Scheuer Hund, was tun?

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11 Antworten

Lass ihn erst mal an kommen und bedräng ihn nicht. Die ersten paar Tage würde ich auch keine lange Spaziergänge machen sondern meist wirklich nur zum entleeren raus damit er erst mal ein wenig dich und seine neue Umgebung kennen lernen kann.

Du musst viel Geduld haben. Du hast da einen Hund der je nach dem vielleicht noch nie mit Menschen zusammen gelebt hat richtig,  vermutlich auf der Straße sogar schlechte Erfahrungen gemacht hat. Der vertraut dir nicht von heute auf Morgen nur weil du ihm ein zuhause geschenkt hast. All das wirst du dir mit viel Geduld Monate erarbeiten müssen. 

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Hier wurde ja schon fast alles geschrieben. Allerdings möchte ich dir noch den Hinweis geben (falls du es nicht eh schon machst), mit dem Hund unbedingt in einem "ausbruchsicheren" Geschirr rauszugehen.

Gerade Angsthunde versuchen schnell mal, sich aus dem Halsband oder einem normalen Geschirr rauszuziehen, wenn sie über irgendwas erschrecken.

Auch solltest du die Maus in den nächsten Monaten nicht ohne Leine laufen lassen.

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Kommentar von brandon
14.03.2016, 10:42

Stimmt das ist sehr wichtig, denn wenn ein Hund noch keine Bindung aufgebaut und sich noch nicht eingelebt hat wird er flüchten. 

Leider passiert so etwas immer wieder.

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Kommentar von DavidFragt1996
14.03.2016, 11:05

Ich habe ein sicheres Geschirr, keine Sorge. :)

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Hallo, ich weiss es fällt dir schwer aber zuerst einmal musst du den Hund für ca 4 Wochen in Ruhe lassen. Sprich nicht soviel mit ihm und versuche ihn nicht mehr anzufassen als unbedingt nötig.

Du solltest dich täglich aus den Fussboden in 2 Meter Entfernung zum Hund setzen und zB lesen. Dabei beachtest du den Hund nicht. Der Hund muss Gelegenheit bekommen auf dich zu zugehen.

Es gibt dem Hund Sicherheit wenn er ignoriert wird. Lass das Radio oder den Fernseher den ganzen Tag laufen und bewege dich vollkommen normal in der Wohnung.  Zu diesem Thema findest du in jeder Bücherei gute Bücher. Die werden dir weiter Helfen.

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Der Hund hat vermutlich noch wenig (gute) Erfahrungen mit Menschen gemacht, befindet sich in einem völlig fremden Umfeld und in einer unbekannten Situation. Gib ihm Zeit euch kennen zu lernen, langsam zu erkunden wo er überhaupt gelandet ist und Vertrauen auf zu bauen.

Mach beim spazierengehen erstmal immer die gleiche Runde, möglichst irgendwo wo ganz wenig los ist. Mit der Zeit werden die Gerüche und Geräusche draußen immer vertrauter, er merkt das ihm nichts passiert und kann sich etwas entspannen.

Meine Mutter hat eine ängstliche Hündin die als Welpe nichts kennengelernt hat, da hilft nur Geduld. Mittlerweile (sie ist seit 1 1/2 Jahren bei meiner Ma) üben wir oft mit meiner Hündin und der Kleinen in der Stadt, wenn meine  Dame ganz entspannt bleibt hat Molly auch weniger Probleme...und die werden wir mit kleinen Stückchen Trockenfleisch auch langsam los.

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Laß den Hund doch erstmal ankommen!

Er ist erst seit heute bei dir? Versetz dich mal in die Lage des Hundes. Er hat nur schlechtes erlebt, Menschen sind ihm sicherlich auch nicht gerade gut in Erinnerung geblieben. Jetzt ist er in einer völlig fremden Umgebung, alles ist neu....alles macht ihm Angst

Laß ihn einfach erstmal in Ruhe, selbst seine neue Welt erkunden. Bedräng ihn nicht. Warte bis er auf dich zukommt.

Kleine kurze Runden laufen, am besten da, wo es ruhig ist, ihr allein seid.

wenn er Vertrauen gefasst hat, behandel ihn wie einen Welpen. Zeig ihm deine Welt und gib ihm Sicherheit in dem du für ihn da bist und bring ihm alles was er wissen muß in "kleinen Häppchen" bei

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Der arme Kerl ist seit einem Tag bei dir. Lass ihm doch Zeit. Mindestens ein paar Wochen.

