Frage von Sleeptri, 36

Schlüssel verloren, wer muss den Schlüsseldienst bezahlen?

Grüßt euch,

ja in der Regel muss der Mieter bezahlen, aber bitte ganz durchlesen damit ihr versteht, warum ich überhaupt frage.

Beim Einzug in die Wohnung wurde der Hausverwaltung einen Schlüssel gegeben, damit diese bei Notfällen in die Wohnung kann. Notfälle sind ihrer Meinung zum Beispiel ein Rohrbruch, während der Mieter nicht da sei.

Februar 2016,

ich komme abends an, habe jedoch meinen Schlüssel vergessen und gebe der Hausverwaltung, welche im Haus wohnt, bescheid, dass ich den Ersatzschlüssel bräuchte.

Diese gibt Bescheid da zu sein und mir den Schlüssel zu geben.

Ich komme an, bekomme den vermeintlichen Haustürschlüssel an dem auch meine Wohnungsnummer mit Plastikmärkchen gekennzeichnet ist und..... ich komme nicht hinein.

Der Schlüssel war der Falsche. Alle Schlüssel, die die Hausverwaltung hatte, von anderen Wohnungen (vlt. wurden mal zwei vertauscht) wurden ausprobiert, aber keiner passte.

Es war spät, ich musste in die Wohnung wegen bevorstehender Flugreise nach Budapest am nächsten Morgen, also rief ich den Schlüsseldienst. Dieser kam und rechnete mir vor was der Dienst kosten würde. 350€

Ich willigte ein, denn ich musste ja hinein. Wohnungstür wurde aufgeschlossen und ich übergab die Sache erstmal der Haftpflicht da ich nicht wusste wie ich weiter damit umgehen sollte.

Diese hat nun vor ein paar Tagen zurückgeschrieben, dass sie nicht dafür zahlt. Eltern haben mit dem Rechtsanwalt geredet. Dieser stimmt mit dem Grund der Versicherung überein, meint, aber dass die Hausverwaltung für den Schaden aufkommen müsste, da sie einen Schlüssel für Notfälle bereitliegen hat, was auch im Übergabeprotokoll vermerkt ist.

Ich wollte fragen, ob der Rechtanwalt Recht hat und wenn ja, wieso?

Antwort
von bwhoch2, 6

Natürlich zahlt die Haftpflichtversicherung nicht, denn das Öffnen der Wohnungstür durch einen Schlüsseldienst ist kein Schaden, der einfach so passiert ist, also weder aus Versehen, noch aus Fahrlässigkeit oder grober Fahrlässigkeit. Mit der Beauftragung des Schlüsseldienst hast Du jemand beauftragt, vorsätzlich etwas zu beschädigen.

Angenommen, es wäre der Fall gewesen, dass während Deiner Abwesenheit in der Wohnung unter Deiner Wasser durch die Decke kommt, hätte die Hausverwaltung entweder den Notschlüssel verwenden müssen oder, wenn dieser nicht mehr auffindbar ist, einen Schlüsseldienst beauftragen.

Hätte sich dann ein Rohrbruch als Ursache heraus gestellt, hätte die Wohngebäudeversicherung den Schaden an der Wohnungstür und den Einsatz des Schlüsseldienstes wohl problemlos übernommen, denn damit wäre wohl größerer Schaden verhindert worden.

Wäre die Ursache aber nicht in Deiner Wohnung zu finden gewesen, hätte auch die Hausverwaltung die Reparatur der Tür und den Schlüsseldienst bezahlen müssen.

Daraus könnte man auch jetzt ableiten, dass die Hausverwaltung nun zahlen muss.

1. Durch die Hinterlegung des Schlüssels für vermutlich nicht näher definierte Notfälle konntest Du davon ausgehen, dass ein solcher Schlüssel vorhanden ist und zwar genau, um solche Schäden und Kosten zu vermeiden. Du hast also Vorsorge getroffen.

2. Wenn die Hausverwaltung die Hinterlegung der Schlüssel nicht wirklich hin bekommt, ist das eindeutig ein Organisationsverschulden.

Aber:

Wenn es eine Hinterlegungsvereinbarung gibt, die beiderseits unterschrieben wurde und die einen Haftungsausschluss für die HV enthält, hättest Du Pech.

Meine Einschätzung ist, dass Dein Rechtsanwalt recht hat. Meine Erfahrung ist, dass man sich nie sicher sein soll, solange sich nicht ein Richter damit auseinander gesetzt und ein Urteil gesprochen hat. Ich bin kein Jurist und daher: Es ist wirklich nur meine Meinung und keine rechtliche Beratung und Du solltest daraus nicht die Entscheidung ableiten, ob Du nun die HV verklagen willst.

Antwort
von miranya, 18

Ich würde sagen du hast schlüsseldienst gerufen und du musst zahlen, denn was hättest du gemacht wenn der Vermieter den Tag nicht da gewesen wäre?

Antwort
von Capo94, 11

Glaub bloß keinen Juristen, sondern frag normale Menschen auf gute frage ob das rechtens ist... *lach*

Antwort
von Eselspur, 13

ich verstehe nicht, warum wir Laien jetzt die Rechtsmeinung eines Juristen bewerten sollen.

Antwort
von ositos8799, 16

Hattest du deinen in der Wohnung gelassen?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community