Frage von jethrogibbs, 215

Schmerzensgeld Anspruch nach Auffahrunfall?

Mir ist heute jmd. seitlich in meinen Wagen geknallt. Nun war ich natürlich nach dem Unfall damit beschäftigt die Polizei zu rufen, din Personalien mit dem Verursacher des Unfalls zu tauschen und das ganze dann mit der Polizei und der Versicherung des Verursachers zu klären. Erst Zuhause ist mir aufgefallen, dass mein Rücken schmerzt wie die Hölle (hab es davor wahrscheinlich im Schock nicht mitbekommen). Sitzen, liegen und gehen führt nur zu weiteren schmerzen. Leider kann ich erst morgen (heute ist ja Feiertag) zu meinen Hausarzt. Wollte jetzt aber mal wissen, wie es mit Schmerzensgeld aussieht? Steht mir da was zu respektive muss die Versicherung des Verursachers nicht zumindest Behandlungen zahlen, falls ich zum Chiropraktiker oder sonst wohin muss? Ich schätze mal, dass ich, wie auch bei meinem Wagen, ein Gutachten brauche. Nur nicht von der Werkstatt, sondern vom Arzt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KfzSVnrw, 64

Auch an Feiertagen arbeiten die Ärzte, mit akuten Schmerzen solltest du da auch heute hingehen.

Ich gehe zunächst aufgrund deiner Schilderung davon aus, das du unschuldig bist und somit ein 100 % Haftpflichtschaden vorliegt.

Natürlich steht dir Schmerzensgeld zu. Die entsprechende Bescheinigung / bzw. Befund des Arztes gibst du deinem Fachanwalt für Verkehrsrecht, den du am besten direkt einschaltest und mit dem kompletten Abwicklung beauftragst.

Den Schaden an deinem Auto musst du auch beziffern. Das geschieht durch ein Gutachten eines von dir beauftragten Kfz-Sachverständigen.  Du hast das Recht selber einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen deines Vertrauens mit der Erstattung eines Gutachten zu beauftragen. Die Kosten, die für dieses Schadensgutachten anfallen gehören zum Schaden und sind von der gegnerischen Versicherung zu erstatten. Die gegnerische Versicherung hat kein grundsätzliches Besichtigungsrecht.

 ganze dann mit der Polizei und der Versicherung des Verursachers zu klären.

Hoffentlich hast du dafür ausreichende juristische Kenntnisse. Besser ist es einen Fachanwalt für Verkehrsrecht damit zu beauftragen, somit ist dann auch die Waffengleichheit hergestellt.

Kommentar von jethrogibbs ,

Im KH war ich direkt heute vormittag. Der Rest läuft auch. Meine Versicherung weiß Bescheid, die Versicherung vom Gegner und im Notfall bin ich Rechtschutzversichert. Am Montag bringe ich meinen Wagen auch zu meiner werkstatt. Danke!

Kommentar von KfzSVnrw ,

Geh auf jeden Fall direkt zu einem guten Fachanwalt.

Antwort
von peterobm, 122

was liegt da näher als sich gleich ins KKH zu marschieren. Das kann ne Rückenprellung sein, dort wird über die Behandlungsmethode entschieden. 

über das Schmerzensgeld entscheidet ein Richter; 

seitlich in den Wagen geknallt: das kann auch eine Vorfahrtsverletzung deinerseits sein, dann gibt es vom Gegner gar nichts

Kommentar von jethrogibbs ,

Abgesenkter bordstein. Von wegen meine schuld. Die Polizei hat ja auch schon alles aufgenommen und mir versichert, dass mich keine Schuld trifft!

Kommentar von peterobm ,

das fehlt oben ^^ 

trotzdem; ab ins KKH; bei dem Unfall standest unter Schock und hast nix bemerkt

Antwort
von testwiegehtdas, 98

Sofort ins Krankenhaus oder zu einem andern Arzt und das dokumentieren lassen.

Sag auch, dass du davor vermutlich unter Schock und Stress standest und es erst zu Hause, als du zur Ruhe gekommen bist, gemerkt hast.

Sonst gibt es im Zweifelsfalle gar nichts. Du hättest ja in der Zwischenzeit z.B. eine Treppe runter fallen können oder so. 

Morgen zum Arzt wird dir daher vermutlich nicht mehr helfen, außer das Wissen ob es was ernsthaftes ist.

Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Wenn ja, da am Besten mal wegen dem Schmerzensgeld anfragen, wie es aussieht...

Antwort
von wilees, 92

Als erstes bitte sofort zum Arzt - da Feiertag ist ins KK. Hier wird dann bei Bedarf auch gleich geröntgt.

Wenn die Schuldfrage eindeutig geklärt ist und Du einen gesundheitlichen Schaden erlitten hast, übergib die Angelegenheit einem Fachanwalt. Dieser weiss viel eher als Du in welcher Höhe er Schmerzensgeld versuchen kann anzusetzen. Denn ohne Anwalt wirst Du deutlich weniger Schmerzensgeld erhalten.

