Frage von fragerhochzehn9, 113

In welcher Schlacht im dreißigjährigen Krieg gab es meisten Toten?

In welcher Schlacht im 30-jährigen Krieg gab es die meisten Toten?

Antwort
von chog77, 61

Die meisten Toten gab es nicht durch die Schlachten - sondern durch Hunger und Seuchen.

Aber wenn du schon Gräuel wissen willst:

- "Magdeburger Hochzeit" 20-24 Mai 1631 - bei der Eroberung Magdeburgs und dem daraufhin folgenden Massaker gab es ca. 20 000 Tote auf Mageburger Seite, Verluste auf Seiten der Kaiserlichen unter Tilly und Pappenheim nicht eingerechnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburger\_Hochzeit

Kommentar von fragerhochzehn9 ,

Danke!!!!

So etwas bringt mich weiter!!!!

Hab mir auch schon errechnet wie viele im gesamten Krieg gefallen sind: Die Städte Berlin, Hamburg, München und Nürnberg zusammen!

Kommentar von chog77 ,

Außerdem verlustreich waren:

- die Belagerung von Nördlingen und die Schlacht bei Nördlingen,

- die Belagerung von Breisach

Hier sind die wichtigsten Schlachten des 30 jährigen Krieges aufgelistet - musst dich halt durchklicken und lesen

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Schlacht\_des\_Dreißigjährigen\_Kriegs

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Geschichte, 50

Vielleicht hilft dir das hier:

http://www.dreissigjähriger-krieg.de/opfer.html

Was die Schlachten betrifft, so brauchst du nur die hier aufgeführten Seiten zu den Schlachten öffnen, die Verluste in eine Tabelle übertragen und dann absteigend sortieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Schlacht_des_Drei%C3%9Figj%C3%A4hrigen_K...

Kommentar von fragerhochzehn9 ,

cool danke

Kommentar von fragerhochzehn9 ,

Kann ich leider aber irgendwie nicht öffnen

hab aber schon viel gefunden!!!:

Der 30-jährige Krieg

1. Gründe
a)
Religiöse Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken.
(Katholischer Glaube gegen ev. Glaube.)
b) Machtansprüche,
Besitzansprüche, Selbständigkeitsstreben von Fürsten und Adligen.

Kaisermacht gegen Selbständigkeit der Fürsten.
Hausmacht
der Habsburger mit Spanien gegen Frankreich.

2.
Endgültiger auslöser des Krieges
"Der
Fenstersturz von Prag" 23 Mai 1618

3. Verlauf des
30 jährigen Krieges
a) Der böhmische Krieg
(1618-1620):
Friedrich von der Pfalz wurde von Herzog Maximilian
und Tilly, dem Feldherrn der Liga, besiegt. Kaiser Ferdinand ließ
nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag 27 böhmische Adlige in
Prag öffentlich hinrichten. Rund die Hälfte des Grundbesitzes in
Böhmen und Mähren wurde eingezogen und kaisertreuen Katholiken
übergeben.

b) Der pfälzische Krieg (1621-1623):
Unter
Tilly eroberten die Truppen der Liga die Pfalz. Da der Friedrich von
der Pfalz sich nicht dem Kaiser unterwarf, wurde er als Kurfürst
abgesetzt.

c) Der dänische Krieg (1625-1630):
Der
protestantische, dänische König marschierte nach Norddeutschland.
Tilly besiegte ihn in der Nähe von Goslar. Wallenstein, ein anderer
Feldherr der Liga , eroberte ganz Norddeutschland für den Kaiser. Er
verfolgte die Dänen bis zur Ostsee, konnte aber die befestigte Stadt
Stralsund nicht einnehmen.

d) Der schwedische Krieg
(1630-1635):
Um die evangelische Sache stand es um 1630 sehr
schlecht. Deswegen landete der protestantische König von Schweden
Gustav Adolf in Norddeutschland. Er fürchtete, daß Wallenstein im
Ostseeraum zu mächtig werden könnte.G ustav Adolf drang über
Sachsen siegreich bis nach Bayern vor und zog sich dann wieder nach
Sachsen zurück . Hier fand er in der für ihn siegreichen Schlacht
bei Lützen den Tod.

e) Der französische Krieg (1636-1648):

Das katholische Frankreich griff auf der Seite der
protestantischen Schweden in den Krieg ein. Sein Ziel war es, Kaiser
Ferdinand so zu schwächen, daß der französische König sich selber
zum Herrn aller Katholiken und katholischen Fürsten machen konnte,
um damit zum mächtigsten Herrscher in Europa zu werden.

