Schmeckt man es beim Essen heraus, ob der Koch "kleine" Zutaten, wie Vanillemark, Zitronenschale etc. verwendet hat, oder ist das manchmal auch nur "Effekthascherei", die in den Kochbüchern betrieben wird? Bei welchen Gerichten kann ich solche Zutaten weglassen, wo sind sie unbedingt notwendig?
Kommt auf dein Geschmacksempfinden an, wenn alles in Ordnung - wird man es rausschmecken. Und wenn es besonderst gut ist wird es ein Gaumenschmaus.

Ich finde schon, daß man sie schmeckt, eben ganz fein.. (aber auch erst, seit ich nicht mehr rauche) - weglassen kannst du sie trotzdem, das Rezept wird gelingen, wenn auch etwas "anders" schmecken!
marialuisa am 4. April 2008 18:34 Das war mein erster Gedanke, ob Kunigunde wohl raucht? Aber sicher, alles zusammen, in richtiger Dosierung, das ergibt doch erst den richtigen Geschmack. Ist wie bei einem Blumenstrauss, die Gräser und Zutaten schmücken doch u.U. erst richtig. Aber ist vielleicht ein hinkender Vergleich........
Eastside am 5. April 2008 18:46 @marialuisa: ich finde das ist ein schöner Vergleich.. DH!!
Es sind doch genau die kleinen, aber feinen Zutaten, die aus einem Gericht erst eine Delikatesse machen.
frijola am 4. April 2008 15:06 genau! und gute grundzutaten natürlich auch.

Das ist sehr unterschiedlich, je nach Geschmacksintensivität der Zutat! Vanille schmeckt man aber schon!

Bei Süßspeisen schmeckt man Vanille schon heraus und Zitronenkuchen ohne Zitrone schmeckt auch nicht sooo.

Geschmäcker sind verschieden, ebenso wie die Geschmacksnerven. Von daher wird es mit Sicherheit manche Leute geben, die die "kleinen Zutaten" heraus schmecken. Anderen wird das nicht im geringsten auffallen.
Vanillemark schmeckt man in jedem Fall heraus.

Im Kuchen und in Nachspeisen schmeckt man die Zutaten durchaus heraus. Bei mir ist das jedenfalls so!.

Neín, auch ich schmecke diese "kleinen" Zutaten nicht direkt heraus, aber ich denke sie gehören zum Gesamtgeschmack des Kuchens und runden das Aroma ab, genauso wie eine Prise Salz in Keksen angeblich den Geschmack hervorhebt.

Wer einen feinen Geschmackssinn hat, wird auch Zutaten schmecken, die nur in geringen Mengen vorhanden sind. Viele Gerichte bekommen mit einem Hauch von ... eine ganz eigene Note und können ein Essen wahnsinnig aufwerten.

ja klar kann man sie schmecken! angeblich haben aber nur ca. ein anteil von 10% der bevölkerung eine deutlich höhere anzahl von geschmacksrezeptoren auf ihrer zunge als der rest der menschen und dürfen sich sogenannte "schmecker" schimpfen. 90% normalos werden also die nuancen nicht unbedingt herausschmecken, durchaus aber feststellen können, wenn was nicht so schmeckt wie bei oma, weil irgendetwas fehlt. grundregel natürlich immer: wenn ein kräftiger geschmack ein gericht dominiert, hat ein feineres aroma keine chance mehr, sich zu entfalten. zuviel salz, chili oder knoblauch deckt z.b. ein feines kraut wie kerbel oder dill total zu. wenn man beim griessbrei die zucker-zimt-keule schwingt, ist von der bourbon-vanille auch nicht mehr viel zu schmecken.

ich schmecke schon eine große palette an kräutern und gewürzen. einerseits weil ich sehr gerne mit geschmackshebenden naturstoffen koche, anderseits weil ich meine geschmacksnerven darauf über viele jahre geschult habe. beim einstufen von weinen gelingt es mir ehrlich gesagt nicht immer so, ob der wein nun im abgang einen hauch von brombeere oder tabak oder gar heu hat. bei manchen gerichten schmeckt man die zutaten nicht direkt vor, jedoch wenn sie fehlen ist das gericht einfach ncht rund.
beispiel typisches gulaschgewürz
paprikapulver, zitronenschale mit etwas butter und kümmel feingehackt

Ich denke mal das ist ähnlich wie beim richigen Schminken. Man soll die Zutaten auch gar nicht rausschmecken, dann ist es schon zu viel des Guten. Es geht um Nuancen.