Antwort
von TheAllisons, 98

Gehe morgen zum Arzt und erzähle ihm die Geschehnisse, über das Schmerzensgeld entscheidet dann das Gericht, wenn es zu einer Verhandlung kommt. Dazu solltest du dir aber einen Anwalt holen.

Kommentar von peterobm ,

nicht morgen: HEUTE ab ins KKH

Antwort
von FF1315, 116

Hi, geh bitte heute am besten sofort zur Not Aufnahmen und sag das du unter Schock standest... Eine Freundin ist auch erst am nächsten Tag gegangen das hat man damals bei ihr nicht anerkannt weil sie nicht beweisen konnte das es vom Unfall ist es hätte ja in der Zwischenzeit etwas anders passieren können... Ich finde das immer noch unfassbar... Mit den Kosten und Erstattungen kenn ich mich nicht so aus aber eigentlich zahlt das die Unfallversicherung! Gute Besserung

Antwort
von Wuestenamazone, 42

Ins Krankenhaus sofort das ist wichtig wenn du eine Forderung geltend machen willst.

Kommentar von jethrogibbs ,

War ich, die frage ist damit geklärt. Der Rest geht jetzt an meine Rechtsschutzversicherung und an die Haftpflicht des Verursachers. Danke!

Kommentar von KfzSVnrw ,

Aber bitte über einen guten Fachanwalt.

Kommentar von Wuestenamazone ,

Wenn es dir gut geht kann man ja froh sein

Antwort
von Still, 41

Dass das Schleudertrauma erst später auftritt ist ganz normal und bekannt. Du kannst der Polizei das telefonisch mitteilen, damit der Unfall "mit Personenschaden" bearbeitet wird. Wie hier schon viele schreiben, kannst du heute in die Notaufnahme gehen und dich dort behandeln und krankschreiben lassen. Die gegnerische Versicherung wird dir schon von sich aus ein angemessenes Schmerzensgeld anbieten, sobald du sie informierst.

Antwort
von acoincidence, 95

Aber gehe doch erst mal zu einem Arzt denn der Anspruch auf Schmerzensgeld ist natürlich stark abhängig wie lange du Krankgeschrieben wirst.  

Antwort
von FordPrefect, 92

Ob hier eine Unfallversicherung leistet, hängt aber davon ab, ob

a) es sich um einen Unfall auf dem Arbeitsweg handelt (dann besteht der ges. Unfallschutz), oder

b) eine private Unfallversicherung besteht.

Schmerzensgeld ist aber in jedem Fall zivilrechtlich einzufordern, hier wäre die eigene Verkehrs-RSV gefordert.

Kommentar von wilees ,

Wenn die Schuldfrage geklärt ist zahlt die gegnerische Kfz- Haftpflichtversicherung die Anwaltskosten.

Kommentar von user8787 ,

Natürlich wehrt sich die gegnerische erstmal und das kann Monate dauern .

Die Polizei darf  / kann vor Ort KEINE Schuldfrage klären, die müssen neutral bleiben. 

Das ist dann Sache von Anwälten und Gutachtern.

Bei mir war der Fall auch eindeutig + massig Zeugen, trotzdem dauerte es 9 Monate bis der Typ verurteilt und so die Schuldfrage entgültig geklärt war. 

Erst dann werden die Kosten übernommen. 

Die Polizei darf so Aussagen am Unfallort nicht treffen. Das musste mein Mann als er alsmiert wurde auch erst lernen. 

Kommentar von jethrogibbs ,

Ich kann nur wiedergeben was mir die Polizei und meine Versicherung gesagt hat. Bei einem abgesenkter bordstein an einer Ausfahrt gibt es aber auch nicht viel zu rütteln.

Kommentar von acoincidence ,

Die Polizei darf / kann vor Ort KEINE Schuldfrage klären, die müssen neutral bleiben.

Das sehe ich anders. Die Polizei wird den Unfallverursacher sehr wohl um etwa 10 Euro erleichtern. 

Wer schuld ist begeht schließlich eine Ordnungswidrigkeit. 

Kommentar von jethrogibbs ,

Der Verursacher musste 35 Euro Verwarnungsgeld zahlen.

Antwort
von Yetiator, 89

Ab ins Krankenhaus ... Es müssen bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein bis du tatsächlich einen Schaden hast der Erstattungspflichtig ist. Und wenn du nicht Schuld warst, morgen zum Fachanwalt- Anwalt für Verkehrsrecht

Antwort
von AalFred2, 69

Die Behandlungen zahlt dein Krankenkasse. Darüber hinaus gibt es keine Behandlungskosten erstattet.

Antwort
von weisskopfadler, 55

Umgehend ärztlich untersuchen lassen muß man das, schon aus Gründen der Beweissicherung. Allerdings klingt mir das nach HWS-Syndrom und über diese Art der Unfallfolge wird dann oft endlos lange gestritten weil sie im Grunde kaum objektiv (z.B. durch Röntgenaufnahmen oder CT) nachweisbar ist.

