Frage von lobster3221, 36

Schmerzgedächtnis- was tut da genau weh?

Guten Tag, ich möchte gern was übers Schmerzgedächtnis wissen. Als chron. Kranker hab ich seit einigen Jahren mit Schmerzen zu kämpfen und ich bin mir nicht sicher ob sich bei mir schon so ein Schmerzgedächtnis gebbildet hat. Welche Anzeichen würden dafür sprechen, kann man das überhaupt beurteilen, solange die Ursache der Schmerzen nicht beseitigt ist? Und meine zweite Frage dazu: wie macht sich so ein Schmerzgedächtnis genau bemerkbar? Angenommen jemand hat was mit dem Knie oder der Hüfte; spürt derjenige dann nach der Beseitigung der Ursache seiner Schmerzen noch genau den selben Schmerz, der lange Zeit aus seinem Knie oder Hüfte kam oder findet der Schmerz im Kopf statt? Also kann der Schmerz dann immernoch aus den ehem. betroffenen Schmerzstellen kommen oder hat man den Schmerz dann im Kopf (weil Schmerz doch im Gehirn irgendwie erst zu Schmerz gemacht wird, so wie ich das verstanden habe..) Bin gespannt auf die Antwort(en) Danke

Antwort
von Nashota, 24

Das Schmerzgedächtnis heißt so, weil man Schmerzen kennt und mit auftretenden Schmerzen abgleicht. Im schlimmsten Fall vermeidet man gewisse Situationen, Bewegungen oder Arbeiten, um nicht mit dem Schmerz konfrontiert zu werden.

Der Schmerz findet im Kopf statt.

In meinem Fall ist es eher so, dass ich sage, ich kann darauf warten, dass es wieder losgeht mit gewissen Schmerzen, wenn ich gewisse Dinge tue, von denen ich weiß, dass ich sie nicht lange machen kann oder machen sollte.

Ist ein Schmerz offiziell durch eine Behandlung beseitigt, sollte eigentlich nichts mehr wehtun. Das ist aber nicht überall real der Fall. Es gibt viele Behandlungen, wo sich danach nichts verbessert. Die einen haben Glück, andere nicht. Ich brauche nur an die Hüftoperation meiner Mutter denken. Sie hat danach keine Verbesserung erfahren.

Antwort
von Negreira, 10

Ist aber eigentlich genauso, wie Messkreisfehler es beschreibt. In Erwartung der Schmerzen hast Du sie manchmal schon, auch wenn es noch gar nicht der Fall ist. Du kennst die Intensität, weißt, bei welchen Bewegungen sie auftreten und welche Medikamente dagen helfen oder auch nicht.

Phantomschmerzen dagegen sind Schmerzen an Körperteilen, die gar nicht mehr da sind, z. B. einem amputierten Arm oder Bein. Damit haben viele Leute sehr große Probleme. Ein Schmerzpatient wird dagegen immer milde und müde angelächelt und mit "Kann ja gar nicht sein!" abgespeist.

Vor allem bei Rückenschmerzen oder Migräne ist der Körper da ganz gemein. Das einzige, was wirklich hilft, ist das Durchbrechen des Schmerzkreislaufes. Nimmt man z. B. "nur" 3 x 1 Schmerztablette, so hat das eine andere Wirkung als 1 x 3. In dem Moment, wo die schmerzstillenden Substanzen freigesetzt und der Schmerzkrampf unterbrochen wird, ist er weg. Meistens braucht man dann keine weiteren Medis.

Deshalb gibt es ja auch so viele sog. Schmerzpatienten, sehr unbeliebt und ungeliebt bei Ärzten. Die haben, bis sie einmal ein helfendes Medikament finden, oft jahrelange Schmerztherapien hinter sich.

Antwort
von Messkreisfehler, 33

Hallo Leidensgenosse.

Solange die Ursache für den Schmerz nicht beseitigt ist, kannst Du nicht feststellen ob es "Schmerzgedächtnis" ist oder ob der Schmerz mit der Erkrankung ansich zusammenhängt.

Bei dem Schermzgedächtnis spürst Du den gleichen/ähnlichen Schmerz auch wenn die eigentliche Ursache für den Schmerz beseitigt ist.

Hast Du z.Bsp. Schmerzen im Lendenwirbelbereich und die Ursache wird z.Bsp. operativ beseitigt, spürst Du in dem Fall also immer noch den Schmerz in dem Bereich.

Kommentar von lobster3221 ,

Klingt ja wie aus Akte X^^

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