Frage von Tobi996, 100

Schmerztherapie bei Fibromyalgie sinnvoll?

Hallo,

vor ein paar Wochen wurde bei mir eine Fibromyalgie diagnostiziert. Mal habe ich keine Schmerzen, dann von jetzt auf gleich könnte ich schreien, weil die Schmerzen nicht mehr ertragbar sind. Der Arzt hat vorgeschlagen, alternativ zur Therapie eine "Kur" zu machen, um mit den Schmerzen umgehen zu können. Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht..wie sieht die Chance auf "Heilung" aus und wie lange geht so eine Therapie? Außerdem würde mich interessieren wie lange es dauern würde, wenn man einen solchen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung einreichen würde. Ich bin gerade erst 21 Jahre alt..danke!

Antwort
von GroupieNo1, 74

Hallo!
Also ich würde die Versicherung etwas "hintergehen" lass dich in eine Klinik wegen akuter schmerzen einliefern. Also du rufst da an machst bei Ihnen einen Termin (da kannst du die Klinik frei wählen) gehst einen Tag vorher zu deinem Arzt lässt dir eine Überweisung g wegen akuter schmerzen geben und gehst in die Klinik. Meist bieten sie dir nach einer gewissen Zeit eine Anschlussheilbehandlung an. Die ist dann (bei der richtigen Klinik) gleich in der selben Klinik und du wirst die selbe Therapie weiter haben. Und da sie direkt die ahb beantragen geht die bei der Rentenkasse immer durch. Bei mir waren 3 Woche Klinik und 6 Wochen Ahb danach meist normal. Aber ich habe nicht nur fibro sondern auch Rheuma. Die meisten die ich kenne liegen so bei 3 Wochen Klinik und 3 Wochen ahb.
Dann zum Thema sinnvoll. Ja ich finde diese "Kuren" sehr sinnvoll. Mir ging es danach prinzipiell immer besser. Die Beweglichkeit wurde besser, die Schmerzen wurden weniger und meine allgemeine Befindlichkeit war besser.
Der Umgang mit schmerzen ist sehr wichtig. Deswegen ist es auch richtig, auf solchen Kuren auch die psychologischen Dienste in Anspruch zu nehmen. Bei vielen Sachen lernt man lebenspraktische Dinge. Oft wissen wir garnicht, das wir schon völlig falsch am Waschbecken stehen und uns waschen. Meist ist das Bügelbrett falsch eingestellt... Es gibt so viele Dinge, die man dort tatsächlich lernt und verinnerlicht bekommt.
Probiere es aus. Es ist eine Kur die dir helfen soll und kein Gefängnis. Wenn es dir zu lange ist was sie vorhaben, dann musst du mit den behandelnden Ärzten reden, denn keine Kur bringt etwas wenn man sich unwohl fühlt.
Aber lass dich auf das "Abenteuer" ein. Es ist wirklich toll dort und du wirst auf Leidensgenossen treffen mit denen du dich austauschen kannst und lass dir dort helfen.

Antwort
von Lirin, 59

Hallo!

Also zu einer Kur würde ich dir auf jeden Fall raten. Da gibt es ein breites Angebot an Therapien und man kann ganz gut entspannen. Ich hab zwar keine Fibromyalgie aber auch diese Patienten gab es bei meinen zahlreichen Kuren oder Rehas. Sie waren sich einig, dass es kaum etwas besseres gibt.

Leider werden deine Beschwerden wohl niemals ganz weggehen, außer es finden sich neue Erkenntnisse. Fibromyalgie wird meist Antidepressiva behandelt obwohl sie garnicht depressiv sind. Eventuell könntest du noch zu einem Schmerztherapeuten gehen.

Was deine Frage zum Antrag betrifft, kann ich dir leider nicht helfen. Bei uns in Österreich dauert es meist 3-4 Monate, wielange es beu euch dauert kann ich nicht sagen.

Ich habe hier einen Link von der Seite Rheuma-online.de mit Infos zu deiner Krankheit.

https://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/fibromyalgie/

Die Seite ist, nach meiner Meinung, die beste im Netz für rheumatische Erkrankungen. Sie wurde von einem namhaften, Düsseldorfer Rheumatologen ins Leben gerufen und hat ein tolles Forum mit riesen Community!

Vielleicht magst du deine Frage dort nochmal stellen? Du findest sicherlich jede Menge Gleichgesinnte, die dir Tipps geben können, was bei ihnen geholfen hat!

Ich wünsche dir baldige Besserung und noch viele, schmerzfreie Tage!

Glg Lirin

Antwort
von Konrad Huber, 46

Sie schreiben:



Schmerztherapie bei Fibromyalgie sinnvoll? 

Antwort:

Die Diagnose Fibromyalgie ist mehr oder weniger eine Pauschladiagnose, welche viel und gar nichts genaues aussagt!

Es empfiehlt sich sehr, die einzelnen Unterdiagnosen ganz klar herauszuarbeiten und deren Auswirkungen genau zu dokumentieren!

http://www.rheumaklinik-bad-wildungen.de/internet/drv-olhb/klinik-bad-wildungen/...

http://forschung.deutsche-rentenversicherung.de/ForschPortalWeb/ressource?key=ab...

Die Syptome von Fibromyalgie führen oft in die Erwerbsminderungsrente, der Nachweis der dauerhaft abgesunkenen Leistungsfähigkeit ist für Betroffene eine sehr große Herausforderung!

Sie sind mit gerade mal 21 Jahren noch sehr jung und da Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind, haben Sie in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Bringen Sie deshalb von Anfang an Ihre eigene Krankenakte auf Vordermann laut dem Roten-Faden:

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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