Frage von NuC1e4R, 116

Schizophrenie als Ausrede für Straftaten?

Hallo, da sich in letzter Zeit Straftaten mit Schizophrenie häufen, hat sich in mir die Frage aufgetan, ob man diese Krankheit vor Gericht als Ausrede nutzen könnte.

Bsp:

Ich töte jemanden, weil er mich Dummkopf genannt hat. Vor Gericht behaupte ich dann, dass Stimmen mir gesagt haben, dass er vom Teufel besessen sei und ich in töten muss, bevor er die Weltherrschaft durch das infizieren von Dämonen an anderen Menschen an sich reißt.

MFG Der Messias ;-)

Antwort
von Suboptimierer, 44

Wenn jemand unter Schizophrenie leidet, ist die Krankheit keine Ausrede, sondern ein gewichtiger Aspekt beim Begehen einer Straftat.

Du kannst nicht einfach vor Gericht behaupten, du wärest krank, bzw. dein Wort zählt in dieser Hinsicht nicht.
Das muss alles vom Fachmann bestätigt werden. Neben deinen privaten Therapeuten und Ärzten wird sicherlich auch noch ein Fachmann seitens des Gerichts gestellt, besonders bei so schweren Verbrechen.

Eine Konsequenz wird so eine Tat immer haben, wenn du nachweislich Täter gewesen bist. Entweder du kommst ins Gefängnis oder in eine geschlossene Anstalt, denn egal ob krank oder nicht, du bist erstmal eine Gefahr für die Gesellschaft.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 81

Natürlich kannst du das sagen.

Allerdings sollte dir bewusst sein, dass es zum Einen Psychologen geben wird, die ein Gutachten erstellen und die sich nicht einfach was vom Pferd erzählen lassen, und dass zum Anderen das Resultat, falls man dir wirklich glauben sollte, sein wird, dass man dich in die Psychatrie einweisen und medikamentös einstellen wird.

Kommentar von NuC1e4R ,

Naja, wenn man sich verpeilt gibt und halbwegs schauspielert könnte man ja damit durchkommen.

Kommentar von DieKatzeMitHut ,

Wie gesagt - man kommt damit nicht einfach durch, weil man "halbwegs schauspielert".

Und wenn doch, halte ich einen Psychatrieaufenthalt für nicht sonderlich erstrebenswert.

Kommentar von Huckebein ,

Ein psychologe kann genau erkennen, ob jemand schauspielert oder nicht.

Antwort
von Dahika, 42

Nein, das kann man nicht. Jeder halbwegs kundige Psychiater, der sein Wissen nicht aus Wikipedia hat, kann eine gefakte Psychose in 5 Minuten erkennen. In weniger als 5 Minuten.

Antwort
von Leseratte87, 60

Ja, sowas gibt es durchaus, dass Menschen, die psychisch krank sind, für begangene Straftaten nicht haftbar gemacht werden können. Allerdings geht das nur, wenn ein Psychater es tatsächlich auch feststellet, also diagnostiziert. Und solche Leute können unterscheiden zwischen richtig krank und nicht krank. 

Kommentar von NuC1e4R ,

Naja, wenn man sich verpeilt gibt und halbwegs schauspielert könnte man ja damit durchkommen.

Kommentar von Leseratte87 ,

Definitiv nicht. 

Antwort
von skyfly71, 33

Das kann tatsächlich funktionieren. Denn wer ohne Schuld (aufgrund einer Erkrankung) handelt, der kann auch nicht bestraft werden. Er kann aber in die Psychiatrie eingewiesen werden.

http://dejure.org/gesetze/StGB/63.html

Da REIN zu kommen, ist also vielleicht gar nicht soooo das Problem. Anders sieht es allerdings mit dem RAUS kommen aus. Denn entlassen wird man, wenn man nicht mehr gefährlich ist. Das kann im Zweifelsfall schon mal länger als bei einer lebenslänglichen Strafe dauern^^

Antwort
von kokomi, 64

dass wird von ärzten überprüft

Antwort
von Geisterstunde, 50

Damit kommst Du vor Gericht nicht durch: in solchen Fällen kommen psychologische Gutachter ins Spiel, die durchschauen sowas ganz schnell.

Kommentar von NuC1e4R ,

Naja, wenn man sich verpeilt gibt und halbwegs schauspielert könnte man ja damit durchkommen.

Antwort
von tevau, 44

Kann man ja versuchen, wenn man lieber lebenslang in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht wird als 15 Jahre im Gefängnis.

Wenn man überhaupt damit durchkommt. Psychologen sind ja auch nicht unfähig...

Kommentar von NuC1e4R ,

Ich denke das durchkommen ist nicht allzusehr das Problem. Wenn man sich geschickt (oder eher ungeschickt? :-D) genug anstellt, dann kann man den auch hinters Licht führen.

Wenn man drinne ist könnte man sich innerhalb von ein paar Jahren ja langsam "bessern". Dann ist man ja nach 5 Jahren frei. Besser als 25 Jahre hocken auf jeden fall! :-)

Kommentar von tevau ,

Bleibt die Frage, ob es leichter ist, in der Psychiatrie als gebessert begutachtet zu werden, als im Gefängnis wegen guter Führung das eine oder andere Jahr erlassen zu bekommen. Auf beides würde ich mich nicht verlassen!  

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community