Schnelles Muskeltraining beim Pferd?

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4 Antworten

wenn er immer mal stürzt oder ins "leere" tritt, sollte der tierarzt kommen und abklären, ob das pferd eine nervenläsion hat.

sollte es die haben, ist es rentner und sollte nicht mehr gearbeitet werden.

starke beeinträchtigungen der nerven (durch die schwellung wird der nerv gequetscht) sind so gut wie immer irreversibel. das pferd tritt ins "leere", weil es den untergrund nicht spürt. und das ist auch der grund fürs stürzen.

als pensionär kann das pferd mit der zeit lernen, sich so auszubalancieren, dass es ohne reiter oder arbeitsbelastung gefahrlos laufen kann ohne zu fallen.

solange das nicht zu hundert prozent geklärt ist, sollte mit dem pferd keine arbeit in richtung nutzung passieren. jeder unglückliche sturz ist lebensgefährlich für einen reiter - und jede weitere verletzung des betroffenen beines wäre vermutlich für das pferd das todesurteil - und das kann schon bei einem bagatellstolperers in folge einer bodenunebenheit geschehen.

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spazieren gehen im schritt bei tageshelligkeit kannst du machen. das pferd soll dabei lernen, den fehlenden tastsinn über das verletzte bein mit seinen augen zu ersetzen. auf die weise lernt es laufen, ohne zu fallen.

es wird sich vermutlich dann im laufe der zeit eine etwas merkwürdige kopfhaltung angewöhnen und immer den kopf etwas tief und schief halten.

aber wenn es darum geht, dem pferd die lebensqualität zurückzugeben ist das wirklich das allergeringste übel.

und mit einem solchen pferd schnell mal muskeln aufbauen, damit man wieder sein reitvergnügen hat, ist sowieso illusorisch.

wenn ich so ein pferd hätte und wieder versuchen würde, es nach einer solchen verletzung reitbar zu machen, würde ich dazu niemanden beauftragen, der nicht weiss, wie gearbeitet und was beachtet werden muss, sondern ich würde das selber machen.

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wenn es schief geht, bis nämlich du hinterher die gelackmeierte.

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Kommentar von ShynBlue
07.08.2016, 16:07

Ja , ich gehe immer mit im spazieren und longiere ihn im Schritt . Mehr mache ich nicht weil ich nicht möchte das er sich nicht verletzt. Ich habe die Frage nur gestellt , weil ich gehofft hab, das ich noch andere Ideen habt als führen und longieren.

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Ich habe in dem Jahr ein Pferd wegen gebrochenem Bein verloren, also sei dir des riesigen Glücks bewusst, dass deines dass überlebt hat u. sogar evtl. wieder reitbar ist. Das ist dann eher die Ausnahme, ausser bei Griffelbeinbrüchen, die kann man oft relativ gut behandeln u. die Pferde dann auch wieder reiten. 

 “Schnell“ ist aber auch hier nicht! Erstmal muss das Pferd wieder trittsicher werden,  langsam anfangen mit Spazierengehen, vorsichtig Bodenarbeit, noch vorsichtiger Longieren. Das Pferd hat ja nicht von heute auf morgen seine Muskeln verloren u. wird sie auch nicht von jetzt auf gleich wieder aufbauen. Reiten erst wieder, wenn das Pferd wieder aufgemuskelt hat u. in der Balance ist. 

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Das Wort "schnell" solltest du in diesem Zusammenhang sofort wieder vergessen.

Solange das Pferd stürzt oder ins leere tritt würde ich allerhöchstens kleine Spaziergänge machen oder leichte Bodenarbeit auf dem Platz.

Mit dem Tierarzt abklären wovon es kommt (evtl Nervenschädigung...) und ob es überhaupt jemals wieder behoben werden kann.

Wenn man das in den Griff kriegt und das Pferd ansonsten nicht uralt, fit und gesund ist, kann man mit Muskelaufbau beginnen.

Von langen, zügigen Spaziergängen und Bodenarbeit vergehen meist nochmal einige Monate bis man sich aufs Pferd setzen sollte.

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Das solltest du am besten nicht möglichst schnell machen. Vielleicht erstmal spazieren, dann zum longieren übergehen und dann zum tatsählichen reiten..

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