4.BeteiligteProtestanten
(evangelisch) gegeneinander Katholiken
- Friedrich von der Pfalz-
ev. Fürsten- Gustav Adolf(König von Schweden)- Union- König von
Frankreich- König von Dänemark <----Schutzbünde----> -
Kaiser Ferdinand - Maximilian von Bayern- Wallenstein u. Tilly
=Generale - Liga - Spanischer König (Haus Habsburg) - Katholische
Fürsten und Bischöfe Tod Wallensteins: 25. Februar 1634 .
Wallenstein, läßt Kriegsgefangene frei, deshalb wird er von seinen
eigenen Leuten

(kath. Hauptmann) als
Verräter bezeichnet und mit der Hellebarde ermordet. Der Kaiser war
damit einverstanden.

5. Ende und Resultate des
30.jährigen Krieges
1.) 15. Mai 1648 Niederlande frei von
Spanien und
2.) 24 Oktober 1648 "Westfälischer Friede"
in Münster. Dieser Friede kam nach 5 Verhandlungsjahren zustande
(Verhandlungsorte waren: Münster und Osnabrück) Dieser
Friedensvertrag beinhaltete sogar eine europäische
Friedensverordnung. Die Ziele der Friedensverhandlungen, nämlich:

a) Gleichgewicht zwischen den europäischen Mächten,
b) das
Verhältnis zwischen dem Kaiser und den deutschen Fürsten, und
c)
die Religionsfrage

wurden erreicht
Die Macht des DR wurde
weniger, Frankreichs Machteinfluß dagegen größer. Die Stellung der
Fürsten im Reich wird stark, sie werden politisch völlig
selbstständig damit zerfällt das DR in über 300 Einzelstaaten
.
Die Religionsfrage wurde folgendermaßen gelöst:
- Die
beiden Religionen sind gleichberechtigt
- Der Landesherr bestimmt
in seinem Land die Religion. Andersgläubige dürfen auswandern

Gebietsveränderungen:
- Freie Länder werden die
Niederlande und die Schweiz.
- Frankreich bekommt Teile des Elsaß
und Städte in Lothringen (dies führt später zu weiteren
Auseinandersetzungen)
- Schweden bekommt Teile von Vorpommern
(Küstengebiete der Ostsee)

Gewinner: die Fürsten,
Frankreich, Schweden
Verlierer: der Kaiser (das Haus Habsburger),
das Deutsche Reich, das Volk

Albrecht von Wallenstein führt das System der
Kontributionen ein, um seine Armee zu finanzieren. Das heißt:
Wallenstein erhebt eine Kriegssteuer. Die Bewohner des
Territoriums, in dem sich die Armee gerade befindet, müssen für
ihre Finanzierung sorgen.

Anhang

Kaiser Ferdinand II. und Herzog (später Kurfüst)
Maximilian von Bayern haben den Krieg in Gang gesetzt und dafür
gesorgt, dass er nicht auf Böhmen beschränkt blieb.

Alle Kriegsgegner bemühten sich um ausländische
Bündnispartner, um entweder finanzielle Hilfen oder militärische
Unterstützung zu erlangen. Der Krieg europäisierte sich, auch wenn
der Hauptkriegsschauplatz das Heilige Römische Reich blieb.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Während dieses Krieges wurden manche Menschen zu Kannibalen.
Die Gegend, in der ich lebe, war mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges nicht richtig wieder aufgebaut, weil es zu wenige Menschen gab, die wussten, wie das geht. Das ist ein zeitlicher Abstand wie von jetzt zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Kommentar von fragerhochzehn9 ,

Wenn man sich das auch mal Vorstellt...

Wäre der Krieg zu Dieser Zeit gewesen und die Opfer nur aus Berlin, München , Hamburg und Nürnberg, dann wären diese Städte jetzt leer...

Es sind damals 7 Mio Menschen gestorben!!!

Deutschland hat über 100 Jahre gebraucht, um den Bevölkerungsstand von vor dem Krieg zu erreichen...

Kommentar von Sachsenbruch ,

Die im Krieg in der mitteleuropäischen Bevölkerung Gestorbenen waren zu einem nicht unerheblichen Teil eben auch die ausgebildeten oder ausbildungsfähigen Handwerker. Ein solcher Untergang von Wissen mit den Individuen wirkt sich über Generationen aus.

Kommentar von PeVau ,

Diese Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges ist eine der, wenn nicht sogar die entscheidende Ursache dafür, dass die Deutschen als verspätete Nation galten. Einige Historiker gehen davon aus, dass das Gebiet, auf dem später mal der erste deutsche Nationalstaat entstand, bis zu 200 Jahre in seiner wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung zurückgeworfen wurde.

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