Frage von windowsquestion, 66

Schilddrüsenunterfunktion/ Wird die SD durch Stress belastet?

Hallo, ich habe eine leichte SD UF und Eisenmangel und soll schon die L Thyroxin und Eisentabletten nehmen (wegen Haarausfall, der nicht besser wird). Ich bin aber wegen meiner Arbeit dauernd im Stress auch wenn ich abschalten kann. Mir dreht sich immer der Magen, wenn ich mir vorstelle wie viel noch zu tun ist. Wirkt sich das stark auf die SD aus? Meint ihr ich werde ruhiger wenn ich die Medikamente nehme? Vllt ist meine SD nur gestresst und pendelt sich wieder ein oder bleibt die UF auf dauer (soll ja meistens so sein)?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Catlyn, 39

Hallo,

die Frage kann mit "ja" beantwortet werden. Wenn Du Stress hast, dann müssen Deine Nebennieren eine größere Menge von dem Stresshormon Cortisol ausschütten. Nun ist es jedoch so, dass die Schilddrüse zum richtigen Arbeiten etwas Cortisol benötigt. Der Körper gibt ihr in einer Stresssituation jedoch kein Cortisol, da die Stressbekämpfung, für die das Cortisol gebraucht wird, vorrangig dafür verwendet wird und nicht der Schilddrüse zur Verfügung steht. 

Dauert ein solcher Zustand länger an, dann kann man durchaus sagen, dass die Schilddrüse durch Stress sehr wohl belastet wird.

Auch bei Hashimotothyreoiditis, einer Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung, die eine Unterfunktion nach sich zieht, hat Stress einen ganz gravierenden Einfluss! Mir sagte z. B. die Ärztin als erstes, dass ich unbedingt Stress reduzieren müsse. Damals habe ich das nicht ernst genommen. Heute weiß ich es besser.

VlG

Catlyn

Antwort
von thetee99, 39

Körperliche Erkrankungen durch Stress sind bisher durch Studien in der Medizin nicht eindeutig bewiesen und zählen daher nicht als offizielle Auslöser.

Aber jeder weiß, dass Stress auf Dauer sehr ungesund ist und eine Vielzahl von Problemen erzeugen kann, physisch und psychisch. Ich habe mal von jemandem gehört, der bei seiner Arbeit völlig überlastet war mit Aufgaben, dass sich bei ihm am Ende sogar das Zahnfleisch zurückgebildet hätte und dadurch die Zähne locker geworden wären. Wie gesagt: kann vom Stress gekommen sein, kann man aber nicht beweisen ;)

Die Unterfunktion der SD liegt eher an einem Jod-Mangel. Gerade in Deutschland ist das Leitungswasser nicht jodiert, wie in vielen anderen Ländern, was schneller zu einem chronischen Mangel führen kann. Du wirst deine L-Thyroxin-Tabletten wohl dein Lebenlang morgens nehmen müssen... aber ist ja nicht weiter wild.

Kommentar von Catlyn ,

Du weißt offensichtlich nicht, dass bereits die Jodierung der Lebensmittel alleine extrem viel Schilddrüsenerkrankungen nach sich gezogen hat! Die Anzahl der vergrößerten Schilddrüsen (Kröpfe) ist zwar zurückgegangen, aber zu welchem Preis? Zu dem Preis, dass die Zahl der Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse extrem gestiegen ist. Was ist nun schlimmer? Eine vergrößerte Schilddrüse oder eine SD-Autoimmunerkrankung?

Schaue Dir doch mal die Studien aus der Schweiz an. Speziell dort ist es extrem gut ersichtlich. Und da möchtest Du noch das Trinkwasser jodieren? Da kann ich nur den Kopf schütteln. Bereits jetzt nehmen wir unkontrolliert viel Jod zu uns, weil eben alles außer dem Trinkwasser jodiert wird! Folge: wie oben beschrieben.

Man setzt Trinkwasser oder Lebensmitteln ja auch keinen Cholesterinsenker zu, um der Menschheit einen zu hohen Cholesterinspiegel zu ersparen. Ich bitte Dich! 

Wenn jemand einen Jodmangel zu haben meint, dann kann er das beim Arzt untersuchen lassen und kann dann ein Jodpräparat einnehmen. Das ist aber ein Medikament. Medikamente gehörten weder ins Trinkwasser noch in die Lebensmittel.

Gruß

Catlyn

Kommentar von thetee99 ,

Medikamente gehörten weder ins Trinkwasser noch in die Lebensmittel.

Gutes Argument. Man sehe sich nur die schleichende Antibiothikaresistenz durch übermäßigen Fleischkonsum an ;)

Kommentar von Catlyn ,

Ja eben! Um so unverständlicher Deine Meinung zu Jod.

Kommentar von thetee99 ,

@catlyn: ich habe selber eine SD-Unterfunktion und mich hatte mal ein Arzt schimpfend darüber aufgeklärt, dass einige unserer Nachbarländer einen Vorteil daraus hätten, jodiertes Leitungswasser zu nutzen, was die Erkrankung angeht. Und je weiter man in den Norden geht, desto weniger Schilddrüsenerkrankungen gibt es.

Schweden z. B. hat statistisch wesentlich bessere Schilddrüsen als (Süd-)Deutschland ;)

Kommentar von Catlyn ,

Dann mache Dir doch selber mal die Mühe, die Studien herauszusuchen über: Vor der Lebensmitteljodierung und nach der Lebensmitteljodierung. Schau Dir an, welche SD-Erkrankungen zurückgegangen sind und welche explosiv nach oben angestiegen sind. Das Ergebnis drucke aus und lege es diesem Arzt vor. Ich denke, dazu gibt es dann nichts weiter zu sagen.

Antwort
von gaiuskamui, 41

Negativer Stress wirkt sich allgemein schlecht auf das Imunsystem des körpers aus.

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