Frage von ViKio, 48

Schlaganfall - Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient seine geistigen Fähigkeiten und Kapazitäten behält/wieder (vollständig) zurückerhält?

Hallo.

Ich bin bei dem Thema anscheinend nicht so gut im googeln, vielleicht kennt sich hier ja jemand aus. Nehmen wir an, ein Patient hatte einen Hirninfarkt, kommt innerhalb von einer Stunde (vorzugsweise weniger) ins Krankenhaus, wird entsprechend behandelt, erleidet allerdings Hirnbluten in der linken Gehirnhälfte, sodass eine Operation durchgeführt werden muss. Nehmen wir an, noch am Tag der OP wird ein Gerichtstermin vereinbart, um gewisse Regelungen bei den Angehörigen festzulegen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient ein Pflegefall wird, und wenn diese Wahrscheinlichkeit eintrifft, wird dies ein fortwährender, dauerhafter Zustand sein, oder besteht Hoffnung, dass sich der geistige Zustand, wie auch immer dieser sich ausdrückt, wieder in seinen Normalzustand vor dem Schlaganfall gelangt? Wenn diese besteht, wie lange kann so etwas dauern?

Ich habe keine Erfahrung mit solchen Angelegenheiten und muss diese zum ersten Mal bei einer wahnwitzig wichtigen Person erleben. In meinem Kopf pulsiert Schwärze und ich weiß nicht, wie ich mit ihr umgehen soll.

Danke.

Antwort
von michi57319, 20

Es gibt dazu keine standartisierte Antwort. Tut mir leid, daß du durch diese schwere Zeit gehen mußt.

Wir haben das mit meiner Oma durch.

Je nachdem, wie stark die Hirnregionen betroffen sind, kommt der Betroffene nach einem halben Jahr wieder auf die Beine, nur schlecht, oder auch gar nicht.

Da zählt das Wort der Ärzte, wobei auch diese nicht immer richtig liegen, was die Prognose betrifft. Es hängt auch ganz viel vom Willen des Betroffenen ab.

Den von dir beschriebenen Zustand hat eine Bekannte nicht überlebt.

Mach dir da lieber nicht allzu große Hoffnungen, daß derjenige wieder mit dir lachen und scherzen wird, wie es mal gewesen ist.

Das alles ist eine sehr große und einschneidende Zäsur im Leben derer, die dann völlig fassungslos und hilflos in dieser Situation stecken.

Ich wünsche dir Kraft, daß du damit zurecht kommen kannst. Daß du mit den anderen Familienmitgliedern zusammen eine Stärke entwickeln kannst, alles durchziehen zu können, was da jetzt auf euch zukommt.

Wenn du dir mal Luft machen möchtest, darfst du mich gerne anschreiben.

Herzliche Grüße, Michi

Antwort
von Rollerfreake, 15

Das kommt immer darauf an, welche Bereiche des Gehirns wie stark betroffen sind. Die Symptome und Folgeschäden sind demnach auch immer unterschiedlich stark ausgesprägt, bei manchen Patienten tritt eine komplette Halbseitenlähmung auf, bei anderen sind einzelne Extremitäten betroffen, teilweise sind auch ein hängender Mundwinkel und / oder ein hängendes Augenlied die einzigen Symptome, Sprachstörungen können ebenfalls auftreten. Abhängig vom betroffenen Hirnbereich können Schlaganfallpatienten auch bewusstlos sein, wenn der für das Bewusstsein zuständige Teil des Gehirns betroffen ist. Die meisten Schlaganfälle, ca. 80 Prozent sind auf einen Hirninfarkt, also die Verstopfung von einem Blutgefäß zurückzuführen, seltener ist eine Hirnblutung, also das Einreißen von Blutgefäßen im Gehirn die Ursache für einen Schlaganfall. 

Grundsätzlich kann man sagen, das die schwere der Folgeschäden vom betroffenen Gehirnbereich und von der Zeit abhängig ist, je schneller das Gefäß wieder geöffnet oder die Blutung gestillt wird, je schneller wird der betroffene Bereich wieder mit Sauerstoff versorgt und Hirnzellen so vor dem Absterben gerettet. 

Antwort
von Schokolinda, 10

das kann man aufgrund deiner angaben nicht beantworten.

es kommt vor, dass nach einem Schlaganfall der Patient für stunden, tage, Wochen durch den wind ist und wieder zu sich kommt. es kann auch sein, dass man darauf sitzen bleibt.

das muss man erst sehen und ausprobieren.

wichtig ist vor allem, dass die Person in Reha geht und sich neuropsychologisch untersuchen lässt.

Antwort
von Silmoo, 19

In Tierversuchen mit Primaten hat sich gezeigt, dass neurologische Schäden reversibel sind, wenn die Durchgängigkeit der mittleren Hirnschlagader innerhalb von 2 Stunden wieder hergestellt werden kann.

 Zwischen 2 und 6 Stunden sind zwar bleibende Schäden zu erwarten, aber es kann zu einer Teilrestitution (Teilwiederherstellung) kommen.

 Nach sechs Stunden der Okklusion kann sich das betroffene Hirngewebe gar nicht oder nur kaum davon erholen.

In 80 % der Fälle geht der Schlaganfall auf einen
Hirninfarkt zurück, in rund 15 % auf eine
Hirnblutung, d. h. auf einen Gefäßriss

Antwort
von nocheinnutzer, 23

Je eher ein Schlaganfall erkannt und behandelt wird, desto höher ist die Chance das der Patient wieder vollkommen gesund wird. Aber wie immer kommt das auf den Einzelfall an...

Antwort
von jogibaer, 14

Hirnblutungen kommen daher, dass die Adern nicht mehr genug stark, bezw, zu wenig flexibel sind. Habe gehört, dass OPC, ein natürlicher Stoff, da viel helfen könnte. Als Vorbeugung sehr empfehlenswert. War bei einem Vortrag von Robert Franz, welcher dieses Thema unter die Leute bringt.  Gib bei Google Robert Franz ein.


Antwort
von Mattea9983, 24

also ich kenn jemanden der mehrere kleine schlaganfälle hatte, die zuerst garnicht bemerkt wurden

am anfang konnte diese person sich werder selbst anziehen, noch waschen und musste gefüttert werden, wusste ihren namen,alter, namen der kinder usw nicht mehr

die körperlichen defizite weniger geworden, nur noch beim gehen sehr unsicher und fährt nicht mehr auto

die erinnerungen sind auch zurück, das verpeilte ist weg und es ist beinahe qie früher

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