Schränkt euch Legastheniker die Krankheit sehr ein?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Dank vieler Therapien komme ich sehr gut mit meiner Legasthenie zurecht.

Gehänselt wurde ich vor ein paar Jahren mal, aber nicht nur wegen meiner schlechten Rechtschreibung.

Ich denke auch, dass ich erfolgreich in die Berufswelt starten kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin keine Legasthenikerin, aber meine Arbeitskollegin. Mit 'Training' merkt man davon kaum etwas. Wenn man sich denkt 'ich bin Legastheniker, ich muss nicht vernünftig schreiben', wird es nicht besser. Aber wenn man sich bemüht, fällt es wie gesagt kaum auf, weil man mit der Zeit wirklich besser wird. Und meine Kollegin hat ganz normalen Schriftverkehr mit den Kunden, da sind wirklich kaum Fehler drinn.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von theartistlina
01.08.2016, 21:36

Ja er bemüht sich auch sehr, das auf jeden Fall, vielen Dank für die Antwort ;)

0
Kommentar von Lapushish
01.08.2016, 21:38

Gerne. Wegen so etwas wird man entweder anonym im Internet gemobbt, oder in der Pubertät von dämlichen Schlaumeiern^^ dran arbeiten sollte man dennoch für seinen Beruf und für sich selbst :)

0
Kommentar von Lapushish
01.08.2016, 22:07

Da sollte er drüber stehen! Dafür kann er nichts und es ist absolut nichts schlimmes.
Wenn es seine Freunde sind, sollte er ihnen aber sagen, dass er es nicht so lustig findet. Das wissen sie eventuell nicht und möchten ihn gar nicht verletzen

0

Legasthenie schränkt wohl eher die Anderen ein als den angeblichen Legastheniker. Der schreibt wie er schreibt. Probleme damit haben andere; Lehrer zum Beispiel.

Legasthenie ist ein von der Regelschule verursachtes Problem, weil diese von Kinder verlangt zu schreiben, wenn die gar nicht bereit sind, es zu lernen. Da werden 20 Sechs- und Siebenjährige in einen Raum gepfercht und es heißt Schreiben lernen. Ob die Kinder das wollen und ob ihnen die vom Lehrpersonal vorgegebene Methode passt, interessiert niemanden.

Man braucht sich nur an einer Reihe von demokratischen Schulen umzuschauen, in denen es keine Vorschriften gibt, wann und wie man das Schreiben und Lesen zu erlernen hat. Manche haben schon damit begonnen, bevor sie in die Schule gekommen sind und andere interessieren sich erst dafür, wenn sie 9, 10 oder gar 12 Jahre alt sind.

Es gibt jedoch eine wiederkehrende Aussage. Es verlässt kein Schüler diese Schulen, ohne lesen, schreiben und rechnen zu können. Und Daniel Greenberg, eine Mitgründer einer der ersten demokratischen Schulen in den USA (Sudbury Valey School) ergänzt: Man sieht ihnen hinterher auch nicht an, in welchem Alter sie die Fähigkeit des Lesens und Schreibens erworben haben.

André Stern, der nie in der Schule war, hat mit 3 Jahren begonnen, sich für Buchstaben zu interessieren. Dieses Interesse erlosch zwischendurch, weil es Dinge gab, die wichtiger wurden. Aber mit Achteinhalb Jahren hat er ein Buch aufgeschlagen und flüssig vorgelesen. Ganz nebenbei bemerkt: Er spricht heute 5 Sprachen und schreibt Bücher. Da er nicht gezwungen wurde, in die Schule zu gehen, wurde er auch nicht mit 6 oder 7 Jahren gezwungen, lesen und schreiben zu lernen.

Gruß Matti

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von einfachichseinn
04.08.2016, 07:59

Prima. Also wird auch nie ein Lehrer checken, dass das Kind Problem hat lesen und schreiben zu lernen. ergo wird ein Legastheniker an besagter Schule nie die Möglichkeit haben etwas gegen sein Defizit zu tun!

0
Kommentar von einfachichseinn
04.08.2016, 16:27

Das ist und bleibt immer noch Blödsinn. Natürlich habe ich, genauso, wie alle anderen mühsam das Lesen und Schreiben gelernt. Allerdings hätte ich die Legasthenie nie ohne diese konkrete Hilfe überwinden können. Dabei ist es ganz egal auf welcher Schule ich bin/war. und erkläre mir doch mal bitte, wieso es in deiner Welt Menschen mit Sprachfehlern gibt, den du hattest, aber keine Legasthenie, die du nicht hattest/hast? Im Grunde genommen könnte ich deine gesamten Argumente nehmen und dir darlegen, dass es auch keine Sprachfehler gibt.

0

Schenk Deinem Schwarm einige Büchlein in Postkartengröße, mit kurzen aufmunternden Texten, die bei JEDEM gut ankommen,

---- NICHTS, das an Schulbücher erinnern könnte.... ----

,,,, Dem Lehrerpersonal einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen, diesen Rat verkneife ich mir aus "Mitleid mit fehlgeleiteten 68ern - und - DINNEN, die Schülern nur EIN  Wort korrekt vermitteln: "LEGASTHENIE"....

