aus Kingdom Hearts, deren erste Lebensjahre niemand kennt oder aber auch im Assassins Creed Bereich, das nur allzuviele Charaktere hat, die eine wunderbare (nie geschriebene) Vor- oder Hintergrundgeschichte haben.

Eine Adaption funktioniert auch im Bücher oder Filmbereich, wohingegen hier meistens die Perspektive gewechselt wird: was hat der in den Endkampf nicht involvierte erlebt, was hat der Bösewicht in seiner letzten Schlacht gefühlt etc. Das können One-Shots sein oder auch längere Geschichten. 

Solche Geschichten tendieren dazu, sehr nahe am Canon zu bleiben, nichts zu verändern und im Großen und Ganzen sogar zu versuchen, den Schreibstil zu imitieren. Dadurch wirken solche Geschichten wie ein zusätzliches Kapitel, ein zusätzliches Buch oder ein Spin-Off zum Original.

Man findet sie auch unter offiziellen Publikationen, so sind beinahe alle Star Wars Bücher der letzten 30 Jahre Adaptionen. Genauso, wie beinahe jedes erschienene Buch über ein Spiel.  

Alternative Universe: Abgekürzt mit AU. Im Groben kann man sagen, dass dies Geschichten der Kategorie "was wäre, wenn" sind. Was wäre, wenn Mace Windu Palpatine ermordet hätte, bevor Anakin eingreifen konnte? Was wäre, wenn die Titanic nie untergegangen wäre?

Normalerweise bleibt man auch hier größtenteils im Canon, wobei man bestimmte Elemente verändert und dadurch im Laufe der Geschichte in andere Bahnen steuert. Der Grad, wie viel Canon bleibt und wie viel nicht hängt oft von dem Ereignis ab, das man verändert.

In diesem Alternative Universe gibt es mehrere Abstufungen, wie zum Beispiel die sogenannten "fix-it fictions" oder "denial fictions". Ersteres beschäftigt sich mit Ereignissen, die vielleicht besser nicht passiert wären und die im Laufe der Geschichte zwar zunächst nach Canon Art trotzdem geschehen, im späteren Verlauf jedoch ungeschehen gemacht werden. Im Gegensatz dazu entscheiden sich Autoren der "denial fictions" von vorneherein ein gewisses Ereignis nie passieren zu lassen.

Eine weitere Abstufung ist die "Contextual Reasignment", also die Anpassung des Kontextes. Ein Beispiel dafür sind die oben erwähnten Geschichten, in denen Charaktere in eine für den Autor familiärere Umgebung transferiert werden -->Schule. Es funktioniert aber auch in die andere Richtung, dass die
Charaktere sich plötzlich in einem absolut fremden Ort wieder finden,
zum Beispiel irgendwann in Dänemark um 500 n. Chr., in einem Gefängnis
oder mitten auf dem Berg verfolgt werden von einem Monster.

ACHTUNG:
Werden Charaktere in ein anderes Setting aus einer anderen
Serie/Buch/Film/Spiel geschrieben, dann ist das mindestens ein Crossover bzw. ein Crossover AU und muss als solches auch gekennzeichnet sein!

Continuation: Die Fortsetzung. Hiervon gibt es jede Menge, wenn das Fandom aus einer ganzen Reihe besteht und man ein oder mehrere Jahre auf die offizielle Fortsetzung warten muss. Die Fans nehmen es einfach selbst in die Hand, wie die Geschichte weitergehen könnte. Sobald der offizielle Canon schließlich veröffentlich wird, werden solche Geschichten zu den oben genannten "was wäre, wenn" AU Geschichten.

Zu dieser Kategorie gehören auch Next-Generation Szenarien oder die Versuche, ein Sequel zu schreiben, falls es eines gibt da der Autor gestorben ist. Das kommt sogar in offiziellen Publikationen vor, wie man im Falle von Robert Jordan sah, dessen Reihe "Rad der Zeit" nach seinem Tod von Brandon Sanderson fertiggestellt wurde.   

