kiramarie am 20.05.2007 um 15:49 Uhr
Meine 4 Kinder sind alle keine Mathe-Genie´s,ist eigentlich ihr schwächstes Fach.Dagegen sind sie in Deutsch u.Englich gut. Ist so etwas vererbbar?Auch ich war in Mathe schlecht,meine Mutter ebenfalls u.deren Mutter wiederrum auch.Uns fehlt da einfach die Logik.Schon beim einfachen bruchrechnen muss ich leider passen. Wie kann ich meine Kinder trotzdem fördern ohne gleich teuere Nachhilfe in Anspruch zu nehmen? Dazu kommt noch das mein 11-jähriger ADHS hat u.sich sehr schwer speziell bei Mathe konzentrieren kann.Da macht ihm auch gerade bei Klassenarbeiten der Faktor Zeit zu schaffen.War kann mir Tipps geben?
Ich meine auch, dass es mit an den Genen liegt. Allerdings denke ich, dass man vieles mit Fleiß ausgleichen kann. Andere haben dafür z.B. bei Sprachen eher ein Problem.
Aber noch ein anderes Problem spielt dabei eine Rolle: Die Angst vor Mathe!
Ich habe oft Nachhilfe gegeben und dabei die Erfahrung gemacht, dass ich halb gewonnen hatte, wenn ich den Kindern die Angst vor Mathe nehmen konnte. Erzähl den Kindern blooooß nicht, Mathe sei schwer! Das stimmt nicht! Mathe ist nur anders als andere Fächer.
Glauben, Deine Kinder (oder Du), sie könnten nicht logisch denken? Beweise ihnen das Gegenteil. Wir kämen wohl kaum klar, wenn wir nicht logisch denken könnten! Z.B. haben Deine Kinder wahrscheinlich keine Probleme, sich zu überlegen, wann sie morgens aufstehen müssen, um rechtzeitig zum Unterricht zu kommen. Das ist auch nichts anderes als Logik!
Bei ganz vielen Dingen überlegen wir und wenden Logik an, ohne dass es uns bewusst ist.
Ein weiterer Punkt: Nimm nach Möglichkeit den Kindern die Angst vor Mathe-Arbeiten. Auf keinen Fall für eine schlechte Note bestrafen!!!
Bestimmt lösen sie die eine oder andere Aufgabe richtig. Lobe sie dafür!
Vor einer Arbeit lege ihnen ans Herz, dass es völlig egal ist, welche Note dabei rauskommt!
Sie sollen einfach ganz in Ruhe die Aufgaben so gut rechnen wie sie können. Kommen sie mit einer Aufgabe nicht klar, sollen sie die nächste versuchen. Wichtig ist natürlich, dass dann zu Hause (oder sonst wo) nachbereitet wird.
Noch was: Es gibt kindgerechte Lernsoftware, die oft Lehrstoff spielerisch präsentiert! So könnte es den Kindern Spaß machen. In jedem Fall sind veranschaulichungen gut. Z.B. beim Teilen kann man tatsächlich ein Blatt Papier entsprechend der Aufgabe schneiden (oder einen Kuchen - das ist dann die leckere Variante.)
Probiere viel aus mit Deinen Kindern und beobachte genau, bei welcher Lernmethode sie den meisten Spaß und Erfolg haben. Es gibt verschiedene Lerntypen - es gilt den Deiner Kinder zu bestimmen und ihnen den Stoff entsprechend zu präsentieren.
Sprich dazu auch mit den Lehrern (nicht nur mit dem Mathe-Lehrer). Die machen auch ihre Beobachtungen, die für Dich und die Kinder wertvoll sein können.
Gruß wiele
ich glaube schon, dass so etwas in den genen liegt. ich bin auch eine mathe-null, meine tochter auch. mein mann war ein mathe-ass, mein sohn auch. also, du kannst immer nur üben, üben mit den kleinen. an den meisten schule gibt es aber schon gute nachhilfekreise, wo die schüler in ihren schwachen fächern kostenlos gefördert werden.
Es kann sich dabei um eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie handeln, vergleichbar mit einer Legasthenie. Näheres findest du unter www.legasthenie.net, dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Auf eine Dyskalkulie kann getestet werden und es gibt spezielle Therapeuten dafür. Normales Üben nützt dabei nichts. Es ist vererbbar.
