Frage von XxXxXxXxXy, 90

Schlechtes Verhältnis zu Mutter?

Hey, ich weiß dass ist hier kein kummerkasten, ich bräuchte nur mal ein paar Tipps! ;)

Ich (w,18) habe ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter schon seit ich in die Pubertät kam. :/

Meine Mutter ist eine äußerst egoistische Person auf eine seltsame Art und weiße, sie ist nicht eingebildet und achtet nicht auf ihr Äußeres (wie man vllt denkt), nein sie ist sehr rechthaberisch, aggressiv und nur ihre Meinung ist richtig.

Ich bin sehr selbstbewusst, achte im ggs der Rest meiner Familie auf mein Äußeres, bin offen, aber nicht so rechthaberisch und ich bin ein Mensch, der es nicht leiden kann, wenn man "Familie" im Prinzip vortäuscht...

Früher war ich sehr sehr schüchtern, mit 15,16 würde ich immer selbstbewusster (was in meinem Freundeskreis ect nur positiv wahrgenommen wurde), mit meiner Mutter krache ich seitdem immer wieder aneinander, ungefähr einmal pro Woche richtig. Es sind jedesmal total banale sachen, weil ich zB vergesse die Klotüre zuzumachen...

Meine Mutter macht mir (und meiner Schwester und meinem Vater, die sich genervt von ihr sind) nur Vorwürfe, redet auch vor anderen Leuten mit uns in einem sehr unverschämten verletzenden Ton. :/

Andererseits kommt meine Mutter immer zu mir wenn Sie Problem hat ect und schätzt meine Meinung in manchen Dingen... Seltsamerweise werde ich von ihr immer als das "Problem" der Familie beschrieben, wenn sie von mir erzählt...

Das komische ist, dass das sowohl mein Vater überhaupt nicht so sieht (meine Schwester ist eher ein Problem, aber das ist eine andere Geschichte) und auch bei Verwandten bin ich die am liebsten gesehene und geschätzte (haben sie mir selbst oft genug gesagt) und sie finden meine Mutter genauso wie ich es oben beschrieben habe...:/

Ich ziehe nun im August/September aus, ich habe iwie Angst dass der Draht zu meiner Mutter dann ganz abreist, da sie eh schon viel lieber meine kleine Schwester mag und das auch ziemlich zeigt... :(

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fortuna1234, 47

Hi,

Familie kann man sich nicht aussuchen. Du kannst nur über den Ganzen stehen. Sie reden von dir als schwarzes Schaf? Du weißt es besser, also ignoriere es. Deine Mutter kommt mit ihren Problemen zu dir? Sag ihr, dass du ihr nur zuhörst wenn es auch ein Geben und Nehmen ist. Bei Freunden würdest du es genauso machen.

Ich würde mit meinen Eltern ständig aneinander geraten, wenn ich es zulassen würde. Themen wie Politik, Religion, Lebenseinstellungen oder ähnliches lass ich es raus. Wenn das Thema aufkommt, lasse ich mich nicht darauf ein oder entziehe mich der Situation. Mit 16-18 habe ich es immer darauf ankommen lassen. Heute bin ich klüger und entziehe mich und versuche sie erst gar nicht zu überzeugen, dass ihre Ansichten verletztend sind.

Ich denke das Verhältnis wird nach dem Auszug anders. Ob besser oder schlechter wird sich zeigen. Bei mir wurde es besser.

Für Familie und Familengefühl muss jeder mitmachen. Wenn das nicht passiert, dann ist es eben so. Dass Eltern Lieblingskinder wollen viele nicht wahrhaben, aber natürlich kann das so sein. Da kannst du dann auch wenig machen.

Akzeptiere es so wie es ist. Wenn du nicht schon längst mal mit ihr geredet hast, dann sprich es jetzt aus. Erwarte aber nichts.

Vielleicht ändert sich deine Mutter noch, vielleicht nicht.

Antwort
von tricolora, 33

Oft ist das vermeintliche Lieblingskind auch einfach nur dasjenige, das dem Elternteil, der es scheinbar als Lieblingskind bevorzugt am ähnlichsten ist (charakterlich) oder, das, welches dem Elternteil am meinsten nach dem Mund redet oder dieselben Ansichten übernimmt bzw. teilt. Und im Gegensatz dazu ist das kritisierte, vermeintliche "schwarze Schaf" der Familie das Kind, das man am meisten als Konkurrenz sieht, etwa, weil es zu "neuen Ufern" aufbricht, die den Erfahrungshorizont des Elternteils übersteigen, Dinge tun kann/sich leisten kann, um die das Elternteil das Kind innerlich beneidet, da das Elternteil selbst nicht die Möglichkeiten oder den Mut dazu hatte, im Alter des "Schwarzen-Schaf-Kindes"  ähnliches zu tun bzw. zu erleben. 

Außerdem könnte es auch sein, dass Deine kleine Schwester vielleicht noch nicht in der Pubertät und daher (noch) lieb und brav ist, ein Quell der Freude, während Du eben "Dich verselbständigend" aneckst.

Oder Deine kleine Schwester hat einfach den Nesthäkchen-Bonus.

Antwort
von MightyM01, 40

ich habe da eher das Gegenteil beobachtet.

wenn du ausgezogen bist geht ihr euch nicht mehr jeden Tag auf den Sack und euer Verhältnis kann sich entspannen und wieder besser werden.

Kommentar von Tremswaldi ,

Jepp, habe ich auch festgestellt.

                       "Distanz schafft Nähe"

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