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Kommentar von brandon
13.03.2016, 23:38

Eher Monate.

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Zuallererst solltest du den Hund ankommen lassen. Für ihn ist momentan alles fremd, die Umgebung, die Gerüche, die Geräusche, etc. Danach muss Vertrauen aufgebaut werden (z.B. durch Handfütterung).

Und dann solltest du dir einen gewaltfrei arbeitenden Trainer suchen, der dich und den Hund in verschiedenen Situationen beobachtet. Oft verhält man sich, wenn man weiß, der Hund hat z.B. Angst vor Mülltonnen und man muss an welchen vorbeigehen, (unbewusst) anders. Bei meiner Hündin haben wir z.B. ganz viel mit dem Kommando "Sitz" gearbeitet.

Auch wenn man schon Erfahrungen mit Hunden hat, kann, gerade bei "Problemhunden", ein Trainer oft helfen.

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Kommentar von DavidFragt1996
14.03.2016, 02:06

Danke für den Tipp, wenn Ich Probleme bekommen sollte, werde ich mir ein Trainer suchen. Das wichtigste ist, dass es dem Hund gut geht. Er hat jetzt auch schon gefressen, und liegt jetzt auf seiner Decke. Und ab morgen gehe ich dann alle 3 Stunden mit ihm raus, dass ist doch vollkommen ok, oder?

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Warum hast Du so einen Hund genommen wenn Du nicht weisst wie Du mit ihm umgehen sollst?

Solche Hunde gehören in erfahrene Hände.

Gib den Hund wieder ab denn Du bist von so einem Hund total überfordert. Ich habe selbst so einen Hund und weiß wie problematisch so ein Hund auch für erfahrene Hundehalter ist.

Wenn Du ihn behalten möchtest kann es sein das der Hund sich total verändert wenn er Vertrauen zu Dir hat aber Du mußt auch damit rechnen das dieser Hund nie so unbeschwert und fröhlich sein wird wie andere Hunde.

Du musst ertragen können das Dich Leute anstarren die denken das Du den Hund gequält hast und das er deswegen so ängstlich ist.

Für solche Hunde braucht man Erfahrungen, sehr viel Verständnis, noch mehr Geduld, gute Nerven und ein großes Herz. 

Mitleid ist bei Angsthunden ein schlechter Berater oftmals wird die Angst dadurch noch ungewollt verstärkt andererseits muß man auf den Hund auch Rücksicht nehmen. Das ist kein leichter Balanceakt.

Man kann dabei so viel falsch machen.

Ich kann Dir sagen das so ein Hund sehr anstrengend ist und es wird Momente geben in denen Dich diese Scheu einfach mal nervt.

Du darfst auch nicht glauben das Dich der Hund vor lauter Dankbarkeit von Anfang an liebt.

Überlege es Dir gut ob Du die Kraft für so einen Hund hast, denn wenn nicht gibt es einen unglücklichen Hund und einen unglücklichen Hundehalter mehr.

Außerdem ist es für den Hund schlimmer wenn man nach einem halben Jahr die Flinte ins Korn wirft als wenn man sich von ihm trennt bevor er sich eingelebt hat.

LG

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Kommentar von lolacr7
13.03.2016, 23:48

Das hast du sehr gut beschrieben meine Hündin aus Romänien ist auch noch total ängstlich in vielen Situationen obwohl wir schon 6 Monate intensiv trainieren . Aber für solche Hunde ist es wirklich sehr wichtig in erfahrene  Hände zu kommen sonst kann das nur nach hinten los gehen . Als Bsp mal kurz meine Hündin wurde aus Romänien adoptiert von einer Familien mit damals bereits 3 Kindern alle unter 7 .sie wollten einen Hund aus dem Ausland hatten aber 0 Ahnung . Sie behielten meine Hündin 6 Monate . Kamen aber nicht mit ihrer aggressiv ängstlichen Art gegenüber allem was sie nicht kennt zurecht . Als wir meine Hündin aus der Familien holten weinten sie ihr dort keine Träne nach und wirkten aus   mich erleichtert .nun nach 6 intensiven Monaten haben sich schon viel Dinge gebessert aber sie wird nie wie ein" normaler" Hund sein .