PS:: ... frag NICHT, ob Dein Schwarm die Büchlein auch liest....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo theartistlina,

Ich selbst habe keine Legasthenie sondern angeblich Dyskalkulie (rechenschwäche) Mich einschränken tut es mich kaum aber heutzutage wird in jeder Schule eine Krankheit zu geschrieben die einem überhaupt nicht helfen. Man fühlt sich noch hilfloser, unfähiger und man bekommt noch weniger Lust Mathe zu lernen als davor. 

Das einzige Feedback was das ich dadurch bekommen habe, ist: "Lass Mathe...dafür bist du doch eh zu doof. Tue das was du kannst". Das wurde zwar nicht direkt gesagt aber so ähnlich. Ich musste Einzelunterricht in Mathe machen und wurde automatisch von der Klasse getrennt (Was für mich damals übrigens übel war) Die Vorteile waren, dass ich durch den Einzelunterricht einige 1en geschrieben, weil ich mich besser konzertieren konnte als in der Klasse und außerdem war es nicht so übels Schnell erklärt wie in der Klasse.

Einer meiner Lehrer ist mir mal zu mir gekommen hat sich zu mir gesetzt und schreib gleichzeitig das Wort Dyskalkulie auf und sagt "Du hast Dyskalkulie"...Ich fühlte mich dabei extrem schlecht. Das war zwar keine Hänselei sondern eine ziemlich komische Art die mich zutiefst verletzt hat. Heute hätte ich gesagt: Und? Glauben sie dass ich mich dadurch besser fühle, wenn sie es dann auch schön auf ein Blatt schreiben?

Ich denke diese "Krankheiten" gibt es nicht. Legasthenie bedeuten nicht das man Analphabet ist oder das wenn man Dyskalkulie hat, überhaupt nicht rechnen kann. Man ist nur etwas langsamer aber das heiß NICHT das man es nicht kann! Rechnen zu können ist sehr wichtig, für das Leben. Aber bestimmte Mathe-Themen die oft in der Schule kommen, ist für das Leben nicht brauchbar außer man möchte Mathematiker/Physiker etc werden...

Das Problem in der Schule ist das man die Leute öfters und immer wieder aussortiert werden. " Ah, du bist nicht so schnell wie die anderen? Dann muss du bestimmt krank sein...." Jeder Mensch lernt unterschiedlich. Ich war halt ziemlich langsam und konnte kaum mitkommen: Es hat mich auch nicht wirklich interessiert, weil ich auch nichts in der Richtung studieren wollte.

Wer sagt, dass es schlecht ist dass man mit 11 erst lesen kann? Viele geraten in unnötiger Panik. Das hilft niemanden weiter. Weder dem Kind noch den Erwachsen. Selbst wenn man Analphabet ist, warum sagen : Bei dem ist doch Hopfen und Malz verloren!" Nein ist es nicht. Punkt.

Ich denke die die mit ihrem Mund nicht umgehen können, richten mehr schaden an als man glaubt. 

lg

sandy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von theartistlina
02.08.2016, 07:38

Hey erstmal vielen Dank für deine Antwort! Ich finde das auch echt blöd, dass die Menschen immer in Schubladen gesteckt werden. Die Freunde meines Schwarms behandeln ihn ab und zu schon so als wäre er leicht dumm, was er überhaupt nicht ist! Aber wenn einem das immer vermittelt wird, dann sinkt in der Hinsicht vermutlich auch das Selbstbewusstsein :/

1
Kommentar von einfachichseinn
02.08.2016, 08:42

Ganz ehrlich ich kann deiner Antwort nichts abverlangen. Ich für meinen Teil war sehr froh, als ich erfahren habe, dass ich gar nicht blöd bin, was ich zuvor immer geglaubt habe. Mit hat dir Diagnose auch die Türen zu vielen Therapien geöffnet. Und ich denke auch, dass ein Mensch mit einer solchen Schwäche nicht gemobbt wird, weil es dafür einen Namen gibt, sondern weil er eine Schwäche hat. Für den Betroffenen selbst ist dieser Name aber oft von großer Bedeutung, weil er damit eine Erklärung für die eigene Schwäche hat.

1
Kommentar von Maloiya
02.08.2016, 08:51

wurde die Dyskalkulie denn tatsächlich diagnostiziert durch Testverfahren? Es ist ziemlich stümperhaft von Lehrern einfach so zu behaupten, dass man das oder das hätte...sie können einen Verdacht äußern, mehr aber auch nicht.

2
Kommentar von einfachichseinn
02.08.2016, 12:36

wusstest du, dass gar nicht klar sein kann, dass Leonardo da Vinci Legastheniker war, weil es damals gar keine Diagnosekriterien gab? Das sind alles postmortem Diagnosen. genauso, wie Albert Einstein uvm ADHS hatten. Das kann niemand sicher sagen. Davon abgesehen, habe ich in meinem Kommentar auch keineswegs erwähnt, dass sich ein Mensch über seine Schwäche aufregen sollte.

0