Frage von WangDigiDang, 44

Schizophrenie der Wirtschaft?

Findet ihr es nicht iwie komisch, wenn man in der BWL im Rechnungswesen seine Daten fuer verschiedenen Empfaenger unterschiedlich auslegt?
Sprch fuer die Investoren moeglichst postiv, um viel Geld zu bekommen & fuer den Staat so schlecht wie moeglich um Steuern zu sparen....

Und das nennt sich dann Wissenschaft...
Meine Frage: Gibt es noch so eine "Wissenschaft", die Daten so schizophren behandelt & umdreht wie sie gerade will?

Bin auf die Diskussion gespannt!

Antwort
von berkersheim, 11

"Wissenschaftlich" ist daran die Auslegung bestehender Gesetze unter dem Aspekt möglichst zieloptimierender Darstellung. Der Staat kann sich nicht beklagen, denn er hat die Gesetze ja gemacht, nach denen Steuerdarstellungen gestaltet werden. Ob die Gegenseite, die Steuerprüfung alle Darstellungen akzeptiert, ist wieder eine andere Geschichte. Nicht jede Auslegung zu eigenen Gunsten wird von den Prüfern akzeptiert. Das ist ein Fingerhakeln.

Ebenso verhält es sich mit den Investoren. Auch da darf ein Unternehmen nicht "lügen", denn wenn ihm das nachgewiesen wird, wird es zu Entschädigungen verurteilt. (Siehe die Prozesse gegen die Telekom.) Den eigenen Darstellungen, die den Rahmen des Möglichen ausreizen, steht immer noch die Prüfung es Angesprochenen gegenüber. Kein professioneller Investor lässt sich von bunten Bildchen hinters Licht führen - Amateure schon. Wirtschaft ist kein Kloster, sondern ein Wettbewerb im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Wenn Du Heilige suchst, musst Du Theologie studieren - und sei versichert - da wirst Du auch kräftig hinters Licht geführt.

Antwort
von Seanna, 44

Ist das nicht in jeder Wissenschaft so?

Jede Statistik ist eben auslegungssache... Recht meist ebenso... Und es geht auch nicht snders, wenn man nicht jeden Fall einzeln betrachten kann sondern ein System schaffen muss.

Antwort
von Samy795, 12

Es liegt in der Natur der Sache, dass Wissenschaften, die das Handeln von nicht rational agierenden Individuen abbildet, objektiv gesehen ebenso inkonsequent sind.
Im Vordergrund steht dabei ja immer ein bestimmtes Ziel, und die sind nunmal bei den beiden von Dir beschriebenen Fällen gänzlich unterschiedlich.

Antwort
von Mikkey, 22

Aber sicher, das ist bei ökologischen Themen noch viel extremer. Dass dieses Jahr das heißeste ist, seit Klimadaten aufgezeichnet werden, wird von der einen Seite als Beweis für den Klimawandel missbraucht. Die andere Seite "beweist" mit der Behauptung, dass die natürliche CO2-Erzeugung die menschengemachte übersteigt, dass eine Begrenzung überflüssig sei.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 11

Also erst einmal ist das kein Gegensatz und schon gar nicht Schizophren. Laut Wiki ist die Krankheit wie folgt zu beschreiben: Charakteristische Positivsymptome sind inhaltliche Denkstörungen, Ich-Störungen, Sinnestäuschungen und motorische Unruhe.

Was Du meinst, dass ist vermutlich eine Persönlichkeitsspaltung. Doch selbst hier ist kein Vergleich möglich. Nicht einmal die Zielkonflikte bei untemerischen Zielen geben das her.

Beides, sowohl die handelsrechtliche Betrachtung für hohe Ausschüttungen steht doch zur steuerlichen Betrachtung sind kein Gegensatz. Geringere Steuern führen doch ebenfalls zu einem höheren ausschüttbarem Kapital.

Betrachte einen Elefanten im Vergleich zu anderen afrikanischen Tieren. Also nicht den indischen Elefanten, dann dürfte ein Bulle das größte Tier sein. In Bezug zu Säugetieren ist das nicht mehr der Fall.

Verschieb dann noch die Betrachtungsmaßstäbe und Hierarchien verändern sich vollkommen. Nährwert zum Beispiel.

Kritik kann man also an unterschiedlichen Betrachtungen so einfach nicht üben. Dazu müsste die einzelne Betrachtung klare Fehler in sich tragen.

So kann man nicht einmal Fehler zwischen Makro- und Mikroökonomie herleiten. Klar ist das Prinzip von der Profitmaximierung für das einzelne Unternehmen von Vorteil und kann auf der anderen Seite volkswirtschaftlich schädlich sein. Beide betrachten vergleichbares, allerdings legen den Fokus auf andere Bereiche und damit ist es doch bereits zu erwarten, dass man zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt.

Da müsste man in der Biologie schon den Planktonfresser für seinen Anteil an der Nahrungskette kritisieren. Auf die Idee kommt wohl auch nicht. Auch ein Vergleich von Äpfel und Birnen ist schon sprichwörtlich in vielen auch wissenschaftlichen Bereichen kaum zulässig. Sie fallen eben nicht unterschiedlich vom Baum, es wirkt die selbe Erdanziehungskraft.

Antwort
von Hardware02, 15

Ich habe keinerlei Interesse daran, mit jemandem zu diskutieren, der sich seine Meinung schon gebildet hat.

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