Frage von Dumani, 162

Schmerzensgeld nach knapp 2 Jahren beantrangen?

Ich hatte im Sommer 2014 einen Vorfall bei dem ich einen Jungen geschlagen habe und dafür musste ich 60 sozialstunden leisten heute hab ich einen Brief im Briefkasten gefunden in dem der Anwalt 500 Euro schmerzensgeld fordert, ich arbeite nicht sprich ich habe kein einkommen.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Dumani,

Schau mal bitte hier:
Recht Anwalt

Antwort
von johnnymcmuff, 35

Ich weiß es nicht mehr genau aber ich habe 60 sozial Stunden gemacht und schließlich ist die Sache 2 Jahre her kann er das dann immernoch fordern?

Das Eine ist ein Strafprozess gewesen und hat nichts einer zivilrechtlichen Forderung/Klage zu schaffen.

Und verjährt ist das meines Erachtens nicht.

Ob die 500 € gerechtfertigt sind, steht auf einem anderen Blatt.

in dem der Anwalt 500 Euro schmerzensgeld fordert, ich arbeite nicht sprich ich habe kein einkommen.

Der Anwalt könnte Klage einreichen und dann kann es mehr oder weniger werden oder die Forderung muss gar nicht bezahlt werden.

Es können Gerichts- und Anwaltskosten enstehen.

Wenn man einen Titel auf eine Forderung bekommt, kann man das 30 Jahre lang versuchen einzufordern.

Du könntest ja einen Brief an den Anwalt schicken, ihm schreiben dass Du arbeitslos bist und ihm einen Vergleich anbieten z.B. dass Du bereit bist eine Summe von 200 € zu zahlen wenn man Dir schriftlich bestätigt, das damit alle Forderungen erledigt sind.

Von meiner Tochter wurde in einer ganz anderen Sache vom beauftragtem Rechtsanwalt eine  Summe von über 500 € gefordert.

Wir haben die ursprüngliche Summe geboten und darauf hingewiesen, dass es Jahre dauern kann bis was gezahlt wird und ein Gericht die Forderung als überhöht ansehen kann.

Es kam zu einem außergerichtlichem Vergleich.

Antwort
von SaVer79, 55

Du hast zwei Möglichkeiten: entweder du zahlst oder du lässt es darauf ankommen, dass der Anwalt Klage gegen dich erhebt! Dann entscheidet ein Richter, ob und in welcher Höhe du Schmerzensgeld zahlen musst! Wenn schon eine strafrechtliche Verurteilung vorliegt, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass dem Opfer auch Schmerzensgeld zusteht.

Verurteilt dich der Richter zur Zahlung, so kommen ggf obendrauf noch Gerichts- und Anwaltskosten

Kommentar von Dumani ,

Wie gesagt die ganze Sache ist schon 2 Jahre her und er fordert es jetzt erst als ich im Gericht war, war die Entscheidung so, dass ich 60 sozialstunden machen musste 

Kommentar von SaVer79 ,

Nach zwei Jahren ist noch keine Verjährung eingetreten.

Das damalige Verfahren war ein Strafverfahren! Nun handelt es sich um ein zivilgerichtsverfahren!

Antwort
von muschmuschiii, 64

Schmerzensgeldanspruch verjährt 3 Jahre nach der Tat, also ist die Schmerzensgeldforderung korrekt. Das du nicht arbeitest, ist dem Antragsteller relativ egal, die Summe wirst du, ggf. in Raten, bezahlen müssen.

Kommentar von UltimaRational ,

Schwachsinn-völlig falsch!

Kommentar von muschmuschiii ,

"Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche verjähren gemäß § 195 Abs. 1 BGB grundsätzlich in drei Jahren ab dem Zeitpunkt, am der Geschädigten von den den Anspruch begründeten Tatsachen Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen musste. "

Quelle: http://www.frag-einen-anwalt.de/Schmerzensgeld-Anspruch-verjaehrt---f271490.html

SCHWACHSINN  .... na klar!    Es geht doch nichts über Hobbyjuristen!

Kommentar von UltimaRational ,

Oh je,Schwachsinn bezog sich auf "die Summe wirst du ggf.in Raten zahlen müssen"-mein Hobby waren früher Boxereien-ich kenn mich damit sehr gut aus,im Gegensatz zu so manch anderem hier......stellt sich die Frage wer hier ein auf Hobbyjurist macht!

Antwort
von archibaldesel, 52

Und welche Frage hast du dazu? Muss ich raten?

  • Ja, das Schmerzensgeld nach zwei Jahren einzufordern ist möglich
  • Ja, du kannst verklagt werden
  • Wenn du verurteilt wirst, kann der Junge, den du geschlagen hast, dir 30 Jahre lang jedes Vermögen pfänden. Dass du jetzt kein Geld hast ist unerheblich
  • Er kann auch deine Playstation, den Flachbildfernseher, das Tablet usw. pfänden lassen

Falls ich deine nichtvorhandene Frage nicht beantwortet habe, bitte ich um Entschuldigung. Es wäre leichter, wenn du sie beim nächsten mal einfach stellst...

Kommentar von UltimaRational ,

Panikmache-alles Quatsch....

Kommentar von archibaldesel ,

Die Rechtslage ist völlig eindeutig. Schuld in einem Strafprozess festgestellt, Das Zivilgericht muss nur noch feststellen, wie hoch das Schmerzgeld ausfällt. Verjährung ist eindeutig noch nicht eingetreten.

Kommentar von UltimaRational ,

Wenn eine Aussicht auf Erfolg abzusehen gewesen wäre,wäre die Zivilklage längst eingeflattert.

Alles nur ein trauriger Versuch ab zu kassieren!

Kommentar von SaVer79 ,

Wenn du doch angeblich so viel Ahnung hast: woran sollte denn deiner Meinung nach ein Anspruch auf Schmerzensgeld scheitern?

Kommentar von UltimaRational ,

Keine Ahnung:-) 

Kommentar von UltimaRational ,

Ne Ernsthaft,z.b daran dass er kein Privatvermögen besitzt,Schüler ist oder Arbeitslos.....

Kommentar von SaVer79 ,

Genau das merkt man an all deinen Antworten in diesem Thema

Kommentar von UltimaRational ,

Mehr Ahnung wie du in jedem Fall,da ich schon 7 mal wegen KV Verurteilt wurde-du Theoretiker!

Kommentar von archibaldesel ,

Das scheint dich eher für Straf- als für Zivilrecht zu qualifizieren. Sorry, aber von letzterem hast du wirklich nicht die blasseste Ahnung...

Kommentar von UltimaRational ,

Ja von mir aus,-habe meinen Standpunkt zum Thema jetzt oft genug erläutert!

Ich kann ja auch nicht immer Recht haben:-) 

Antwort
von Maro95, 53

Ich kenn mich da auch nicht so top aus, aber lies mal § 199 BGB. Die Fristen liegen da wohl bei wesentlich mehr als zwei Jahren.

Wenn du kein Einkommen hast, wird man sich wohl mal anschauen, was du so für Eigentum hast. Evtl. findet sich da etwas, das man verwerten kann. Mit 500 € würdest du aber noch ganz gut wegkommen.

Kommentar von UltimaRational ,

Quatsch mit Sosse!

Kommentar von Maro95 ,

Geht das etwas konkreter?

Kommentar von UltimaRational ,

Lese meinen Beitrag...dann verstehst du eventuell!!!

Kommentar von Maro95 ,

Ich habe deinen Beitrag gelesen. Du gehst auf die Möglichkeit ein, sich dem Verfahren mit Tricks zu entziehen, in der Hoffnung, dass Anwalt und Mandant ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen.

Meine Antwort hingegen befasst sich mit der Verjährungsfrist von Schadensersatzansprüchen und der Möglichkeit einer Pfändung.

Beides hat inhaltlich nicht viel miteinander zu tun, daher noch mal die Frage: Was genau kritisierst du an meiner Antwort?

Kommentar von UltimaRational ,

Dass er mt 500€ noch gut weg kommen würde-

Mit Null € kommt er besser weg!Da dies nur ein kläglicher Versuch des Abkassierens ist,sonst wäre die Zivilklage längst eingegangen!

Kommentar von Maro95 ,

Für den Ausgang einer Zivilklage macht es aber keinen nennenswerten Unterschied, wann diese erhoben wird.

