Frage von Theo130170 19.08.2012

Schlafstörung durch Hormonmangel

  • Hilfreichste Antwort von FrauBee 19.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo Theo,

    ja, ein Ungleichgewicht im Östrogen-Progesteron-Haushalt könnte die Schlafstörungen schon verursachen. Das müßte aber durch eine Laboruntersuchung abgeklärt werden. Entweder aus dem Blutserum, besser noch durch einen Hormonspeicheltest.

    • Östrogen und Progesteron sind keine Antagonisten, sondern "arbeiten" zusammen, wobei aber das richtige Mengenverhältnis - abhängig z.B. vom Zyklustag und/oder vom Alter der Frau - eine Rolle spielt.
    • ein (relativ zum Progesteron) zu hoher Östrogenspiegel kann u.a. zu Schlafstörungen führen.
    • Progesteroncreme mit naturidentischem(!) Prog. ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Hier sollte man auch nicht auf eigene Faust dosieren, sondern in Zusammenarbeit mit einem Arzt/HP, der sich damit auskennt.

    Ich hoffe, Ihr bekommt Euren Arzt auf die Spur! ;)

  • Antwort von GS2000 20.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Estrogen und Progesteron sind keine Antagonisten.

    Sollten die Schlafstörungen hormoneller Natur und auf einen Estrogenmangel zurück zu führen sein, lässt sich das einfach Erklären und Prüfen: Estrogen hemmt den Abbau von Melantonin, welches für einen guten, gesunden Schlaf verantwortlich ist. Darum gibt es das Schlafhormon auch als Medikament (Circadin) für Frauen mit diesem Mangel in der Menopause. Ein [zu] hoher Esterogenspiegel führt eher zu Störungen, wie übermäßiges Schlafbedürfnis, Müdigkeit. Sicher kann man Hormone im Internet (u.a. pflanzlich gewonnene) bestellen, davon ist abzuraten, ebenso von einer Selbstmedikation.

    Rezeptfrei sind, egal welche Produkte welche Hormone enthalten, in Deutschland grundsätzlich nicht.

    Ich würde einen Arzt der bereits in der Spur ist deutlich bevorzugen, als einen der in diese gebracht werden muss. Denn Medikationen in diese Richtung bedürfen Fachwissen und viel Erfahrung, wie z.B. die Weiterbildung Gynäkologische Endokrinologie.

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