Frage von Todies, 53

Wie viel Schmerzensgeld macht sowas?

Mir hat ein älterer Schüler mit Aggresions-Problemen gegen meinen rechten Fuß getreten. Dabei wurde ein Stück im unteren Teil des Mittelfußknochen (5) getrennt. maximal 5 Wochen Gips. Ich bin unschuldig.

Anzeige möglich. Wie viel SchmerzensGeld macht sowas ? Ich möchte eigentlich auch den Eltern keine Probleme bringen...

Antwort
von Tadashy, 27

Wie viel Schmerzensgeld dies bringt, kann ich dir leider nicht sagen, hatte mit so etwas noch nie zu tun. Aber egal wie viel, ich würde es so und so anzeigen, was anderes hat er ja nicht verdient. Und wenn es so viel ist, dass die Eltern von ihm pleite gehen würde ich mal sagen: pech gehabt. 

Antwort
von NSchuder, 23

Wie alt ist dieser "ältere Schüler" denn?

Wurde die Verletzung inkl. Ursache der Schule gemeldet und von einem Arzt bestätigt / attestiert?

Wurde eine Anzeige gegen den Täter gestellt?

Bist Du wirklich und zu 100% unschuldig? Wie lief das ab? Gab es Zeugen?

Kommentar von Todies ,

Er ist 15, laut aussagen.

Den Unfallbericht werde ich heut ausfüllen, soweit er bereit liegt. Meine Klassenlehrerin hat sich darum gekümmert. Mir Würfen bereits Fahrtkosten erstattet, da ich nun nicht wie gewohnt per Busse zum Gym. kann.

Die Anzeige habe ich bisher nicht gestellt.

Ja es gab Zeugen, zwei persönliche Freunde, jedoch keine Lehrkraft. Außerdem bin ich absolut unschuldig. Es gab bereits mehrere Vorfälle, die der Schüler verursacht hat. Die Aggresionen des Schülers sind auch seit langen in Ärztlicherbehandlung.

Kommentar von NSchuder ,

Wenn er tatsächlich bereits 15 ist, wäre eine Strafmündigkeit gegeben. Wenn er das 14 Lebensjahr noch nicht vollendet hätte, wäre er nach dem Gesetz nämlich noch "schuldunfähig".

Insofern kannst Du den "Gegner" also anzeigen.

Für einen Schmerzensgeld-Anspruch kann eine strafrechtliche Verurteilung nämlich sehr hilfreich sein - Voraussetzung ist sie aber nicht.

Voraussetzung ist vielmehr dass die Verletzung vorsätzlich herbei geführt wurde und nicht durch eine "Rangelei" versehentlich entstanden ist.

Hinsichtlich der Höhe des Schmerzensgeldes gilt es abzuwarten wie lange die Beschwerden andauern und wie stark das "Opfer" eingeschränkt ist. Ebenso gilt es eine mögliche Mitschuld abzuziehen. Hier gibt es eine mannigfaltige Rechtssprechung, die dem Opfer in der Regel zwischen 300 und 600 Euro zugesteht. Zu Beachten ist, dass die Gerichte hier eine Bagatellgrenze bei 300 Euro sehen - darunter gibt es nichts.

Ob die persönlichen Freunde als unabhängige Zeugen anerkannt werden, liegt im Ermessen des Richters.

Durch wen sind denn die bisherigen Erstattungen veranlasst worden? Durch die Schule oder durch die Versicherung des "Täters"?

Kommentar von Todies ,

Vielen dank. Du hast mir weiter geholfen. 

Die Schule würde die Fahrtkosten über den Landkreis über nehmen :)

Kommentar von NSchuder ,

Gerne..

zu klären wäre natürlich auch noch in wie weit die Schule eine Mitschuld trifft - Stichwort: Aufsichtspflichtverletzung.

Ist das Ganze in einer Pause passiert? Gab es eine Aufsicht? War diese ausreichend? Wo befand sich die Aufsicht? Ist diese Aufsicht eingeschritten?

Fragen, Fragen und noch mehr Fragen...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten