Frage von Anonym283, 65

Schlafstörung / Angstzustände?

Hallo,

seit über einem halben Jahr komme ich fast gar nicht mehr zum schlafen. Schon als kleines Kind bin ich immer aufgewacht, aufgrund von Alpträumen.

Seit einem halben Jahr aber Schlafe ich nur noch höchstens 3 Stunden die Nacht. Manchmal bin ich auch mehrere Tage hintereinander wach. Teilweise leidet meine Wahrnehmung dann auch darunter.

Ich fühle mich häufig verfolgt, und bin extrem Aufmerksam. Wenn ich aber meine Augen schließen, muss ich auf einen Sinn verzichten und das macht mich unruhig. Einschlafen bedeutet für mich Gefahr. Wenn ich doch mal kurz einnicke, dann nur so weit, bis ich kurz vor dem Tiefschlaf bin. Mein Körper zuckt zusammen und ich bin wieder hell wach.

Ich befinde mich in stationärer Therapie aber meine Therapeutin geht nicht darauf ein. Ich verstehe auch, dass man nicht alle Problemzonen ansprechen kann. Aber meine Konzentration ist komplett den Bach runter gegangen und ich brauch unbedingt wieder Ruhe.

Kennt jemand Tipps? Bringen Schlaftabletten etwas? Meine Therapeutin möchte mir keine verschreiben weil sie sagt dass ich (15) zu jung bin. Verständlich, aber alles andere hilft einfach nichts. (Beruhigungs-Tee, Sport, lesen, Entspannungspolitik Übungen oder Entspannungstherapie vorm schlafen etc..)

Lieben Gruß

Antwort
von gamine, 23

Schlaftabletten helfen nichts, weil sie die Ursache nicht beheben.

Ganz spontan denke ich folgendes: Wenn du die Augen schliesst, fehlt dir nicht ein Sinn, sondern der Sinn - den du für den wichtigsten hältst.

Versuche mal, deine anderen Sinne zu aktivieren und lerne ihnen vertrauen. Der Sehsinn ist der einzige, der nicht funktioniert, während wir schlafen. Deine anderen Sinne warnen dich im Schlaf, wenn etwas los ist. Aber vermutlich vertraust du ihnen nicht.

Mache viele Übungen mit verbundenen Augen. Riechen, Gerüche erkennen, Schmecken, lass dir von jemandem Essbares geben und versuche es zu erkennen.

Tasten, gib verschiedene Gegenstände und Materialien in einen Sack und erkenne sie. Du kannst mit verbundenen Augen sogar Farben wahrnehmen.

Nähere dich rückwärts einer Wand, einer Person oder einem Baum und versuche zu spüren, wie weit du davon entfernt bist.

Hier sind auch noch ein paar Übungen: http://www.zeitblueten.com/news/sinne-schaerfen/

Wenn du weiter suchst, findest du sicher noch ganz interessante Sachen. Alles Gute!

Antwort
von user8787, 8

Du befindest dich derzeit in Therapie. 

Das ist harte Arbeit, deine Therapeutin geht sicher oft an deine emotionalen Grenzen. Das du darauf so reagierst ist für mich vollkommen verständlich. 

Du be- und verarbeitest. Dieser Prozess wird eine ganze Weile dauern. 

Unangenehme Nebenwirkungen hierbei sind Schlaflosigkeit, Unruhe, Agressionen, Konzentrationsschwäche, vermehrte Panik und allg. Unwohlsein. 

Schlaftabletten helfen dir nicht, die zögern den Prozess nur ungünstig hinaus. 

Ich finde die Entscheidung deiner Therapeutin richtig. 

Sobald du in deiner Therapie vorankommst, Wege findest und erste Erfolge erlebst wird auch der Schlaf wiederkommen. 

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute. 

Antwort
von vonGizycki, 4

Grüß Dich Anonym283!

Da Du Dich in Therapie befindest, musst du dieses Problem mit der Therapeutin besprechen. Es ist ihre Pflicht zuzuhören und auf Dich einzugehen. Deswegen bist Du ja in Therapie.

Mache es bitte bei ihr dringlich, weil ich zu erkennen meine, das sich der Leidensdruck in Dir erhöht. 

Manchmal ist es sicher so, das es für eine längere Zeit nicht möglich ist, diesen Leidensdruck entscheidend zu mildern. Aber zumindest müsste die Therapeutin Trost spenden können und darauf verweisen, das es möglicherweise länger dauert, bis es Dir wieder besser geht.

Ich denke, Du solltest das alles so  ihr gegenüber, ohne Vorwürfe zu machen, klar formulieren.

Das hilft ihr in der Therapie. 

Schlaftabletten werden da nicht helfen und können sogar kontraindiziert sein,wie bereits von der Therapeutin erwähnt.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von LilWayn3, 17

Hey,

Kann ich gut nachvollziehen, zu schlafen heißt ja immer auch dass die Sinneswahrnehmung stark eingeschränkt ist und wenn man eh schon die Wahrnehmung hat, einer Gefahr ausgesetzt zu sein, kann es gut zu Schlafstörungen kommen.

Das hört sich nach nem ziemlichen Teufelskreis an, deine schlechte psychische Verfassung verursacht die Schlafprobleme, die wiederum die Therapie erschweren und deine Psyche auch am Tag negativ beeinflussen.

Deine Therapeutin will diesen Teufelskreis wohl durch die Therapie durchbrechen bzw. wenn du stationär bist, nimmst du ja wahrscheinlich auch Medikamente ein, oder?

Wenn die Therapie hilft und du dich am Tag wohler fühlst, nehmen bestimmt auch deine Schlafprobleme mit der Zeit ab, das kann aber ne Zeit dauern. Ob es sinnvoll wäre, beim Schlaf medikamentös nachzuhelfen, kann ich als Nicht-Arzt   leider nicht beantworten.

Alles Gute, ich hoffe es geht dir bald besser! <3

Kommentar von LilWayn3 ,

Edit: habe mir gerade die Antwort von gamine durchgelesen, die Sinneswahrnehmung ist im Schlaf wohl gar nicht so stark eingeschränkt :)

Antwort
von Cola80, 20

Mir hilft Lasea. Kriegst in der Apotheke. Schlaftabletten sind eh Schrott. Die machen meistens den ganzen nächsten Tag müde. Quetiapin will sie Dir nicht geben?

Antwort
von laradenise1509, 28

Hey,

Ich hab ne freundin,die auch schlafprobleme und angstzustände hatte.Sie ist zum Arzt gegangen,der hat ihr so Tabletten verschrieben jetzt kann sie in ruhe schlafen .Sie ist 13

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