Frage von muerph, 43

Schilddrüse Ultraschall ohne Befund- Blut dann auch ok?

Hallo, ich war vorhin wegen meinen enormen Schlafproblemen beim Arzt. Die Dame hat ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht, sie meinte da sei nichts sonderliches festzustellen.

Ich muss dazu sagen, dass ich seit mehreren Monaten unter Schlafproblemen leide. Ein mobiles Schlafüberwachungsgerät hat nichts ergeben. Zur Unterstützung nehem ich Trimipramin, da das ganze enorm meine Stimmung trübt. Allerdings habe ich trotzdem immer mal wieder eine Nacht wo katastrophal ist. Wie die letzte...

Nun bin ich gespannt was die Blutuntersuchung ergibt. Wie wahrscheinlich ist hier denn ein positiver Befund wenn die Ultraschalluntersuchung ohne Auffälligkeiten war?

Ich bin echt nervlich am Ende, da es immer wieder wieder kommt :(

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 27

Eine Sonographie / Ultraschall kann nur die Grösse und Form der Schildrüse beurteilen, ein Nachweis von heißen oder kalten Knoten bedarf einer zusätzlichen Szintigraphie. Durch Laborwerte im Blut (zB TSH) kann eine Schilddrüsenunter- oder Überfunktion festgestellt werden. Schlafstörungen sind bei Schildrüsenerkrankung möglich, doch vermehrt bei depressiven Erkrankungen.

Antwort
von ponyfliege, 27

dein medikament wird zwar häufig gegen schlafstörungen eingesetzt, ist dafür aber gar nicht zugelassen.

als nebenwirkung verursachte es übrigens unter anderem schlafstörungen... ;-(

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Trimipramin

du solltest das zeug vielleicht langsam wieder ausschleichen, also nach und nach die dosis verringern. entzugserscheinungen wirst du trotzdem haben. vermutlich wieder schlafstörungen...

wer hat dir dieses medikament eigentlich verschrieben? der psychologe/psychiater oder dein hausarzt?

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die nächsten schritte wären dann ein grosses blutbild mit allen schilddrüsenwerten und eine melatoninmessung (schlafhormon),

ein 24stunden blutdruck und/oder ein 24stunden ekg können weiteren aufschluss geben.

ausserdem solltest du am abend nicht mehr fernsehen und nicht am pc sitzen und - ganz konkret - KEINE tageslichtglühlampen mehr verwenden. vorhandene tageslichtbirnen gegen gelbes licht austauschen. tageslichtlampen stören die bildung des schlafhormons.

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und - du solltest vielleicht den hausarzt wechseln. medikamente sollten gegen schlafstörungen nämlich immer nur akut und über einen kurzen zeitraum eingesetzt werden, weil sie ein hohes suchtpotential haben. wenn der arzt dich dahingehend beim verschreiben nicht beraten hat und dich nicht auf die gefahr der abhängigkeit intensiv hingewiesen hat, würde ich einem solchen arzt nicht mehr vertrauen können...

nimm einsicht in deine krankenakte. falls du irgenwelche zweifel hast, verbiete dem arzt schriftlich, unterlagen ohne dein wissen weiterzugeben.

wenn du irgendwohin eine überweisung bekommst, kannst du die kopien der unterlagen auch selber mitnehmen - was den vorteil hat, dass du sie selber noch mal kopieren kannst.

ich habe solche "arztbriefe", auch wenn sie verschlossen waren, schon geöffnet - schliesslich habe ich ein recht, zu erfahren, was über mich untereinander geschrieben wird. bei mir stand irgendwo "schwieriger patient" drin... mit der folge, dass man mich nicht mehr ernst genommen hat.

ich wünsche dir gute besserung - und ich weiss, wie du dich fühlst...

Antwort
von Wammaddu, 43

Wenn deine Schilddrüse im Ultraschall unauffällig war, hast du zumindest schonmal keinen Knoten. Das ist gut! Aber auch ohne einen Knoten kann deine Schilddrüse nicht richtig funktionieren. Im Blut wird meistens der TSH-Wert überprüft. Ist der verändert, liegt ebenso eine Fehlfunktion vor - also Über- oder Unterfunktion. Aber wenn du so massive Schlafprobleme hast, würde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass da "nur" eine Erkrankung der Schilddrüse dahinter steckt... Wie genau äußern sich deine Schlafprobleme denn?

Kommentar von muerph ,

Ja ich rechne auch eher damit dass es eine "kopfsache" ist... in der Regel schlafe ich nachts nicht durch... mehrmals wach.... Toilettengänge etc. Gestern kam das noch dazu dass ich erst unheimlich spät eingeschlafen bin wohl nur durch Hilfe der Medikamente

Kommentar von Wammaddu ,

Wenn es wirklich eine Kopfsache sein sollte, bist du vielleicht bei einem Psychologen besser aufgehoben...? Zumindest kann es keine gute Idee sein, auf Dauer nur mit Medikamenten gut schlafen zu können. Vielleicht hilft dir auf kurze Sicht ja auch eine Veränderung deiner Schlafumgebung: Neues Kissen/ Bettdecke, andere Raumfarbe, evtl. ein Raumbefeuchter, in den du ein paar Tropfen Lavendelöl gibst. Das beruhigt. Vor dem Schlafen nicht mehr fernsehen oder anderweitig am Bildschirm sitzen - eher lesen. Oder ist es zu laut? Zu hell? Wenn du oft aufs Klo musst, kannst du dir vielleicht angewöhnen, ein paar Stunden vorm Schlafen zuletzt etwas zu trinken... 

Kommentar von ponyfliege ,

wenn man nachts mehrmals auf toilette muss und am abend nichts harntreibendes gegessen oder getrunken hat, ist das ein deutliches zeichen dafür, dass der körper eigenlich noch "wach" ist. die nieren, die leber, magen und darm arbeiten im schlaf auf sparflamme. die blase sollte eigentlich erst am morgen so voll sein, dass man auf toilette muss. 

Antwort
von Messkreisfehler, 35

Die Ursachenforschung einer Schlafstörung ist mehr oder weniger die Suche nach der Nadel im Heuhaufen,

es so so verdammt viele mögliche Ursachen das es die ganze Sache enorm schwierig macht.

Wie wahrscheinlich ein positiver Befund der Schilddrüse ist kann dir keiner beantworten, möglich das es ein positiver Befund wird, möglich das es ein negativer Befund wird, nicht jede "Störung" der Schilddrüse ist auf dem Ultraschall erkennbar.

Antwort
von BBayer88, 29

Warte einfach ab. Es kann sich schon was im Blut abzeichnen, aber ich würde jetzt nicht nur darauf spekulieren. Hast du irgendwelche psychischen Probleme, z.B. zu viel Stress? Irgendwelche anderen Symtome sonst noch?

Kommentar von muerph ,

Ich bin dran bzw. habe auch alle anderen Symptome überprüfen lassen.... Die jetzige Sache ist der letzte "Strohhalm" den ich nutze... irgendwie würde ein positiver Befund mich erleichtern denn dann wüsste ich woher es kommt.

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