Frage von frederikaalen, 69

Schreckschusspistole einsetzen um Angriff abzuwehren?

Hallo,
Meine frage lautet wie folgt person A läuft normal am bahnhof entlang und hört plötzlich eine frau hilfe schreien die von einem mann geschuckt angespuckt und belästigt wird und einfach nicht von ihr ablassen will. Nun zur meiner Frage Person A führt verdeckt eine Schreckschusspistole mit (mit kleinem Waffenschein) geladen ist diese mit Pfeffer und Tränengas Patronen. Er läuft zu den beiden hin und ruft lass die frau los was der Angreifer natürlich nicht macht und die frau zu Boden wirft und nun auf Person A zuläuft ist es nun zulässig das Person A von seiner Schreckschusspistole gebrauch macht?

Vielen Dank

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo frederikaalen,

Schau mal bitte hier:
Freizeit Recht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ES1956, 21

Da der Angriff auf die Frau abgebrochen wurde handelt es sich jetzt um einen Angriff auf den Waffenträger, also aus dessen Sicht um Notwehr.

NOTWEHR wird geregelt in §32StGB, www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html
danach darf man alles ! tun was "erforderlich" ist einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Lass dir nicht einreden du dürftest erst reagieren wenn der Angriff schon im Gange ist, bei einem Angriff mit Tötungsabsicht wäre das eindeutig zu spät.
Da steht nichts von Verhältnismäßig. Es kann auch Notwehr sein einen unbewaffneten Angreifer zu töten, man muss sich auch keinesfalls auf einen Kampf mit ungewissem Ausgang einlassen.
Andererseits wird jede Körperverletzung nachträglich durch unser Rechtssystem im Einzelfall untersucht und
dann werden Unbeteidigte anhand der Fakten und Zeugenaussagen entscheiden ob die Tat "erforderlich" war oder bestraft wird.
Es gibt kein Rezept und keinen Freibrief für eine Situation die jemand von vornherein ein Recht auf ein bestimmtes Notwehrverhalten zuspricht.
Wenn du dir einen Überblick verschaffen möchtest was Gerichte für Urteile fällen lies hier:
https://dejure.org/dienste/lex/StGB/32/1.html

Antwort
von waermebildcam, 45

Müsste vorm Gericht so durchgelassen werden, daher hierbei die Frau belästigt wurde. Sollte der Bahnhof Kameras haben (als Beweis) sollten überhaupt keine Problem auftreten. Trotzdem sollte man davor versuchen zu reden.

Antwort
von RicSneaker, 29

Wenn es als Notwehr gewertet wird, sollte das theoretisch kein großes Problem sein. Aber selbst wenn du eine Strafe kriegen solltest, war es die richtige Entscheidung. Man hat schließlich ein Menschenleben und sein eigenes auch gerettet.

Antwort
von Mr0programm, 41

Natürlich, Wäre aber nicht schlecht vorher einen Warnschuss abzugeben. Wenn er kommt, Volle Ladung rauf !

Antwort
von Dearex, 35

Ich denke nicht, da der bedrohte nicht weiß, dass es eine schreckschuss Waffe ist. Was jetzt der waffenschein daran ändert kann schreie leider nicht sagen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten