Frage von Natascha1004, 314

Schmerzen und Schwellung bei Aktivität am Knie?

Hallo ihr da Draußen,

ich weiß, ihr könnt keinen Arzt ersetzen. Ich habe allerdings erst Anfang Juni einen Termin beim Orthopäden.
Es geht darum, dass ich mich schon seit geraumer Zeit nicht mehr hinknien kann. Ich habe starke Schmerzen in der Kniekehle auf der Außenseite. Bei Belastung, z.B. beim wandern oder beim Sport schwillt das Knie an, wird rot und heiß. Dies geht bei Ruhigstellung dann aber wieder relativ schnell weg. Damals wurde schon ein MRT gemacht, gefunden wurde nichts. Mein Arzt sagte damals, dass es halt "Pech" wäre und schickte mich nach Hause. Ich habe mich so schlecht gefühlt, dass ich einfach weiterhin mit Schmerzen rumgelaufen bin. Heute sah mein Knie nach dem Minigolf Spielen so aus, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll und habe Angst, dass der andere Arzt wieder sagt, ich hätte "Pech" :-(. Mittlerweile ist es mir sogar recht, wenn sie einfach ne Spiegelung machen, wenn im MRT nichts zu sehen ist :-(

Danke schonmal im Voraus!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cyracus, 119

Du schreibst, Du hast starke Schmerzen und hast einen Termin Anfang Juni.

Normalerweise werden Schmerzpatienten noch am selben Tag drangenommen. - Dazu ist es sinnvoll, direkt in die Praxis zu gehen (also nicht vorher anzurufen) und dort von den akuten starken Schmerzen zu berichten.

Was Du im Kommentar unter der Antwort von Gnubbi schreibst, verblüfft mich sehr. - Mein spontaner Gedanke: Was ist das für ein Arzt?? Hat der seine Approbation im Lotto gewonnen?

So wie Du es schilderst, ist es nicht nix und auch nicht lediglich "Pech", sondern Dein Knie hat ein ernsthaftes Problem.

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Du schreibst ja nun, dass Du nicht zum "Pech"-Arzt gehst, sondern zu einem anderen. Zweimal Pech mit einem Arzt zu haben (ist ja Pech mit dem Arzt, nicht mit dem Knie), ist wohl nicht sehr wahrscheinlich. - Ich wünsche Dir sehr, dass derzweite Arzt verantwortungsvoll und gründlich ist und ernsthaftes Interesse hat herauszufinden, was mit Deinem Knie los ist und wie ihm geholfen werden kann.

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Oftmals kann manuelle Therapie in Form von Osteopathie helfen. Wenn es im Gespräch mit dem Arzt um die Art der Behandlung geht, kannst Du dies ja mit ihm besprechen. (Mach Dir vor dem Arzttermin am besten einen Zettel mit Deinen Fragen, damit Du dann nichts vergisst.)

Um Dich mit dem Thema Osteopathie etwas vertraut zu machen (falls es neu für Dich ist):

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Osteopathie ist das beste Schmerzmittel, oder besser: Keine-Schmerzen-mehr-Mittel, das ich kenne. Damit wird allgemein nicht das Symptom, sondern - ganz oder soweit wie es möglich ist - die Ursache beseitigt, indem die Balance im Körper wiederhergestellt wird. - Hier ein sehr guter Artikel zur Osteopathie:

Osteopathie - Blockaden erspüren und lösen
http://www.ugb.de/bewegung-sport/osteopathie-blockaden-erspueren-loesen/

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Alles an und in unserem Körper ist mit Haut umgeben, also auch jedes Organ, jeder Knochen, jedes Blutgefäß usw., die Faszien genannt werden. Sämtliche Faszien sind irgendwie miteinander verbunden. Also wenn Du zum Beispiel Dein Knie anhebst, verlagern sich ganz leicht sämtliche Faszien bis hin zum Kopf.

Osteopathen arbeiten viel mit den Faszien. Was Faszien sind und wie sie
Beschwerden machen können, erfährst Du in dieser Dokumentation:

Geheimnisvolle Faszien - Neues vom Rücken

Zur Osteopathie gleich mehr. - Wenn der Körper aus der Balance geraten ist, ist an verschiedene mögliche Schwachstellen im Halteapparat zu denken.

Denke deshalb auch an das Kiefergelenk. Wenn mit dem Kiefergelenk etwas
nicht stimmt, wirkt sich das auf den gesamten "Halteapparat" des Körpers
aus, unter anderem mit der Folge von Schmerzen. - Hier eine sehr gute
Beschreibung der Zusammenhänge von Lexi77:

https://www.gesundheitsfrage.net/frage/rueckenschmerzen-durch-falsches-kauen-bei...

Und sieh Dir dieses Video dazu an:

Funktionsstörung des Kiefers

Bei Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Wirbelsäulenschmerzen muss man auch immer an die gesunde Statik der Füße denken, dazu:

http://www.fussgesundheit.info/

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Hast Du auch schon an

Akupunktur

gedacht? Lies dazu diesen Artikel:

Akupunktur hilft bei Rückenschmerzen am besten
http://www.welt.de/gesundheit/article3746958/Akupunktur-hilft-bei-Rueckenschmerz...

Möglicherweise kennt sich der behandelnde Arzt damit aus und hat somit eine Idee, ob dies auch für Dein Knie eine gute Idee sein könnte.

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Hier habe ich von

Erfahrungen mit osteopathischer Behandlung

geschrieben:

https://www.gesundheitsfrage.net/frage/spinemed-methode?foundIn=list-answers-by-...
(Lass Dich nicht von der Fragestellung irritieren. - Meine Antwort besteht aus mehreren Teilen, also auch die Kommentare darunter anklicken.)

Als die Ärzte nicht mehr weiterwussten, sollten meine Schwester an der
Wirbelsäule operiert werden. Nach ein paar Behandlungen bei einer
Osteopathin mit "Goldenen Händen" war von Operation keine Rede mehr.

Auch auf Begleitthemen, durch die Probleme mit der Wirbelsäule und überhaupt Gelenke verursacht werden können, gehe ich in meiner dreiteiligen Antwort ein.

Osteopathen sind Krankengymnasten mit entsprechender Zusatzausbildung,
einige Heilpraktiker spezialisieren sich mit solch einer Zusatzausbildung und
auch einige Ärzte.

Die Berufsbezeichnung "Osteopath" ist (noch) nicht geschützt. Um an einen gut ausgebildeten Osteopathen zu kommen, ruhig den Therapeuten fragen, wie lange er / sie Osteopathie gelernt hat. So um fünf Jahre sollten es sein. - Ich empfehle, mit einem Osteopathen / Osteopathin Kontakt aufzunehmen für ein informelles Erstgespräch, in dem Du Deine Fragen stellst, auch zu den Kosten. Nach dem telefonischen Erstkontakt kann das Informationsgespräch in der Praxis sinnvoll sein.

Manche Krankenkassen übernehmen Kosten für osteopathische Behandlung
(so zum Beispiel die Techniker). Google mal mit
osteopathie
und füge Deine Krankenkasse hinzu, um zu erfahren, ob die Kosten
übernommen werden. Auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht
übernimmt, mach mit dem Osteopathen / Osteopathin (der zugleich
Krankengymnast ist)
ein Erstgespräch in der Praxis.

Kommentar von cyracus ,

Nicht unerwähnt lassen will ich den Lapacho-Tee, der hilfreich sein kann bei Entzündungen in Verbindung mit Gelenken. - Google dazu mit

lapacho gelenke

und lies die Infos. Ich selbst mache sehr gute Erfahrungen mit dem Lapacho und auch Freunde.

