Frage von sweetgirl42, 21

Schließung des Atomkraftwerks in Tschernobyl?

Hallo Leute, also, meine Frage: wie kann es sein dass der letzte Block 3, des Kernkraftwerks in Tschernobyl noch so viele Jahre nach dem Unfall (super-GAU) in Betrieb war? Durfte man nicht eigentlich gar nicht mehr in die nähe des Kraftwerks? ich würde mich sehr über sinnvolle Beiträge freuen:) Lg, Hanna

Antwort
von BurkeUndCo, 21

1. Stromerzeugzung bringt viel Geld.

2. Die weiter verwendeten Kraftwerksblöcke waren ja nicht defekt.

3. Ersatzkraftwerke sind nicht so leicht zu bekommen.

4. So hoch, wie bei uns immer behauptet, war die Radioaktivität eben doch nicht.
Im defekten Kraftwerksblock und dessen direkter Umgebung natürlich mehr als gefährlich, da sind dann auch einige Leute gestorben. Aber schon in der näheren Umgebung deutlich geringer.
Und mit der entsprechenden Schutzausrüstung war der Betrieb der andeeren Blöcke schon machbar.

.

Ob es sinnvoll und psychologisch effektiv war, das ist eine völlig andere Frage. Da es aber in Rusland immer noch keine echte Demokratie gibt, gibt es auch keine Kritik an diesem Vorgehen.

Kommentar von 1989Kriss ,

Nur das damals die Feuerwehrleute am laufenden Band umgekippt sind.
und übrigens sind die  Liquidatoren auch zum größten Teil gestorben trotz Schutzausrüstung.
So viel dazu.



Kommentar von BurkeUndCo ,

Gutes Argument - das kann man bei uns in der Presse häufig lesen und in den Fernsehsendungen auch häufig lesen.

Nur, wo sind die Beweise dafür?

Der Großteil der Liquidatoren ist wirklich gestorben, aber wieviele waren das? 10, 20 oder sogar 30?

Mir ist bekannt dass knapp 100 Tote als direkte Folge der Verstrahlung von Tschernobyl wirklich anerkannt sind. Und da gehören das Team der Feuerwehrleute, Liquidatoren und Hubschrauberpiloten dazu.

Ein Teil dieser Toten hätte gerettet werden können, wenn man bei der Suche nach Sendern für Knochenmarkstransplatationen (ja die betzroffenen waren verstrahlt und ihr eigenes Imunsystem definitiv am Ende) etwas mehr zeit verwendet und nicht gleich panisch gehjandelt hätte.

Aber die große Anzahl der Toten, die bei uns immer disdkutiert wird, ist definitiv frei erfunden.

.

Und nein, es ist auch keine Vertuschung durch die Russen. Denn in der Zeit nach dem Kernkraftswerk-Unglück gab es internationale Hilfsaktioneen, und da hätten die Russsen sogar mehr Hilfe bekommen, wenn sie größere Verluste hätten vorweisen können.

.

.

.

Bevor jetzt gleich der Vorwurf der Verharmlosung kommt:

Natürlich sind an Tschernobyl mittlerweile einige zig-1000 Leute gestorben, aber nicht vor Ort, sondern eher europaweit. Denn jede zusätzliche Strahlung verursacht statistische Schäden am menschlichen Gewebe und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Krebs. Also ähnlich wie Rauchen, Dieselabgase von Autos, und ...

Nur die Kernkraftstypischen Krebsfälle, die in großer Menge erwartet wurden, konkret Leukämie, die wurden nicht in der erwarteten Menge beobachtet.

Kommentar von 1989Kriss ,

Man kann zu den Toten nichts genau sagen hatte ich in einer Dokumentation gehört.
Nachher sagt man irgendwas falsches.
Warum zählt man nicht die Gräber alle nach.
Dann weiß man wenigstens wie viele Tote es gab.
Komisch finde ich nur das Anfangs nichts von einer Explosion geschweige denn einer Explosion eines Reaktors erwähnt wurde.
Das hatte mal  Michail Sergejewitsch Gorbatschow in einer Doku Sendung gesagt.
Die waren sich den Ausmaßen gar nicht bewusst.
Das Zeug ist sogar bis Amerika gekommen und das ist schon erstaunlich.
Von Fukushima haben wir in Deutschland ja nichts gemerkt.
Die haben noch original Aufnahmen wo die Feuerwehrarbeiter stark verstrahlt waren.
Und die waren schon krass verstrahlt.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Deine Fragestellung ist richtig: Warum zählt man nicht einfach die Gräber ab.

Genau das hat man getan und der Vortrag, in dem ich darüber hörte, ist zwar schon einige Jahre her - wer interessioert sich heute noch ernsthaft für Tschernobyl -, so dass ioch mich nicht mehtr genau erinnere, aber die Zahl war wirklich verblüffend klein: Irgendwo zwischen 30 und 50 -also deutlich weniger als 100 und von Tausenden definitiv keine Rede.

Das waren die Zahlen der direkt Verstrahlten, die entweder noch vor Ort oder innerhalb der ersten paar Jahre (auch damals  - bei dem Vortrag - war Tschernobyl schon mehr als 10 Jahre her) starben und eindeutig dem Unfall zugeordnet werden konnten.

Aber - wie ich schon oben geschrieben habe - so einfach ist es eben nicht. Wer kann schon genau die Todeszahlen durch Rauchen bestimmen? Selbst bei den Lungenkrebstoten gibt es welche, die nie geraucht haben, so dass auch diese Todesart nicht eindeutig dem Rauchen zugeordnet werden kann. Von den Millionen Rauchern, die wegen dem Nikotin früher als ohne an Herzinfarkt oder Kreislaufschwäche sterben, da kann es nuir mehr oder weniger grobe Schätzungen geben.

Und genauso ist es auch bei Tschernobyl. Die Strahlung in ganz Europa war mehr oder weniger stark erhöht. Das führt dann zu mehr oder weniger vielen Genmutatzionwen, von denen eine gewissse (unbekannte) Anzahl zu irgendeiner Form von Krebs und damit zum Tod führt. Wieviele Jahre diese Person - die ja ihrerseits auch nicht eineindeutig Tschernobyl zugeordnet werden kann - ohne diesen Krebs länger gelebt hätte, das wird keiner genau sagen können.

Insgesamt schätze ich (aber das ist eher ein persönliches Gefühl als fundierte Wissenschaft) diese "indirekten" Toten schon auf mehrere Zig- bis 100-Tausend. Aber das ist wirklich so ähnlich wie die Todeszahlen durch die Stickoxide, die von Dieselautos abgegeben werden, und zwar nur der Anteil, der oberhalb der zulässigen Abgasnorm liegt.  Daran sterben pro Jahr in Deutschland sicher mehr Personen als an echten Unfällen im Straßenverkehr, aber während man die Toten und Verletzten im Straßenverkehr zählen kann, tut man sich bei der anderen Gruppe wirklich schwer.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Nicht alles was man nicht kennt ist verblüffend:

Das Zeug ist sogar bis Amerika gekommen und das ist schon erstaunlich.

Sobald der Dreck (das sind auch mikroskopisch kleine Staubkörner) mal entsprechend hovch in der Atmosphäre gekommen ist, wird er auch sehr weit verteilt.

Wenn es in Indonesien einen Vulkanausbruch gibt, dann haben wir in Deutschland ein paar Jahre lang schönere Sonnenuntergänge, weil der Staub in der Atmosphäre dazu führt, dass das blaue Licht der Sonne stärker abgeschwächt wird.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community