Elsewhere Fiction: Diese Art der Geschichte lässt einem sehr viel Spielraum und ist ebenfalls sehr beliebt. Hierbei nimmt man entweder das Setting (Hogwarts, Star Wars Universum, Zanarkand etc.) und füllt es komplett mit eigenen Charakteren. Jegliche Handlung wird ignoriert, jegliche Canon Charaktere tauchen nicht auf. Eine Geschichte über einen Zabrak irgendwann zur Zeit der Sithkriege, Hogwarts im Jahre 1756 oder aber über die 43. Hungerspiele.

Die andere Möglichkeit ist durchaus ein paar Canon Charaktere einzubauen, die Canon Dinge erledigen, wobei die Geschichte an sich jedoch hauptsächlich einen OC im Vordergrund hat. Geschichten dieser Art fallen am häufigsten dem Mary Sue Syndrom zum Opfer. Dazu später mehr.

Auch hier gibt es jede Menge offizielle Veröffentlichungen, wie zum Beispiel das Spiel Star Wars – The Old Republic, was im Grunde eine Elsewhere Fiction in Spielformat ist.

Die Menge und die Benutzung des original Canon hängt also zum einen davon ab, welche Art von Geschichte man schreibt und zum anderen, wie man gedenkt, diese umzusetzen. Eine AU kann nahe am Canon sein, aber auch sich immer weiter davon entfernen.

Wichtig ist: immer genau kennzeichnen wie viel man beibehält oder ob und wann man sich entfernt. Durch eine klare Kenzeichnung macht man es dem Leser einfacher die Geschichte zu finden. Es gibt immer Interessenten, egal für welche Art von Geschichte. Man muss sie die Geschichten nur finden lassen. 

Grob kann man sagen, dass Anfänger sich vielleicht zunächst an Adaptionen versuchen oder kleineren "was wäre, wenn" Szenerien. Dadurch erhält man ein Gespür für den Canon und wie die Charaktere denken oder in bestimmten Situationen handeln. Speziell Adaptionen helfen den Gedankengang nachvollziehen zu können, da man völlig in Canon bleibt und daher lernt den Charakter auch in Charakter zu schreiben. Nach und nach kann man sich an kompliziertere AU's versuchen und immer weiter ausbauen. Man entwickelt mit der Zeit natürlich seinen eigenen Stil.

Punkt 2: der richtige Stil

Das hängt völlig von der Art der Geschichte ab und welches Thema man behandeln möchte. Man kann versuchen den original Mood beizubehalten oder man kann es sogar noch düsterer machen. Fanfiction für Cartoons wirken durch einen eher dunkleren und ernsteren Ton realistischer, da sie im Original nur bedingt Gewalt einsetzten können - schließlich sind es Kinderserien. Doch eine Geschichte über einen mordenden Fiesoduck oder einen Zim, der kurz davor steht, die Erde zu erobern, wirkt realistischer. Die Cartoons hat man als Kind geliebt, während man die Fanfiction als Erwachsener mit dunklerem Thema zu schätzen weiß.

Dasselbe funktioniert natürlich auch in die andere Richtung: fröhlicher und lockerer. Diese Art eignet sich natürlich wunderbar für Parodien oder humorvolle Geschichten. Der Stil ist ein wichtiges Element in der Entwicklung, wobei er natürlich während der Geschichte auch mal wechseln kann. Eine ernste Geschichte kann auch humorvollere Passagen haben und vice versa. Tatsächlich ist es sogar weise ab und an einen solchen Bruch zu machen, da der Leser so etwas braucht. Das Leben ist nicht immer böse und dunkel, sondern man hat immer Momente des Spaßes und andersherum. Eine 60 000 Wörter Geschichte von vorne bis hinten gefüllt mit Trauma, Angst und Katastrophe liest sich leichter, wenn ab und an auch mal schöne Momente enthalten sind.