Ich weiß nicht, ob sowas vererbbar ist. Meine Eltern und ich sind gut in Mathe, meine Schwestern und die Großeltern eher nicht. Malen und Basteln födern das abstrakte und logische Denken, was ja bei Mathe benötigt wird. Und es gibt gute Spiele, die Kindern von klein auf die Welt der Zahlen begreiflich machen.
Also, um das mal mal neurologisch zu betrachten liegt das,wie ganz richtig erkannt wurde, an den Genen.Nur mit dem Unterschied den Genen zwischen Mann und Frau.Es gibt Ausnahmen selstverständlich.Aber rein statistisch gesehen sind der größere Teil der Menschheit,Männer das Mathegenie.Frauen haben im Gegensatz zu Männer einfach nur eine längere Leitung bis sie dahinter kommen, wie das logische mathmatische Verständnis funktioniert.Aber einmal kappiert sind die Frauen die besseren in der Wissenschaft,da sie mehr Geduld haben, um an Problemlösungen heranzugehen.Man kann die Fähigkeit,ob man eine mathmatisches Verständnis hat durch einen IQ-Test testen lassen.Auch bei Kindern bereits.
kiramarie am 22. Mai 2007 18:39 Wusste ich es doch:-),also brauchen wir Mädels einfach nur längere Mathestunden! Spaß beiseite, danke für deine Antwort. Mein Sohn um den es hier geht, ist wohl letztes Jahr einmal getestet worden, sein IQ war auch für sein Alter relativ hoch,also zumindest höher als bei gleichaltrigen.Muß ich mir nochmal raussuchen u.genau durchlesen. Danke dir

die genetischen anlagen spielen sicher eine rolle, aber mit fleiß und guten lehrern kann man schon einiges erreichen. mathe hat natürlich grundsätzlich mit verstehen zu tun, daher wäre es notwendig, die materie sehr gut und mit beispielen erklärt zu bekommen, um sie verstehen zu können. denn auswendiglernen hilft hier nur sehr begrenzt.
Tolle Antwort, kann ich nur bestätigen!
Vielen Dank für deine Antwort.Viele deiner Tipps beherzige ich auch.So braucht keines meiner Kinder Angst zu haben, mit einer schlechten Note nach Hause zu kommen.Natürlich üben wir auch viel.So sind wir das ganze Wochenende den aktuellen Stoff durchgegangen,da die Woche eine Mathearbeit ansteht.Das Thema:rechnen mit Maßeinheiten,Geld,zeit,Gewichten.Das sitzt jetzt auch,aber bei einer Aufgabe musste multipliziert u.bei einer anderen dividiert werden.Und da musste ich dann zu meinem Erschrecken feststellen,das mein 11-jähriger völlig vergessen hatte, wie man das schriftlich macht.Auch konnte er auf einmal nicht mehr mehrere Zahlen untereinander subtrahieren,sondern rechnete dies im Kopf.Dabei hatten wir diese Dinge schon bis zum erbrechen vor einiger Zeit geübt.Er hat es einfach wieder vergessen.Es ist zum verzweifeln.
Vielleicht ist es gut, wichtige Dinge - auch wenn sie in der Schule gerade nicht Thema sind - ab und zu ganz kurz zu wiederholen. Schriftlich Dividieren etc. ist ja Grundhandwerkszeug.
Vielleicht könnte es Dir helfen, wenn Du ein kleines "Lerntagebuch" führst, in das Du Dir kurze Notizen machst, was wann bei welchem Kind in der Schule dran war, bzw. wann ihr zu Hause was geübt habt.
Du scheinst ja öfter am Rechner zu sein. Vielleicht kannst Du eine Excel-Datei pflegen. Das hätte den Vorteil, dass Du Dir dann sehr schnell einen Überblick verschaffen kannst, was bei wem in welchem Fach dran war und was Ihr wann wiederholt habt. Hältst Du das für praktikabel oder für zu viel Aufwand bzw. zu geringen Nutzen?
Gruß wiele
Die Idee ist klasse. Eine Excel-Datei weiß ich wohl nicht,ob ich das hinkriege. Werde mir ein kleines Buch anlegen.Danke für den Tipp