In den Infos werden auch Anweisungen zur Zubereitung gegeben. In Kürze

  • Der Lapacho-Tee wird in der Apotheke angeboten, auch einige Reformhäuser bieten ihn an.
  • 1 bis 1 1/2 Liter Wasser in einem Emaille-Topf (kein Metalltopf !!) zum Kochen bringen, 1 bis 2 Esslöffel Lapacho hinein und 5 Minuten köcheln lassen. Danach die Wärmequelle ausschalten und den Lapacho im Topf noch 15 bis 20 Minuten ziehen lassen. Abfüllen in eine Glas- oder Porzellankanne (empfehlenswert ist dafür ein Stoff-Sieb).

Falls kein Emaille-Topf vorhanden ist, notfalls

  • den Lapacho -Tee in die Glas- oder Porzellankanne geben, mit kochendem Wasser übergießen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Den Tee am Tag verteilt trinken.

Ich trinke den Tee warm oder kalt. Eine Bekannte schilderte mir, dass sie ihn kalt mit ihrem Magen nicht vertrug. Deshalb füllte sie ihn in eine Thermoskanne ab, und so vertrug sie ihn sehr gut.

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Unbedingt notwendig ist ja, dass herausgefunden wird, was genau in Deinem Knie geschieht, was die Beschwerden hervorruft, damit die Ursache hierfür beseitigt wird.

Du schreibst ja, dass sich beim Beugen des Knies etwas "verhakt" und auch dass dann etwas laut knackt. - Das wird ja sicher auch bei der Untersuchung beim Arzt geschehen.

Bezüglich der akuten Entzündung könntest Du ja direkt in die Praxis gehen, Dein rotes Knie vorzeigen und sagen, dass Du starke Schmerzen hast, und fragen, ob Du tatsächlich bis zum Termin warten musst. - Du solltest so gute Chancen haben, dass man Dir sagt, nein, nein, Du kommst sofort dran. (Am besten nimm Dir dann was zu lesen mit, das dauert dann eventuell etwas, bis Du dran kommst.)

Ob Du, falls Du doch bis Anfang Juni warten musst, mit dem Lapacho-Tee beginnst, die Entscheidung kann ich Dir ja nicht abnehmen. - Ich würde ihn trinken, um dem Gelenk zu helfen. "Verhaken" und Knacken des Knies wird ja dann im Arztgespräch Beweis genug sein, dass Dein Knie Hilfe braucht (falls sich bis dahin die Entzündung zurückentwickelt hat).

Alles gute Dir und Deinem Knie.

Kommentar von cyracus ,

Danke fürs Sternchen - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉

Antwort
von Gnubbl, 101

Oh je du Arme. Da ist eine ordentliche Entzündung drin.

Versuch mal das Bein so oft wie möglich hoch zu legen. Kühle es oder mache Quarkwickel.

Zu Medikamenten möchte ich dir hier keinen Ratschlag geben. Aber sprich mal mit deinem Hausarzt ob er dir ein entzündungshemmendes Schmerzmittel verschreibt.

Kommentar von Natascha1004 ,

Aber damals wurde mir klipp und klar gesagt dass da nichts wäre :-( vor Beginn der Untersuchung hatte er von den Beschwerden her auf den Außenmeniskus getippt. Aber wie gesagt, im MRT sah man gar nichts.
Das Problem beim Hinknien ist, dass ich das Gefühl habe, dass sich etwas in meinem Knie verhakt, das "knallt" dann ziemlich laut und ich bekomme es nicht mehr grade. Das dauert dann erst einige Zeit bis es wieder geht.
Danke trotzdem für deine Antwort. Ich hoffe nur nicht, dass ich jetzt noch zusätzlich sowas wie eine Entzündung habe, weil eigentlich spricht doch so eine Rötung und Schwellung dafür, oder? Danke auf jeden Fall für deine Antwort!!

Kommentar von Gnubbl ,

Es könnte sich bei dir auch um eine Baker-Zyste handeln. Ich hoffe die finden etwas, denn dann kann man dir auch helfen.

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