Frage von playboy123, 65

Schraubenzieher in die Steckdose nicht gestorben?

Hallo und zwar als ich ungefähr 5 Jahre alt war kann ich mich noch erinnern steckte ich einen Schraubenzieher in die Steckdose und hielt den ganz normal am Griff ich hab so einen heftigen Schlag bekommen der bis in meine Oberarm ging soweit ich mich erinnern kann ich war dabei auf Laminat am sitzen mit den Knien Das war so laut das sogar mein Vater ins Zimmer gerannt kam

Heute frage ich mich wie ich daran als Kleinkind überhaupt keinen Schaden sogesehen bekommen konnte bis auf den Schlag Weil mein Lehrer damals noch meinte das man auf der Stelle Tod sein müsste

Kann mir das jemand erklären was da genau ablief und wieso nur mein Arm betroffen war und es nicht durch den ganzen Körper schoss

Antwort
von DG2ACD, 35

Also, erstmal hat Dein Vater sehr unverantwortlich gehandelt. Du hättest in ein Krankenhaus gemusst, wo Du mindestens 24 Stunden ans EKG gehört hättest.

Das Blut kann sich zersetzen und gerinnen. Dann wärst Du daran gestorben.

Der direkte Tod tritt in der Regel ein, wenn der Strom mit einer recht geringen Mindeststärke für eine bestimmte Zeit übers Herz fließt.

Aber Vorsicht, alles ist sehr relativ. die Flächen, über die der Strom in den Körper  und aus dem Körper fließt, der Gesamtwiderstand, die Spannung  und einige Dinge mehr sind ausschlaggeben, ob und wie ein elektrischer Schlag todlich ist.

Manchmal  überlebt man auch den Stromschlag, aber die Folgen oder schwere Verbrennungen nicht.

Antwort
von Peppie85, 8

also entweder hast du deinen lehrer falsch verstanden, oder er hat sich etwas falsch ausgedrückt. du hättest auf der stelle tot sein könnnen. aber nicht müssen. dennoch ist das risiko zu groß um es mal eben im rahmen einer klinischen studie zu berechnen, wie hoch die sterblichkeitsrate ist :-)

lg, aNNA

Antwort
von dompfeifer, 10

Gegenfrage: Ich bin einmal auf einer eisglatten Straße gestürzt. Dabei sind schon Leute zu Tode gekommen. Warum lebe ausgerechnet ich noch?

Weil mein Lehrer damals noch meinte das man auf der Stelle Tod sein müsste

Das ist so natürlich völliger Unsinn. Fast jede Art von Unfällen kann auch tödlich enden.

Die möglichen Stärken und Wirkungen des elektrischen Stromes zwischen dem öffentlichen Versorgungsnetz (Wechselspannung von 230 Volt gegen Erde, 50 Hertz) über einen menschlichen Körper und oft kaum überschaubare Widerstände zur Erde (wie z.B. Wände, Teppiche, Fußböden u. dergl.) decken im Einzelfall den gesamten nur erdenklichen Bereich ab. Der erstreckt sich von der alltäglichen völligen Harmlosigkeit (z.B. bei der Benutzung eines Spannungsprüfers) über die Wahrnehmungsschwelle (wie z.B. bei einer Elektrotherapie beim Physiotherapeuten) bis hin zur schmerzhaften und womöglich tödlichen Dosis.

Antwort
von electrician, 1

Glückliche Umstände, Personenschutz durch RCD (FI) - Gründe gibt es viele...

Als erstes: Die meisten Menschen sind Rechtshänder und haben das Herz auf der linken Seite. Berührt man mit der rechten Hand einen spannungsführenden Leiter, so fließt der gefährliche Fehlerstrom nicht zwangsläufig über das Herz, was zu Herzrhythmusstörungen und -stillstand führen kann. Allerdings verkrampfen im stromdurchflossenen Bereich die Muskeln, was dazu führt, dass man u.U. die Hand nicht öffnen kann, um eingenständig von der Spannungsquelle wegzukommen.

Dann spielt da noch der eigene Körperwiderstand mit sowie der Erdungswiderstand des Untergrundes. Bei einer 30mA-Personenschutz-RCD ist eine max. zulässige Berührungsspannung von 50 V festgelegt - das entspricht einem Gesamtwiderstand von 1667 Ω zwischen Phase und Schutzerde..

Ohne RCD-Schutz müsste bei 30 mA Fehlerstrom und 230 V der Gesamtwiderstand gegen Schutzerde erheblich höher sein (7667 Ω), damit eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Womöglich hattest Du wirklich nur trockene Hände, einen schlecht leitenden Untergrund, einen flinken Schutzengel und viel, viel Glück... oder eben eine RCD-Erfahrung, welche auch schmerzhaft sein kann, aber keinen umbringt.

Antwort
von DerGrillator, 15

Wärest du besser geerdet gewesen, dann wärst du jetzt tot. Und der Griff des Schraubendrehers war bestimmt auch nicht sehr leitfähig.

Sei dir sicher: 220V sind tödlich.

Antwort
von geri3d, 33

Als meine Eltern Kindersicherungen an jeder Steckdose angebracht haben, fand ich schnell heraus dass man diese mit zwei Stricknadeln locker umgehen kann.... ich habs auch überlebt, aber das werd ich nie vergessen.

Kommentar von playboy123 ,

Ja das hab ich bis heute auch noch nicht vergessen ich weiß noch wie heftig das war aber danach Stunden später völlig schmerzfrei war 

Kommentar von RexImperSenatus ,

Ja, diese Schutzdinger kenne ich noch - das machte mich auch erst recht neugierig ! ( Und mir ging´s wie Dir )

Antwort
von RexImperSenatus, 15

Du hattest mehr Glück als Verstand - und Dein Dad auch !

Laminat erdet nicht so gut, wie der 2te Pol der Steckdose - wenn Du da auch noch gleichzeitig einen reingesteckt hättest - GUTE NACHT !

Übrigens - für solche "Faxen" gibt es isolierte Schraubendreher
( Diese sind bis unten hin isoliert )

- extra für Elektriker und solche, die es als Kind schon werden wollen.

BIG LOL - !!!



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