Hat man diese ersten Schritte hinter sich steht man nun kurz vor dem Schreiben, oder? Nein. Denn die Arbeit fängt jetzt erst richtig an.

Kenne und respektiere deinen Canon

Egal, ob man nun den Canon weitestgehend ignorieren möchte oder nicht, man sollte das Fandom kennen; und zwar gut. Das beginnt mit dem Wissen darüber, wie man Namen und Titel richtig schreibt. Sei es McGonagall oder Anakins Heimatplanet Tatooine. Rechtschreibfehler mag man vielleicht sogar verzeihen, aber das Falschschreiben der "Fachbegriffe" ist tödlich. Welcher Fan weiß noch nicht einmal, wie man Rumpelstilstkin aus Once upon a Time schreibt (oder auf Deutsch auch Rumpelstilzchen)? Das weiß man, das muss man wissen, wenn man sich zutraut, eine komplette Geschichte mit diesen
Charakteren in dieser Welt zu schreiben.

Das zeigt sich auch in Kleinigkeiten, wie der Tatsache, dass Snape Harry niemals mit "Harry" oder "Mr. Potter" anspricht. Er sagt "Potter". Nicht mehr und nicht weniger. Sauron war einst ein Maiar und sein wahrer Name war Mairon. Dracula ist kein Twilight Vampir, sondern ein gefährlicher Jäger.

Zugegeben, mit dem kleinen Zusatz des AU kann man so ziemlich alles machen, was man will. Es ist jedoch keine Entschuldigung für Nicht-Wissen. Man sollte sich mit der Materie auskennen, auch wenn man sie ignoriert.

Dazu kann man jede Menge Wiki Seiten der Fandom zur Hilfe nehmen oder Trivia Ansammlungen durchlesen. Alles im Internet zu finden. Es ist nicht umsonst da. Niemand wird geköpft, weil man etwas in einem Wiki nachgeschlagen hat.  

Den Canon zu kennen ist mit der wichtigste Teil desPlanens. Hat man den Canon im Griff, kann man sich um andere Dinge kümmern. Nachforschungen in jede Richtungen sind nie verkehrt, um eine authentische Atmosphäre zu bauen. Schreibt man zum Beispiel eine Geschichte zu Zeiten Ramses sollte man sich schlau machen, wie genau es damals zugegangen sein muss. Die Gesellschaft und die Welt war eine andere, das muss man berücksichtigen und beherzigen. Eine gute Forschung macht die Hälfte einer guten Story aus.

Kenne deine Figuren

Tatsächlich steht und fällt eine Fanfiction mit seinen Charakteren, egal ob Canon oder eigene.

Bei Canon Charakteren hat man den Vorteil, dass alles über sie bereits Erschaffen wurde. Das heißt, man muss sich keine Hintergrundgeschichte ausdenken oder spezielle Talente, da dies meistens schon gegeben ist. Allerdings steht man als Autor vor der Herausforderung, diese Charaktere in character zu schreiben.

Die Figuren ihrem wahren Naturell entsprechend zu schreiben ist das A und O einer Fanfiction. Und ich möchte betonen, dass man keinen Freifahrschein hat die Charaktere eben nicht in Charakter zu schreiben, nur weil man die die Geschichte als AU kennzeichnet. Weit gefehlt.

Man schreibt in erster Linie für das Fandom, also die Fans und DIE kennen ihre Charaktere. Das erste Kriterium, das ein Leser oft hat ist: macht mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte mit? Also erwartet er auch genau diesen Charakter. 

Batman hat ein schweres Trauma aus seiner Jugend auf Grund seines Verlustes seiner Eltern, das heißt er wird kein fröhlicher Mensch im Alltag sein.

Darth Vader ist eine kalte Maschine und hat jegliche menschliche Züge abgelegt. Das heißt es braucht sehr viel Zeit und sehr viel Geduld ihn überhaupt wieder emotional stabil zu machen.

Snape wird niemals irgendeinen Schüler ohne Konsequenzen davon ziehen lassen, nachdem der Schüler auch nur in irgendeiner Weise respektlos ihm gegenüber war.

Der Leser kennt seine Charaktere. Wenn er so etwas liest wird er die Augen rollen und sich eine andere Geschichte suchen. Rechnet es euch durch: eine Geschichte über Darth Vader hat kaum Leser übrig, wenn die Leute, die ihn mögen, die Geschichte nicht lesen wollen.

Mit einem eigenen Charakter hingegen muss man nicht ständig darauf achten im Canon zu bleiben. Allerdings sollte man sich im Vorfeld viele, viele, viele Gedanken über den eigenen Charakter machen.

Es reicht nicht aus der Figur einen Namen zu geben, ein Aussehen und ein Alter zusammen mit der Eigenschaft "nett". Mal ehrlich nett ist die kleine Schwester von sch***. Ein Charakter hat viele Facetten und ist nicht einfach nett. Das Aussehen mag anfangs wichtig sein, damit der Leser sich etwas vorstellen kann, aber im weiteren Verlauf ist das nebensächlich. Als Autor muss man den Charakterbesser kennen, als alle anderen. Denn nur ein guter Charakter macht eine Entwicklung durch und kommt am Ende nicht genauso heraus, wie er anfangs war. Es muss Entwicklung geben und als Autor muss man diese Entwicklung im Blick haben.

Beim Erstellen eines eigenen Charakters kommt man natürlich nicht um die gefürchtete Mary Sue (oder im männlichen Gary Stu) herum. Mary Sue riecht man 20 Kilometer gegen den Wind und ich garantiere euch, sie sind ein absoluter Geschichten killer. Niemand will sie lesen, niemand will sie haben und jeder wird sie vermeiden.

Ich kann mir vorstellen, dass es bereits genug Abhandlungen zum Thema Mary Sue gibt, daher werde ich nicht allzu genau hier auf sie eingehen. Alles, was es zu beachten gilt ist: vermeidet um Himmelswillen eine Mary Sue zu kreieren. Das ist gar nicht so schwer.

Eine Figur kann Heterochromie haben, das macht sie noch nicht zu einer MS. Genauso wenig, wie eine schreckliche Vergangenheit. Es sind die Taten der Figur und all jener um sie herum, die sie zu einer MS machen. Und das ist es, was man bereits nach nur einem Kapitel auf Anhieb erkennt.

Eine MS hat keine Schwächen!

Eine MS hat keine Konflikte!

Eine MS ist traurig, aber da sie ein Stehaufmännchen ist macht sie weiter und hat ihre Trauer überwunden!

Eine MS gelingt einfach alles!

Es ist leicht zu sagen, dass eine Figur nicht perfekt ist und daher ist sie keine MS. Das ist so nicht ganz richtig. Man muss sich im Klaren sein, dass ein Streit, der sofort aufgelöst wird, als wäre nichts gewesen die Figur nicht vor einen Konflikt stellt. Man muss sich im Klaren sein, dass arrogant zu sein keine Schwäche ist oder dass eine Fähigkeit nach 4 Monaten zu lernen nicht gleichbedeutend ist mit "hatte Schwierigkeiten zu lernen".

Ich kann jedem nur empfehlen mit der Hauptfigur der Geschichte einen Mary Sue Test zu machen. Der ultimative Test findet ihr hier. Es dauert eine Weile, aber es lohnt sich und lässt einen als Autor anders über die Figur denken.

Dieser Test ist auf Englisch, allerdings gibt es kaum ein gutes, deutsches Äquivalent. Die meisten sind viel zu oberflächlich und tendieren dazu, viel zu offensichtliche Fragen zu stellen.

Ein Hinweis: eine AU ist keine Entschuldigung, wenn der Charakter OOC ist. Das Setting zu ändern bedeutet nicht, dass der Charakter plötzlich ein anderer ist. Sollte der Eingriff groß genug sein um die Entwicklung nachweislich zu verändern, dann muss das logisch aufgebaut sein und an den Leser herangeführt werden. Zu schreiben "OOC weil AU" reicht nicht aus.

Hat man seine Charaktere, sein Fandom und sein Genre kann man sich an die Story machen. Schreiben? Jaaaaa…nein. Noch nicht. Nun sollte man sich einen groben Umriss machen und eine Vorstellung von der Dimension der Geschichte.

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Kommentar von ougonbeatrice
26.06.2016, 13:47

Fortsetzung:

Niemals einfach drauf losschreiben.  

Die Wenigstens kommen ans Ziel, wenn sie auf gut Glück einfach mal schreiben. Vor allem nicht, wenn man eine gute Geschichte haben möchte. Eine Geschichte braucht Konflikte, Höhepunkte, Tiefpunkte etc. Ohne eine Vorstellung kann man nichts davon logisch aufbauen und alles wirkt so dahin geschrieben. Was es im Grunde ja auch ist.

Man sollte sich Notizen machen, was man am Ende erreichen möchte, was der Charakter alles durchmachen muss, welche besonderen Momente enthalten sein sollen. Alles andere, kann man während dem Schaffen um die Geschichte konstruieren. Doch ein Ende und ein Höhepunkt(e) müssen stehen. Hat man dies
nicht, wird die Geschichte höchst wahrscheinlich eine DeadFic.

Vermeidung von DeadFics:

Eine DeadFic ist das Schlimmste, das einem als Leser passieren kann und sie sind überall. Geschichten, die nicht zu Ende geschrieben sind und es vermutlich auch nie werden. Als Autor muss man sich dieser Gefahr bewusst sein. Doch um vielleicht die Chance zu verbessern, sollte man für sich ein paar Fragen beantworten.

Hat man einige Kapitel geschrieben wird es Zeit, sich um eine Veröffentlichung Gedanken zu machen. Im Verlauf kommt man an einen Punkt, an dem man eine Summary schreiben muss. Das sollte
man nie unterschätzen. Eine Summary lädt den Leser ein und sollte ihn im besten Fall ködern. Deshalb gibt es Dinge, die man beachten muss, wenn man eine Summary schreibt.

Die Summary soll kurz sein, einen groben Umriss für den Leser geben was auf ihn zu kommt und ihn ködern. Er muss nicht wissen, dass man schlecht ist Summaries zu schreiben und schon gar nicht, dass das die erste Fanfiction ist, die man schreibt und man deshalb nett sein soll. Ganz ehrlich: wenn ich diese Satz bereits in der Summary lese, dann übergehe ich diese Fanfiction sofort.

Warum tu ich das? Auch die fünfte Fanfiction kann schlecht sein. Es ist völlig egal, ob es die erste Fanfiction ist oder nicht. Doch indem man mir als Leser das sagt, will man mich in gewisser weise beschwichtigen und die Anforderungen senken. Mir als Leser kommt es dadurch vor, als stünde der Autor selbst nicht hinter seiner Geschichte und weiß, dass es nicht sonderlich gut ist.

Sei selbstsicher. Steh hinter dem, was du schreibst.

Als letztes hätte man den Titel. Auch hier kann man so einiges falsch machen. Ein Titel sollte kurz und vor allem simpel sein, damit man sich ihn gut merken kann. Seltsame poetischen Ausflüchte wirken eher fehl am Platz und verleitet dazu, die Geschichte noch nicht einmal zu lesen. Der Autor wirkt dadurch überheblich und meistens passen solche lyrischen Titel sowieso nicht zu einer normalen Geschichte. Man muss sich vor Augen halten, dass viel auch über Mundpropaganda geht. Man liest eine Geschichte und empfiehlt sie seinen Freunden weiter. Man spricht leichter über eine Geschichte mit dem Namen Das Brautkraut als Gespaltener Schädel des seligen Krautes oder F*** the Kraut.

