Frage von TrippleG, 48

Schon wieder unten, was tun?

Hey, Ich (w) bin 18 Jahre alt. Mir gehts schon seit langem nicht gut.. Ich habe mich geritzt und hatte Bulimie, von beiden weiß bis heute niemand!!! Ich bin von alleine von beidem weggekommen. Ich hatte viele Rückfälle und oft das Gefühl es nie zu schaffen und den Tod bevorzugt.. Ich war auch schon oft kurz davor mit Fahrrad vor ein fahrendes Auto zu fahren.. Ich habs auf jeden Fall geschafft da ziemlich raus zu kommen..

Mein Problem jetzt: Mir gehts wieder k*cke.. Ich bin durchs Abitur gefallen.. Ich will studieren, und das geht in dem Fall nicht ohne Abitur. Es wäre für mich eigentlich echt der Traumjob.. Aber das Studium hats in sich.. Und wie gesagt, ich bräuchte dafür Abitur. Nachholen? Ja, wäre eine Möglichkeit.. Aber ich hab Angst, dass mich die Schulzeit wieder runterzieht.. Und ich hab vorallem am meisten Angst davor, dass ich erneut nicht schaffe.. Denn dann wäre ich total unten und wirklich vollkommen Suizidreif. Das kann ich versprechen.. Ich musste so viele Rückschläge und Enttäuschungen einstecken in letzter Zeit.. Und ich kann mich an kein richtiges Erfolgserlebnis erinnern.. Etwas, wo ich sagen könnte: "Das hab ich gut gemacht, das baut mich auf!".. Ich wüsste grad nichtmal, ob ich das jemals hatte..

Ich überlege schon seit Wochen, was ich statt des Studiums machen könnte, aber nichts gefällt mir.. Ich hab schon Praktika in vielen Gebieten gemacht, die mich relativ interessieren, aber nichts davon hat mich wirklich überzeugt..

Ich bin ein Versger. Ich habe mir mein Leben versaut und ich zu viel Angst es mir wieder aufzubauen.. Ich habe keine Kraft erneut aufzustehen.. Ist es vielleicht besser zu kriechen, damit ich nicht erneut falle?! Je öfter man fällt, desto schwerer wird es aufzustehen. Es kostet zu viel Kraft. Die restliche Kraft die ich noch habe würde evtl noch für ein letztes Aufstehen reichen, aber wenn ich erneut versage und falle, dann wird selbst das Kriechen zu schwer. Ich fühle mich, als wär ich nichts wert und ich könnte nie wieder irgendetwas schaffen.. Ich bin unten, sehr weit.. Und ob ich es je nach oben schaffe bezweifle ich. Sollte es bleiben wie es ist und ich genieße die Jahre, die ich jetzt in dem Zustand so noch aushalte, oder riskiere ich es, indem ich mein Abi versuche nachzumachen und evtl erneut zu versgen und damit dann vollkommen am ende zu sein..? Sch*iß Situation würde ich sagen..

Ich hab ehrlich richtig Angst.. Dazu kommt ja natürlich auch noch: Sollte(!!) ich mein Abitur nachmachen und schaffen und sollte (!!) ich dann an der Uni zugelassen werden..: Das Studium wird auch sehr schwierig und hart.. Überstehe ich das? Oder stürtze ich mich da komplett in den Abgrund..?

Ich bin für jede aufbauende und hilfreiche Antwort schon jetzt dankbar.. Ich hoffe mir kann irgendwer etwas helfen..

TrippleG

P.S.: Ich werde mir keine professionelle Hilfe holen, wenn ich das könnte, dann hätte ich das schon vor 4 Jahren gemacht..

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Antwort
von eni70, 20

Du hast 13 Jahre absolviert, das ist mehr als der Durchschnitt jemals die Schulbank drückt.

Es hat im Abi nicht geklappt, ärgerlich aber kein Totalversagen.

Du hast das alles geschafft, obwohl du massive Probleme hattest/hast.

Das ist doch eine positive Bilanz!!! Du bist sehr stark, sonst wärst du cniht so weit gekommen!

Nun ist was schiefgegangen, das Abi.

Kannst du nicht FH studieren, das ersparte dir das Wiederholen. Du kannst auch versuchen das Abi in anderer Form nachzuholen oder ein Sabbatjahr, SFJ oder? machen, dich erholen, neu fokussieren und dann einen 2. Anlauf starten?

Du wiederholst doch gleich und profitierst von all dem, was du schon einmal gelernt hast. Konzentrierst dich auf Schwächen und schaffst es in nichtt mal 9 Monaten und beginnst dann dein Traumstudium?

Ritzen und Bulimie, beides Selbstverletzende Handlungen, ich denke dir ist nicht klar, was dies ausgelöst hat?

