Frage von N3XT0R, 64

Schmezen lange nach OP?

Guten Abend,

im letzten Jahr (Mitte Nov) hatte ich eine Operation an einem Unfallklinikum. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich mir bei einem privaten Unfall eine drittgradige Hautverbrennung "eingefangen", diese wurde operativ versorgt. Von einer Hauttransplantation wurde im OP abgesehen, und die Wunde trotz ihres recht großen Umfangs (10x4 cm) mit einer Hautnaht im OP ohne eine Hauttransplantation verschlossen.

Im November / Anfang Dezember verwuchs die Narbe sehr gut. Nun habe ich das Problem, dass die Narbe hypotroph ist. Das entstandene Narbengewebe spannt sehr, und verursacht tagtäglich Schmerzen.

Hat damit ggf. jemand bereits Erfahrungen sammeln können und kann ggf. Tipps dazu geben, was man ggf. als Otto-Normal dagegen tun kann?

Der behandelte Arzt rät mir zu Silikonpads, allerdings sollen diese soweit mir bekannt ist nur die Narbenbildung reduzieren, die schmerzen die aus der Narbe hervorgehen bleiben bei mir.

Antwort
von Googler, 37

Cremst du die Haut täglich ein? Was nimmst du gegen die Schmerzen (was hilft dir?)  
Hast du es schon mit Voltaren Schmerzgel versucht? (Ist die Wunde schon gut genug  dafür verheilt?
Versuchst du die Haut täglich zu dehnen? 

Kommentar von N3XT0R ,

Da ich beruflich recht angespannt bin, creme ich das Wundgewebe zwei mal pro Tag ein, bzw. massiere es ein, wie mir mein Arzt empfahl. Aktuell nehme ich gegen die Schmerzen nichts ein. Ich war Schmerzfrei bis Mitte Dezember, dahingehend setze ich alle Opiate und allg. Schmerzmittel komplett frühzeitig ab und es gab bis zum beschriebenen Zeitpunkt keinerlei Beschwerden. Erst seit Mitte Dezember nehmen sind die Schmerzen existent und nehmen zu. Das Wundgewebe ist prinzipiell gut verheilt, nur ist zum heutigen Zeitpunkt das Wundgebiet hypotroph. 

Das Wundgebiet sitzt am Kniegelenk.

Kommentar von Googler ,

Ich würde an deiner stelle zum Physiotherapeuten gehen, dieser kann die Narbe optimal dehnen (geht weiter als man selbst) 
Wenn der Arzt dir nicht weiter hilft, würde ich an deiner stelle einen anderen aufsuchen. 

Ich weiß leider auch nicht weiter ;/ bei meiner Op wurde die Narbe in beim Physiotherapeuten massiert. 

Gute Besserung!! 

Kommentar von N3XT0R ,

Naja, den Arzt wechseln ist in meinem Fall eine eher schwierige Angelegenheit. In meiner Umgebung gibt es keine alternative Klinik die Brandverletzungen optimal behandeln kann. 

Für morgen steht für mich erst einmal ein weiter Gang ins Krankenhaus zur Nachkontrolle an, dahingehend werde ich die Thematik bzgl. der Schmerzen einmal ansprechen. Derzeit habe ich das Gefühl dass diese von Tag zu Tag eher zu nehmen.

Kommentar von Googler ,

Kannst du dann berichten? Es würde mich interessieren was für Schmerzmittel / Therapie der Arzt vorschlägt. 

Gute Besserung !)

Kommentar von N3XT0R ,

Kann ich. 

Schmerzmittel wurden mir nun nicht verschrieben, die Schmerzen damit sind noch im erträglichen Rahmen und mit der verbundenen Therapie sollen diese zurück gehen.

Der Arzt aus dem Krankenhaus hatte bei meinem Nachsorge-Termin nach dem ersten begutachten weitere Fachärzte aus verschiedenen Bereichen hinzu gezogen (Internist, Ergo- und Physiotherapeuten).

Das ganze scheint relativ schlecht zu verheilen, das Wundgebiet hat sich nach der OP stark verdunkelt, das Narbengewebe ist bislang hypotroph. 

Als Therapiemaßnahme soll die Anlage eines kompressionsstrumpfes mit eingenähtem Silikon den weiteren Narbenwachstum vermindern, welcher 23 Stunden am Tag getragen werden muss. 

Zusätzlich dazu wird in Erwägung gezogen eine Physiotherapie bzw. Ergotherapie einzuleiten.

Kommentar von Googler ,

Okay, vielen Dank für die Rückmeldung.!
Das silikon wird fest auf die Narbe "gepresst" damit diese hydriert und gedehnt wird? Stößt dein Körper das Narbengewebe ab?

Gruß und Danke :)

Kommentar von N3XT0R ,

Bzgl. des Abstoßens, dass ist eine sehr gute Frage. 

Ich habe nicht den Eindruck, dass es so ist. Vor der OP habe ich das Abstoßhverhaltung meines Körpers bzgl. der verbrannten Haut stark gemerkt, als ich noch an der Stelle die drittgradige Verbrennung hatte.

Wozu genau das Silikon im Einsatz kommt, kann ich selbst noch nicht wirklich interpretieren. Laut dem Krankenhaus wo ich in der Nachsorge mit meiner "Wunde" bin, lautet die Aussage dazu, dass es die Narbenbildung reduzieren soll.

Näheres denke ich, erfahre ich nächste Woche wenn ich mir meine Sonderanfertigung im Krankenhaus abholen darf. 

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