Frage von leoniepeperoni, 59

schlimmer Traum oder Schlafstörung?

hallo an alle, ich hätte da mal eine frage. ich träume sehr regelmäßig teilweiße auch täglich den selben traum und das nun gut 4 Jahre lang! ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen:

also der traum beschrenlt sich nur auf die zeit vor dem aufwachen! in diesem traum schlafe ich und mein 'geist' möchte aufwachen jedoch mein körper nicht, sozusagen bin ich gefangen in meinem eigen körper. ich kann mich im traum auch nur sehr selten und mit sehr großer konzentration bewegen und meine augen kann ich auch nur mit großer körperlicher anstrengung öffnen und sie offen behalten, kurz gesagt ich habe keine kontrolle über meine körperteile.

ich habe mich dann vor 2 jahren ca schlau gemacht und bin zu einer neurologin gegangen welche mir eine schlafstörung namens schlaflähmung diagnostizierte.. diese ist nicht behandelbar und sollte eig von ganz alleine bald wieder verschwinden.

ich habe mich dann über diese schlaflähmung informiert und war der überzeugung dass das mein problem ist, vorallem konnte ich zu dieser zeit auch noch mit der realen welt durch zb lautes atmen verständigen weswegen ich dann immer geweckt wurde, außerdem konnte ich damals auch alles was rund um mir passiert verfolgen! im letzten jahr ist es jedoch sehr viel schlimmer geworden und ich bin mir nicht mehr sicher ob die diagnose richtig war. mittlerweile habe ich keine chance mehr mich iwie zu verständigen und habe personen um mich rum die zb sachen am oc abtippen die in der realen welt aber ganz wo anderes sind oder ich liege auch in diesen träumen im falschen bett in dem ich eig schlafe... das was aber mittlerweile am schlimmsten ist, ist dass dieser traum auf verschiedenen ebenen stattfindet heißt: ich versuche aufzuwachen, schaffe es befind mich aber in einem neuen traum in dem ich versuche aufzuwachen es wieder schaffe aber mich dann sozusagen in einem dritten traum befinde!

leider kann ich nicht sagen wie lange der zeitabschnitt ist in dem ich diesen traum habe.. für mich fühlt es sich aber an als wären es stunden! nach dem endgültigen aufwachen bin ich mir zuerst meist nicht sicher und sehr misstrauisch ob ich mich nicht in einer neuen traum ebene befinde zudem bin ich dann immer sehr benommen müde und bin den ganzen tag nicht fitt und ganz lasch da der traum mich auch sehr körperlich anstrengt

kurz noch zu mir: ich bin weiblich 20 jahre alt mache regelmäßig sport und versuche mich gesund und ausgewogen zu ernähren

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Antwort
von hourriyah29, 22

Hallo Leonie,

was Du beschreibst ist kein typischer Alptraum.

Den Zustand, den Du beschreibst kennen sehr viele Menschen. Er tritt vorwiegend kurz vor dem Aufwachen auf. Es ist nichts krankhaftes oder schlechtes daran!

Dein Körper kommt aus dem Schlaf und für einige Minuten bist Du in der Schwebe zwischen wach sein und schlafen.

Dein Leid entsteht dadurch, dass Dir dieser Zustand Angst macht und Du dagegen ankämpfst.

Wenn es Dir gelingen würde diesen Zustand zu akzeptieren oder sogar willkommen heißen wäre Dein Problem gelöst ;)

Ich persönlich kenne diesen Zustand auch und geniese ihn. Dieses Schweben zwischen Traum und Wachsein. Ich versuche nicht mich zu bewegen, sondern geniese das tiefe Gefühl der Entspannung. Ich fühle in meinen Körper hinein oder denke über den letzten Traum nach oder übe mich im luziden Träumen (das weckt mich leider meistens auf ;).

Mein Tip: Lege Dir ein Buch neben das Bett und schreibe abends rein, was Du tun willst, wenn Du in diesen Zustand kommst. Und schreibe morgens auf ob und wie Dir das gelungen ist. Wenn es nicht gelingt schreibe nicht auf wie schlimm es war, denn dadurch fokussierst Du Dich auf das unangehehme, sondern schreibe auf, was diesmal besser war als sonst, oder schreibe auf was Du Dir für den Zustand wünschen würdest.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Kommentar von leoniepeperoni ,

vielen dank für deine Antwort:)

das ist ein guter tipp das nächste mal probiere ich mich darauf einzulassen!

warst du deshalb schon mal beim Arzt? weißt du ob es eine schlaflähmung ist?:)

Kommentar von hourriyah29 ,

Hallo Leonie,

ich kenne mich beruflich und aus privatem Interesse sehr gut mit dem Thema Schlaf, Schlafstörung und Träume aus ;)

LG, Hourriyah

Kommentar von leoniepeperoni ,

also bist du dir sicher dass es eine schlaflöhmung ist oder ist es was anderes? :)

wenn du darauf eine antwort hättest würdest du mir sehr damit helfen :)

Kommentar von hourriyah29 ,

So wie Du es beschreibst hattest Du am Anfang "nur" eine Schlaflähmung und dann sind wohl noch Alpträume mit dem Thema Schlafähmung dazu gekommen. Das ist normal, denn man träumt häufig über das, was einen tagsüber emotional beschäftigt.

Es wird Dir helfen, wenn Du Dir bewust machst, dass dieser Zustand etwas völlig normales ist das Dir nicht schadet. Im Gegenteil man kann diese Erfahrung geniesen lernen. Vielleicht magst Du Dir für den Zustand einen eigenen Namen ausdenken z.B. "das Schweben" oder "das Treiben" o.ä aber einen positiven ;)

Und wenn Du drin bist denkst Du Dir "Oha, jetzt bin ich mal wieder in ..., Hourriyah geniest.... vielleicht kann ich es auch geniesen..."

Es könnte auch helfen, wenn Du tagsüber mit ähnlichen Zuständen übst z.B. durch Meditation, Selbsthypnose, Autogenes Training oder Körperreisen. Gute Anleitungen findet man auf Youtube (z.B. von Veit Lindau) oder bei Amazon (z.B. von Eberwein oder Hypnosynchron). Achtung nichts blind ausprobieren!!! Immer vorher informieren wer der Verfasser ist und welche Absichten er hat und welche Erfahrungen andere Menschen mit dieser Anleitung hatten. Ich persönliche höre alle solchen Anleitungen erst einmal im Wachbewustsein und prüfe sie kritisch ;)

Antwort
von Ginalolofrigida, 12

Über die Antwort von Hourriyah ist gut nachzudenken.

Wie schon geschrieben, der Zustand an sich ist "normal", d. h. üblich, wenn der Geist verschiedene Ebenen (Dichten) der Wahrnehmung passiert. Die meisten Menschen durchschreiten die Wachwerdung oder den Wechsel der Traumszenen unbewusst, bei dir hat sich dein Ego (Wachbewusstsein) dazugeschaltet. Vielleicht magst du in dein Leben etwas Erdendes einbauen. Das sind Tätigkeiten, für die man an einer Stelle ausharrt, und zwar in freudvoller Haltung ;-) Wenn Sex für dich nicht dazu zählt, gebe es noch: Gartenarbeit, Backen, Ballet (intensive Körperarbeit). Vielleicht fallen dir auch andere dazu ein, diese sind mir bekannt.

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