Frage von sk2905, 82

Schlecht fühlen durch Verspannungen?

Hallo zusammen,

derzeit befinde ich mich teilstationär in einer Tagesklinik in Behandlung aufgrund von ausgeprägten Ängsten und Depressionen. Seit nunmehr 1 1/2 Wochen aber fühle ich mich von Tag zu Tag schlechter. Ich fühle mich körperlich wie ein Wrack wodurch mir dann der Mut fehlt weiter an meinen Ängsten zu arbeiten und immer mehr den Kopf hängen lasse. Vorletzte Woche Donnerstag fühlte ich mich richtig gut. Ich bin nach Therapieschluss ins Einkaufzentrum gefahren und war dort so entspannt wie Ewigkeiten nicht mehr und war total stolz auf mich. Doch ab dem nächsten Tag ging es nur noch bergab, bis heute. Fühle mich wie gesagt von Tag zu Tag schlechter. Habe ständige Kopfschmerzen, sowie Übelkeit, leichte Schmerzen/Ziehen zwischen Nacken und Schulter, bin Konzentrationslos und ständig wie benommen und nicht anwesend vom Kopf, ab und an ein Stechen im linken Unterarm, und generell einfach schlapp. Dementsprechend steigt leider auch wieder meine Bereitschaft zur Panik. Kann dies alles die Folge von Verspannungen sein? Oder sind das eher untypische Symptome dafür? In der Tagesklinik wird alles immer nur auf die Psyche geschoben. Achja, bevor ich es vergesse. Auch hat der Arzt mir Blut abgenommen. Doch im Blutbild war (zum Glück) alles in Ordnung.

Antwort
von herby1313, 41

Du fühlst dich nicht durch die Verspannung schlecht, sondern die Gedanken die dadurch ausgelöst werden. Diese Gedanken verursachen in weiterer Folge eine Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter, welche zu körperlichen "Problemen" führen und welche dich in Angst versetzen.

Dir sollte jemand das Grundprinzip von Angst erklären und was darauf hin im Körper passiert, all deine Symptome sind damit wunderbar erklärbar.

Durch deine Ängste produziert dein Körper viele Stoffe die im Normalzustand nicht in dieser Menge produziert werden und deine Überempfindlichkeit erklären. Hinzu kommt deine permanente innerliche Anspannung, der Körper arbeitet auf Hochtouren um die Stresshormone abzubauen du produzierst aber permanent neue und deshalb kommt er nicht zur Ruhe und deshalb fühlst du dich so schlapp, obwohl du nur rumliegst.

Die Angst und damit fast alle weiteren Probleme wie die innere Unruhe, Depressionen, körperliche Beschwerden kann man durch Training überwinden.

Da du schon einiges an Therapien hinter dir hast, weist du vermutlich selbst am Besten welches Training gemeint ist. Nur ab und an und auch nur dann wenn es dir besonders gut geht in das Einkaufszentrum zu fahren bringt nicht viel. Auch bringt es nichts eine Woche motiviert zu sein, brav zu üben um dann festzustellen, das es nicht besser wird.

Es wird nicht von heute auf morgen besser, wie viele Jahre hast du dein Gehirn schon auf diese Angst trainiert?, glaubst du dein Gehirn schafft es in 1-2 Wochen das wieder alles zu verlernen?, ich glaube nicht.

Dran bleiben, so schwer es fällt, besser jetzt eine Zeit lang durchbeißen und dann Ruhe haben, anstatt dieses Problem nie in den Griff zu bekommen.
Egal ob du glaubst das es dir gut geht oder nicht, du hast immer Recht.

Antwort
von amicelliassai, 53

Das ist normal, dass es einem erst schlechter geht. Wie ne Berg und Talfahrt, erst geht's hoch dann kommt n dickes tief und dann geht's wieder endgültig hoch... Ich war 5 Monate stationär in Einer Klinik, ich weiß wovon ich spreche....

Kommentar von sk2905 ,

Therapieerfahrung habe ich (leider) auch schon genug und kenne auch diese Berg-und Talfahrten zu genüge. Aber in einer solchen Intensität hatte ich das echt noch nie. Vor allem kriege ich immer wieder neue Symptome sie ich zuvor nie hatte. Habe Angst in der Klinik falsch  oder nicht verstanden zu werden

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