Frage von zeldaberry, 40

Schilddrüsenunterfunktion - trotz Test?

Halli hallo :)

Vor rund einem Jahr lag ich mit einer sehr sehr fiesen grippe im bett und bin daraufhin zu meiner Hausärztin gegangen. Diese hat mich auch gleich Blut abgenommen, da ich geschwollene Lymphknoten hatte und sie den Verdacht auf ein pfeiferisches Drüsenfieber aussprach. Nach drei Tragen bekam ich dann das Ergebniss. Zwar kein drüsenfieber aber eine schilddrüsenunterfunktion. Sie wolle gleich mit der Behandlung starten. Da weder ich noch meine Eltern bislang von einer unterfunktion gehört hatten (lediglich von der überfunktion) haben wir uns mal schlau gemacht , was das eigentlich ist und welche symptome sie ausmachen. Überraschend war, sehr viele Symptome stimmten zu. Starke Müdigkeit, Konzentrationstörungen, Blässe (in meiner Familie ist niemand blass, daher ungewöhnlich.), und allem voran depressive Verstimmungen. Ich habe eigentlich keinen grund zur depression aber immer wieder, vorzugweise abens, habe ich seit ich ca. 14 bin (bin nun 18) "Anfälle" bei denen ich Atemnot bekomme und mich vor tränen garnicht beruhigen kann. Neige schnell zur schlechten stimmung usw. Hab mir lange Zeit nichts dabei gedacht, als ich jedoch las das meine übermässige Behaarung, auch eventuell darauf zurückzuführen war, began ich mich damit ernsthaft zu befassen. (ein Problem weclhes mich seit Jahren extrem belastet) Ich ging also zu meiner Frauenärztin erzählte ihr von meinem Vedacht, und machte einen Bluttest. Jetzt hies es jedoch alle Werte normal, auch testosteron wert. Meine Reaktion verlief seltsam, ich war über alle Maße enttäuscht und war eine woche lang ziemlich verstimmt. Das ist jetzt möglicherweise schwer zu verstehen, aber es war eine art erleichterung zu denken, dass die Müdigkeit, die "Depression" und sogar die Behaarung eine Ursache haben, und man sie sogar behandeln könnte. Naja irgendwann fand ich mich damit ab, obwohl meine Verstimmung immer schlimmer wurden. Das ist jetzt über ein halbes jahr her und das lässt mich nicht los. Es mag dumm sein, aber ich hoffe immernoch das es vielleicht eine Fehldiagnose von meiner FA war. Ist das möglich? das ich trotz dieses zweiten tests trotzdem eine Schilddrüsenunterfunktion habe ? Sollte ich mich nochmal testen lassen ? Wenn ja bei wem? Oder habt ihr einen ganz anderen Rat, was ich tun soll, ich fühle mich irgendwie hilflos.

Antwort
von pn551, 28

Ich war gerade am Montag zur Untersuchung und habe eine Szinti machen lassen, da bei mir auch der Verdacht einer Unterfunktion besteht.  Der Arzt klärte mich sehr gut auf und meinte, daß alle Symptome, die man der Unterfunktion in die Schuhe schiebt, auch bei einer Überfunktion vorkommen können.  

Wenn Du noch mal testen lassen willst, dann mußt Du Dich zu einem Radiologen überweisen lassen.

Antwort
von Chabella, 33

Was ich mit bekommen habe ist, dass es unterschiedliche Richtwerte gibt.

So hat man in Deutschland mehr 'Spielraum', in Amerika beispielsweise spricht man schon ab einem höheren Wert von einer Unterfunktion, was bei uns als normal gilt.

Eventuell noch einmal genau nachfragen. :)

Hab selber eine leichte Unterfunktion.

Lg

Antwort
von Catlyn, 35

Hallo,

eine Frauenärztin ist der absolut falsche Ansprechpartner für ein Hormonproblem, genauso wie ein Hausarzt. Das, was Du beschreibst, klingt für mich wie Hashimoto-Thyreoiditis. Ich empfehle Dir DRINGEND, einen Endokrinologen aufzusuchen, um das abzuklären.

Vor der Blutentnahme morgens bitte früh keine Schilddrüsentablette einnehmen. Die kann man auch noch nach der Blutentnahme einnehmen. Ansonsten sind die Werte verfälscht.

Nun zum Endokrinologen: Leider haben es Schilddrüsenpatienten mit Ärzten sehr schwer. Man sollte sich manchmal mehrere Meinungen einholen und ganz wichtig: Immer den Befund aushändigen lassen. Der Endokrinologe sollte die Blutwerte TSH, fT4, fT3 sowie die Antikörperwerte TPO-AK, TG-AK und TR-AK bestimmen. Darüber hinaus ist ein Ultraschall zwingend notwendig. Damit muss nach der Gewebestruktur und Größe der Schilddrüse geschaut werden. Ich vermute, dass das alles bei Dir nicht gemacht wurde. Ein Szintigramm wäre nur dann notwendig, wenn der Arzt Knoten in der Schilddrüse feststellt.

Alle diese Dinge gehören zu einer ordentlichen Schilddrüsendiagnostik. Es genügt auf gar keinen Fall, nur den TSH-Wert zu bestimmen. A propos TSH-Normbereich. Die laborunabhängige Obergrenze des TSH-Wertes liegt bei 2,5. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH-Wert von 2,0.

Wie gesagt: Lasse Dir einen Termin bei einem guten Endokrinologen geben. Dann bekommst Du Klarheit und auch die richtige Therapie. Bis dahin schaue doch mal in das Forum www.ht-mb.de/forum . Vielleicht findest Du Dich ja wieder.

Alles Gute und ganz liebe Grüße

Catlyn

Antwort
von FrageSchlumpf, 20

Warum habt ihr damals auf die Behandlung verzichtet als die 1. Diagnose vorlag.

Das beste wäre wohl, nochmals zu der Ärztin zu gehen, die damals die 1. Diagnose gestellt hat, wenn es sie noch gibt.

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