Merken: eine großartige Geschichte kann einen langweiligen Titel haben. Aber ein großartiger Titel hilft nichts bei einer langweiligen Story.

Beta

Einen Betaleser hat nicht jeder. Trotzdem sollte man auf gar keinen Umständen eine Geschichte/Kapitel sofort nach dem Schreiben hochladen. Es hilft oft schon, ein paar Tage Abstand zu nehmen und sich das Geschriebene noch einmal durchzulesen. Es fallen einem
einige Fehler und bessere Formulierungen ganz von selbst ein. Dennoch empfiehlt es sich zumindest einen Spellchecker zu benutzten.

Spellchecker sind Onlineprogramme, die ähnlich wie Word den Text auf Fehler untersuchen. Sie sind nicht perfekt, aber sie filtern die schlimmsten Fehler heraus, geben Tipps für die Grammatik und korrigieren die Kommasetzung, falls nötig.


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Hallo hazzalou,

ich möchte Dir Fanfiktion.de empfehlen, dort im Chat kannst Du dich mit den Autoren austauschen und in dem Forum findest Du auch Tipps und kannst sogar einen Beta-Leser im entsprechen Beta-Leser-Vorstellungs Thead raussuchen (Ich bin ein Beta-Leser, wir lesen die Fanfiktion vorher durch und korrigieren z.B auf Grammatik-, Rechtschreib- und Logikfehler :) ). Im Forum gibt es sehr  viele Tipps und auch Links zu Seiten, wo Du ebenfalls noch hilfreiche Tipps und Funktionen hast. :)


Liebe Grüße,
Jesse

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Ich würde über ein psychisch gestörten und praktisch ohne emotionen alkoholiker schreiben der dann doch über die die er irgendwann mal geretteten leute gefühle empfindet weil sie ihm ans herz gewachsen sind

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Tipp Eins: Verwende Situationen mit Bezug auf den Film/das Buch etc.

Tipp Zwei: Auch in ernste Geschichten sollten Gecks mit eingefügt werden.

Tipp Drei: Achte auf Rechtschreibung und Grammatik

Tipp Vier: Schreibe MINDESTENS 1000 Wörter, schön wären aber mehr auf jeden Fall mehr als 2000/2500

Tipp Fünf: Die Handlung der bereits Existenten Geschichte auf verwendet werden, aber nicht so sehr

Tipp Sechs: Erfinder vielleicht eine neue Person die in der FF eine größere Rolle spielt, aber behalte viele bereits existente Figuren bei.

Tipp Sieben: Bleibe Realistisch und schreibe keine Dinge, die eine deiner Charaktere nie tun würde.

Tipp Acht: Achte darauf alles Spannend zu gestalten, oder wenigstens Dramatisch etc, denn wenn deine Leser das Ende im Grunde schon vorher kennen muss es wenigstens unerwartete Handlungen und Probleme geben^^

Tipp Neun: Recherchiere genug!

Tipp Zehn: Schreibe regelmäßig.

Dann, viel Spaß und Glück, über was schreibst du denn?

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Oh, das ist nicht ganz einfach. Ich versuch's mal:

Beschreibe so detailgenau wie möglich. Hetz nicht durch die Story. Versuch Gefühl mit einzubringen (was empfinden die Charaktere, warum tun sie etwas).

Mach keine zu langen Abschnitte (Blockabschnitt), das ist beim Lesen nicht so angenehm. Achte auf Rechtschreibfehler.

Wenn du unsicher bist, empfiehlt sich eine Beta. Sie/Er behebt nicht nur Rechtschreib- oder Logikfehler sondern steht auch mit Rat und Tat zur Seite.

Eine Story sollte mindestens 1000 Wörter haben (finde ich).

Ich wünsche dir viel Vergnügen und gutes Gelingen.

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