Frage von knnof2, 44

Schlaganfall im Gehirn, bleibende Schäden?

Mein Papa(63j.) hatte vor kurzem einen Schlaganfall im Gehirn, und muss jetzt im Kh bleiben. bleiben da jetzt Schäden? Er tut so als wäre es nicht schlimm.. ist es denn nicht so? Von meinem Freund, die Oma hatte einen Schlaganfall und ihre ganze Art hat sich komplett verändert, und sie kann jetzt nichts mehr alleine machen.. Ist oft verwirrt.. :/

Antwort
von Rockige, 31

Es kommt auf die Schwere des Schlaganfalls an, wie schnell geholfen werden konnte, wie die allgemeine gesundheitliche Verfassung des Betroffenen ist, welcher Bereich des Gehirns betroffen wurde.

Und dann kommts natürlich auch darauf an wie die anschließenden Therapien anschlagen. Also Ergotherapie, Logopädie.

Die Zeit danach wird sich ziehen. Mit Rückhalt durch die Familie schafft der Schlaganfallpatient es aber bestimmt. Zwar nur Schritt für Schritt (in kleinen Etappen), aber es wird.

Wichtig dabei scheint mir das einem Schlaganfallpatienten nach der Reha nach und nach seine Selbständigkeit wiedergegeben wird, überlassen wird. Also in den Alltag, in den Haushalt mit einbinden.

Alles weitere wird in den Unterlagen der Reha sicher stehen. Und als Angehöriger eines Schlaganfallpatienten gibts garantiert auch Anlaufstellen für Fragen.

(Meinem Vater ist es diesen Sommer passiert)

Kommentar von Treueste ,

Prima Antwort. Genau so sehe ich es auch. 

Kommentar von Rockige ,

ach noch etwas zu dem "Er tut so als wäre es nicht schlimm..." Ich nehme an das ist allgemein so seine Art? Bei meinem Vater war es schon immer so, egal wie es ihm ging - nach außen hin tat er immer so als wäre es nicht so heftig. So ists jetzt noch immer.

Oh und nur für den Fall der Fälle. Sei nicht zu irritiert wenn dein Vater das eine oder andere vergessen hat oder sich aktuell nicht daran erinnern kann, oder wenn er verschiedenes miteinander durcheinander bringt. Das ist keine Absicht von ihm. (Bei uns gab es letztens diese Situation)

Antwort
von Schokolinda, 19

ihr solltet jetzt dem vater NICHT beibiegen wollen, dass eventuell doch was zurückbleibt. falls das so sein sollte, kriegt er das wahrscheinlich selbst irgendwann mit - es braucht oft einfach zeit, bis man sich abfinden kann und im akutem stadium hat man mit fug und recht hoffnung auf besserung.

es gibt allerdings auch etwas, das anosognosie oder unawareness nett. das ist hirnorganisch begründet, d.h. ein symptom der erkrankung und da nützt mit dem betroffenen diskutieren nichts. das folgt auf schlaganfall in bestimmten gehirnregionen, nicht grundsätzlich auf jeden schlaganfall.

ihr solltet mit den ärzten sprechen, wie deren einschätzung ist.

auf jeden fall sollte dein vater in reha, auch wenn er es nicht für nötig hält. manche patienten lassen sich überreden und tun ihren kindern den gefallen- das kann man ja so formulieren "machs mir zu liebe, damit ich mir keine sorgen mache".

Antwort
von lilalillie, 44

Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Das kommt darauf wie stark der Anfall war, wie lange er gedauert und wie generell die Verfassung ist. Da rede am besten mit einem Arzt drüber. Er kann die Lage am besten einschätzen und deuten. Eine generelle Antwort gibt es hier leider nicht.

Antwort
von Nemesis900, 35

Kann man so pauschal leider nicht sagen. Aber wenn das ganze schnell genug behandelt wurde besteht eine gute Chance das das ganze ohne größere bleibende Schäden bleibt.

Antwort
von Treueste, 21

Hallo knnof2,

Schlaganfälle verlaufen nie gleich. Bei dem Einen ist er schlimmer, bei dem Anderen eben nicht. Es kommt auch stark darauf an, wie schnell jemand in das KRK gekommen ist.

Unterstützt euren Papa, der es ganz richtig macht. Es sieht dem Ganzen positiv entgegen. Dabei könnt ihr ihm helfen. Mitleid braucht er jetzt sicher am wenigsten.

Alles Gute für Deinen Papa

Antwort
von HellaMattoni, 25

Hatte vor Ewigkeiten dieses Thema mal besprochen gehabt. Ich meine das ein Schlaganfall,der schnellstmöglich behandelt wurde,kaum Schäden hinterlässt. Kann jetzt aber auch falsch liegen. (@.@)

Antwort
von DrillbitTaylor, 24

Es kommt darauf an, wie lange dem Gehirn die Sauerstoffzufuhr gefehlt hat. Evtl. Folgen kann nur der behandelnde Arzt prognostizieren.

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