Expertenantwort
von Sirius66, Community-Experte für Polizei, 70

HIMMEL - dein Rücken ist verletzt und du denkst hauptsächlich an die Kohle? Willst du nur was rausschlagen? Nicht zu fassen ... wenn es dir wirklich um deinen Rücken geht, gehst du in die Notaufnahme - basta -  und rechnest nicht schon Schmerzensgeld aus ...

Gruß S.

Kommentar von jethrogibbs ,

Ich denke nicht nur an die "Kohle". Es geht mir aber auch darum, dass ich rechtlich abgesichert bin, und das bekomme, was mir zusteht. Wie oben schon erwähnt; ich habe es gestern im Schock und Stress nicht mitbekommen.

Kommentar von peterobm ,

Unfallschäden nur mit ärztlichem Attest nachweisbar. Damit stehen die Chancen recht gut auf Zivilrechtlichem Weg zu seinem Recht zu kommen. Je länger man wartet um so schlechter 

Kommentar von user8787 ,

Attest + Therapieverlauf + Gutachter....viele Gutachter. Sowas zieht sich über Jahre. 

Kommentar von Sirius66 ,

Glaub ich dir aber nicht, wenn du dir in Ruhe - weil FEIERTAG ist - alles überlegst und in Wirklichkeit gar kein DRINGENDER Bedarf nach ärztlicher Hilfe besteht. Sonst käme das VOR dem Gedanken an - schlicht und einfach - KOHLE. Ohne das ALS ERSTES (!!!) angeführte Schmerzensgeld wäre es glaubhafter ....

Kommentar von jethrogibbs ,

Du musst es mir auch nicht glauben. Es wurde hier ja schon angedeutet, dass ich nicht sogar schuld am Unfall sei. Nett.

Kommentar von Sirius66 ,

DU wendest dich an GF. Wenn man nach Meinungen fragt, muss man sie verkraften können.

Auch die Versicherungen werden sich diese Frage stellen und genauso urteilen, daß du ja selbst nicht so DRINGEND einen Arzt brauchtest ... denn Schmerzen einen Tag später MÜSSEN schon sein, um mit dem Unfall in Verbindung gebracht zu werden. Alles andere kann später erworben worden sein. Und wenn du dir selbst da so locker Zeit gibst ... mit eventuellen RÜCKENverletzungen ... naja.

Kohle wirst du schon kriegen. Weide das man richtig aus. Dein Rücken ist (dir) ja egal, sonst wärest du längst gegangen. Mach dich nur vorher schlau - sonst passen deine Beschwerden am Ende nicht zum Aufpralltrauma ... wäre ja blöd.

Kann dir nur raten - unabhängig von Geld, wirklich, das ist schändlich - ins KH zu gehen.

Und ich bin raus.

Kommentar von jethrogibbs ,

Es ist schändlich in ein KH zu gehen? Ich war fast ein Jahr im KH, und kann nur sagen, dass ich ohne unsere hervorragende medizinische Versorgung in DE jetzt nicht mehr diese Frage stellen könnte. Krebs lässt sich leider nicht mit Naturheilkunde oder anderem Hokus pokus behandeln. Und es tut mir leid, dass es mein erster Autounfall war, und ich verunsichert war, wass ich jetzt machen soll. Dazu kommt noch die Wut auf den Verursacher, dass er meinen Volvo Klassiker zu einem Unfallauto gemacht hat. Und ja, ich verkrafte deine Meinung. Ich habe nur nochmal meine gesagt. 

Jetzt kannst du gerne raus sein, ciao

Kommentar von Sirius66 ,

SINNERFASSEND lesen - dir nicht gegeben ... der ERSTE GEDANKE AN GELD - das ist schändlich.

Du redest dich raus. Darin ist in deiner eingestellten Frage NICHTS zu lesen. Da geht es ganz vorrangig um Geld - DAS stört mich.

Jetzt ruderst du zurück. Das tust du jetzt auch nur aufgrund der Reaktionen hier.

Kommentar von jethrogibbs ,

Wenn du meinst. Es ist mir eigentlich auch egal was du denkst, natürlich möchte ich auch noch etwas davon haben, das steht ausser frage. Die "nette" Fahranfängerin wird absofort eh etwas mehr an ihre Versicherung abgeben müssen. Ca 4000 Euro Schaden an meinem Wagen wird ihre Versicherungssumme etwas hochtreiben;) Da macht etwas Schmerzensgeld auch nichts mehr aus. Ich hab einen guten Anwalt, sie wohl eher nicht. Vielleicht fährt sie absofort etwas umsichtiger, nicht auszudenken, wenn sie einen Radfahrer oder ein Motorrad mitgenommen hätte. 

Kommentar von jethrogibbs ,

Und noch was. Ich habe nie geschrieben, dass es mir nicht um das Geld geht. Habe nur gesagt, dass es mir "nicht NUR" um das Geld geht. Da besteht ein Unterschied. 

Kommentar von jethrogibbs ,

Das schändlich habe ich wirklich falsch gelesen, dafür entschuldige ich mich.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community