Schlusstermin , Schlussverteilung?

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2 Antworten

Wenn der Schlusstermin stattgefunden hat , wird einige Tage später das Verfahren geschlossen . Du erhältst den schriftlichen Beschluss , gegen den innerhalb von 14 Tagen noch Einspruch erhoben werden kann . Nach Ablauf dieser Frist kannst du dein P- Konto ( Beschluss der Bank vorlegen ) in ein normales Girokonto umwandeln .
Deine Einkommenssteuer , also Rückerstattungen , gehören ab dem Tage wieder dir . Aber eben erst dann . Das bedeutet , wenn das Verfahren z.B. am 15.03. geschlossen wird , fließt alles was vor dem 15.03. war noch in die Insolvenzmasse .

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Es heißt einfach nur, das nun sägt Vermögenswerte, soweit welche vorhanden waren, verwertet wurden, die Insolvenztabelle bereinigt wurde und alle sonstigen Unstimmigkeiten geklärt wurden und der IV nun seinen Schlussbericht beim InsG eingereicht hat. Im Schlusstermin wird alles noch einmal genau geprüft. Da es im schriftlichen Verfahren stattfindet, musst Du nicht zum InsG, sondern sämtliche Eineende - sowohl von Dir als auch den Gläubigern - müssen schriftlich bis zum terminierten Schlusstermin (ST) beim InsG vorliegen. 

Nach Abhaltung des ST wird - sofern vorhanden - eine Quote an die Gläubiger ausgeschüttet und im Anschluss das InsV aufgehoben. Das bedeutet einfach nur, dass Du in den nächsten Verfahrensabschnitt, die sogenannte "Wohlverhaltensphase" oder "Restschuldbefreiungsphase" übergehst. Für Dich ändert sich nicht viel. Dein Verfahren läuft ab Insolvenzeröffnung 6 Jahre. 

Hinsichtlich Deiner Frage nach der Steuererklärung: Es ändert nichts, ob Du die Steuererklärung vor oder nach Aufhebung des InsV beim Finanzamt einreichst. Zwar stehen Dir ab Aufhebung des InsV sämtliche Erstattungsansprüche zu, aber hier muss beachtet werden, für welchen Zeitraum der Erstattungsbetrag ist. Heißt im Klartext, Dein InsV wird erst 2016 aufgehoben, so dass Erstattungsansprüche aus 2015 (bspw. aus EinkSt oder Nebenkosten) vollständig noch zur InsMasse fließen.

Alles danach wird automatisch an Dich ausbezahlt. Da musst Du nichts extra beantragen.

Hinsichtlich des P-Konto's rate ich Dir von eine Umwandlung ab. Da es hier erfahrungsgemäß wieder sehr viele Probleme mit den Kreditinstituten gibt, da das InsV ja nach wie vor noch läuft.

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Kommentar von Juyanbe
24.03.2016, 18:17

Dazu möchte ich sagen das die Probleme für mich an dem Tage aufhörten , an dem mein Konto wieder umgewandelt wurde .
Während der " P- Konto Zeit " hatte ich nur Ärger mit meiner Bank .
Unter anderem stand ich des mehrfach am Geldautomaten und bekam kein Geld , angeblich weil mein Freibetrag überschritten war . Ich musste mir dieses Geld erkämpfen , indem ich Telefonate mit der Bank führte , die sich im Kreis drehten ( " Sie haben recht !" " Aber ich kann Ihnen nicht helfen !" ) Endlose , sehr unangenehme Diskussionen in der Filiale .......am Ende habe ich gewonnen und mein Geld bekommen . Aber ich bin da heulend raus , irgendwann hat man die Schn***** voll ! Ich konnte mit meiner " Bank - Card " keine Auszüge ziehen , keine Überweisungen tätigen . Seit Umwandlung meines Kontos ist endlich Ruhe . Seit einigen Wochen habe ich sogar wieder eine Maestro Card . Ein Schritt in die Normalität.

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