Und da die Rechtslage in Deutschland nun mal Schmerzensgeld vorsieht, kann man hier auch schwerlich von einem unmoralischen "Abkassieren" sprechen.

Warum die Forderung erst jetzt kommt, weiß hier, denke ich, keiner.

Und 500 € sind als Forderung auch nicht mal abgehoben...da gibt es weitaus abstrusere Fälle.

Antwort
von UltimaRational, 44

Er kann viel vordern,er muss dich erstmal verklagen-das dauert,dann entscheidet ein Richter ob du tatsächlich zahlen musst-was wohl eher nicht der Fall sein wird sonst hättest du schon vor zwei Jahren Schadensersatz zahlen müssen.

Warte bis er dir nochmal schreibt,dann öffne den Brief nicht sondern bring ihn zur Post und lass ihn als "Nach unbekannt verzogen"zurück schicken!

Auf weitere Briefe nicht reagieren dann lässt er es bald sein.

Das ist nur so eine Masche der Anwälte,die probieren es halt-haben aber in der Regel vor Gericht keine Chance auf Erfolg!

Kommentar von Dumani ,

Ja ich Fands auch komisch die Sache ist im Sommer 2014 passiert, komisch das der Anwalt das nach 2 Jahren fordert 

Kommentar von archibaldesel ,

Wie hast du so schön geschrieben? Quatsch mit Soße. Der erste Prozess war ein Strafprozess, Schadensersatzansprüche werden in einem Zivilprozess verhandelt. Ganz andere Baustelle. Und eine Klage wird per Zustellungsurkunde zugestellt. Da gibt es kein "Nach unbekannt verzogen". Da die Schuld von einem Strafgericht bereits festgestellt ist, sind die Chancen vor einem Zivilgericht bei nahezu 100%.

Kommentar von UltimaRational ,

Quatsch mit extrem ekliger Sosse aus der Dose-klar ist das dann Zivilrecht,aber hier steht nix von Zustellung per Einschreiben o.ä,d.h oftmals werden solche Aktionen von Anwälten nur gestartet wenn sie so wieso keine Aussicht auf Erfolg haben(nach 2Jahren) mittels normaler Postzustellung!

Sonst wäre die Zivilklage nach spätestens 6Monaten eingeflattert-wenn's was zu holen gäbe.......

Kommentar von ZuumZuum ,

Toller Tip, wird aber nix nützen. Das haben schon ganz Andere versucht. Wenn man nicht mehr antwortet landet das Ganze als Klage vor Gericht und wenn dann gerichtliche Mahnbescheide ins Haus flattern oder Vorladungen kann man die auch nicht einfach als unbekannt verzogen zurückschicken. Schließlich gibt es noch das Einwohnermeldeamt oder die persönliche Zustellung durch einen geduldigen Boten. Das Ganze wird dann erheblich teurer als die 500 Euro. Wenn es so einfach wäre sich der Gerichtsbarkeit zu entziehen säßen die Herren Richter den ganzen Tag alleine in der Amtsstube.

Das der Kläger erst nach zwei Jahren Forderungen stellt heißt ja nicht das diese nicht berechtigt sind. Solange die Sache nicht verjährt ist kann er jedes Rechtsmittel ausschöpfen.

Ich finde das im Übrigen gar nicht mal so unschlau...den Schädiger etwas in Sicherheit wiegen und dann irgendwann innerhalb der Verjährungsfrist zuschlagen. Schließlich hat der Schädiger auch unvermittelt und überraschend jemanden mit den Fäusten bearbeitet. So merkt man sich das vielleicht etwas mehr für die Zukunft das mit der strafrechtlichen Aburteilung die Sache nicht in Vergessenheit gerät.

Kommentar von UltimaRational ,

Meine Persönliche Erfahrung in sachen Körperverletzung zeigt aber das Gegenteil,d.h wenn ein Gegnerischer Anwalt sich bezüglich Schadensersatz nicht in den ersten 6 Monaten um eine Klage bemüht,ist er sich meist dessen bewusst dass er höchstwarscheinlich wenig Chance auf Erfolg in einem Prozess hat.

Theorie u. Praxis........

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