Warum keine professionelle Hilfe? Angst, Scheu, Stolz? Wie würdest du dich fühlen, wenn du Architektur studierst und dein Kunde sich sein Haus lieber selbst aufmalt? Warum also keinen Facharzt oder Psychologen aufsuchen?

Hast du Angst vor der Wahrheit, das ist häufig so, wenns mal raus ist, ist man dennoch froh und kann heilen.

Wünsche dir gute Entscheidungen. Überforder dich nicht weiter.

Kommentar von TrippleG ,

Danke erstmal für deine Antwort..
Ich hab mehrmals versucht, unseren Vertrauenslehrer anzusprechen, aber es einfach nicht geschafft.. Ich habe auch schon versucht bei einem Psychologen anzurufen, aber auch dies nicht geschafft..
Außerdem will ich wirklich nicht, dass das irgendwer erfährt!! Ich seh doch, wie andere Menschen, Leute ansehen, die sich ritzen oder ähnliches.. Ich hör doch, wie die Leute über "solche Leute" reden.. Ich wohne in einem kleinen Dorf auf dem Land. Da spricht sich sowieso alles sehr schnell rum, es wird getrascht und schlecht über einen geredet.. Ich glaube kaum, dass mich das aufbauen wird.. Ich hab einfach zu viel Angst vor Abneigung...
Ein Beispiel: Eine Freundin und ich haben einen Syrer auf einer Party kennengelernt. Auf Partys ist es oft dunkel, so wie da halt auch, also vielen seine Narben erst nicht auf. Wir sind dann nacher mal rausgegangen und standen unter einer Laterne. Es war relativ warm, deswegen hatte er die Ärmel hochgekrämpelt. Meine Freundin hat seine Narben vom ritzen gesehen.. Und hat echt scheiße geguckt.. Und ihm dann auch noch gesagt, dass er seine Ärmel runter machen soll.. Aber das schlimmste immernoch: Sie meinte vorher, dass der total cool und nett rüber kommt und später kam er nochmal auf uns zu, da hat sie mir gesagt, dass wir schnell gehen sollen, weil der "irgendwie komisch ist".. Ich habe ihr gesagt, dass ich ihr Verhalten sche*ße finde, da hat sie mich auch schon so herablassend angeguckt.. Das Thema ritzen, Bulimie, Depression, oder was auch immer.. Es wird nie gut aufgenommen.. Und wenn ihr mir jetzt sagt, dass ich seltsame Freunde habe.. So denken bei uns alle... Wer sich ritzt oder ähnliche ist seltsam..

Antwort
von UnknownPeetzii, 2

Hast du freunde denen du das alles anvertrauen könntest?

Wenn nicht, dann solltest du es zumindest einer Vertrauensperson in der Familie oder so erzählen damit sie dir helfen können... sonst musst du lernen damit allein klar zu kommen, das mache ich auch obwohl mir viele menschen helfen wollten aber ich hab es trotzdem allein durchgezogen (bei mir waren es Vertrauensprobleme). Also finde etwas das dich auf längere Zeit hin ablenkt und aufbaut;)

Antwort
von LittleMistery, 21

Wenn du dir keine professionelle Hilfe suchst, darfst du dich auch nicht selbst bemitleiden und Depression kannst und darfst du dir auch schonmal gar nicht selbst diagnostizieren. Im Grunde genommen bist du also selbst Schuld, wenn es nicht besser wird. So Leid es mir für dich tut. Entweder du holst dir Hilfe oder versinkst weiter in deinem Selbstmitleid.

Kommentar von TrippleG ,

Ich habe kein einziges Mal das Wort Depressionen in meinem Text erwähnt. Mein Kommentar zur oben gegebenen Antwort kam nach deiner Antwort..

Ich habe nicht gesagt, dass ich Depressionen habe und ich weiß, dass man das nicht selbst diagnotizieren kann/darf. Wobei ich dir recht gebe, ich habe Depressionen im Verdacht. Aber nie gesagt, dass ich weiß, dass ich es habe.

Und das ich selbst Schuld bin brauchst du mir auch nicht sagen, dass weiß ich und bringt mich gerade ehrlich gesagt nicht weiter. Sondern eh noch weiter runter! Denk vielleicht mal etwas nach, wem man was schreibt. Ich geb da noch relativ nen F*ck drauf, bei anderen ist es vielleicht aber eher weniger so. Man sollte vielleicht versuchen aufzubauen und Tipps zu geben, wenn mans nicht kann, auch ok, dann lässt man es meiner Meinung aber.

Kommentar von LittleMistery ,

Oben in den Themen ist es bei.

Mein Tipp ist Therapie, aber da du das eh nicht willst.

Kommentar von TrippleG ,

Okay, dafür entschuldige ich mich. Daran habe ich nicht gedacht. Ich finde deine Antwort jedoch weiterhin unpassend.

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