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Kommentar von DavidFragt1996
14.03.2016, 00:21

Nur mal so: Ich habe mich erkundigt, was auf mich zu kommen wird, ich habe es mir auch sehr gut überlegt, ob ich mir die Zeit dafür nehme. Im Nachhinein habe ich mit dazu entschieden den Hund zu holen, und das wird auch so bleiben. Ich komme aus einer Familie, bei der ein Tier zur Familie gehört, ich höre nicht nach ein paar Wochen auf, und gebe den Hund wieder ab. Ich weiß, dass es schwer wird, aber das ist gar nicht schlimm. Der Hund wird es bei mir sehr gut haben, und dass wird sich auch bessern. Und noch mal zu deinem Satz aus deinem Text: " Du musst ertragen, dass dich Leute anstarren, weil die denken, dass du den Hund gequält hast und das er deswegen so ängstlich ist." Das weiß ich ebenfalls, dass hat man heute auch schon gesehen, als ich mit dem Hund draußen war, ABER! Das ist kein Problem, weil man sowas erklären kann und mir es auch egal ist. Ich weiß, dass es nicht so ist.

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Hallo,

ich hatte bisher immer Hunde aus dem Tierschutz und darunter waren auch zwei scheue Fellnasen. Daher kann ich Dir sagen: Ja, es bessert sich!

Am besten lässt Du ihn erstmal in Ruhe ankommen. Versuche mal, Dich in ihn hineinzuversetzen. Was er alles hinter sich hat, wie verunsichert und verwirrt er jetzt sein muss und woher soll er wissen, dass das jetzt sein Glück ist und er ein eigenes Zuhause hat?

Er braucht jetzt erstmal Deine Geduld und Zuneigung. Aber das braucht Zeit. Deshalb will er jetzt erstmal ausweichen und sich verstecken. Also bedränge ihn bitte nicht.

Sei in Deinem Verhalten so, dass er sich bei Dir sicher fühlt und Vertrauen zu Dir aufbauen kann. Das schafft man gut über einen möglichst festen Rhythmus und auch über Rituale.

Sein Körbchen (oder Decke etc.)  ist erstmal Tabu für Dich. Das ist sein Rückzugsort, den er braucht, um sich nicht anderwo verstecken zu wollen und um seine vielen neuen Eindrücke verarbeiten zu können.

Hilft Dir das schon weiter? Sonst lasse es mich hier wissen, dann gehe ich weiter in Details, okay.

Mach's gut

Buddhishi

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Hast du dich denn vorher über die Aufnahme eines Auslandshundes informiert? Gerade Straßenhunde bringen oft Verhaltensauffälligkeiten mit und gehören damit eigentlich nicht in Anfängerhände. Aber gut, da der Hund jetzt da ist; warte erstmal ein paar Tage ab! Für den Hund ist im Moment noch alles fremd. Da ist es kein Wunder, dass er ängstlich ist. Du weißt ja auch nicht, was der Hund in der Vergangenheit schon alles erlebt hat.

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Kommentar von DavidFragt1996
13.03.2016, 22:57

Ich habe Hunde Erfahrung, dass auf jeden Fall, nur hatte ich noch nie ein Hund der so scheu ist. Ich mache mir doch einfach nur Sorgen, ich bin aber euch sehr dankbar, es ist mir wirklich eine Hilfe.

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Das wird wieder, sofern er vertrauen aufgebaut hat. Wenn du Abends mal Fernschaust, nimm ihn mit auf den Schoß & streichel ihn. Gib ihm das Gefühl gebraucht zu werden. (Aber ohne Leckerbissen, dann kann böse enden, nämlich die Abhängigkeit)

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Kommentar von DavidFragt1996
13.03.2016, 22:40

Essen & trinken wird er auch noch oder?

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Kommentar von Achwasweissich
13.03.2016, 22:58

Hochnehmen würde ich einen Hund grundsätzlich nur wenn ER es auch will, das kann ganz schnell als Gefahr missverstanden werden. Davon abgesehen möchte man nicht jeden Hund auf den schoß nehmen, mir is es doch deutlich lieber die 34kg liegen neben mir und ich bekomm nur den Kopf aufs Bein gelegt^^

Auch jede Art von Umarmungen sollte man sich verkneifen bis der Hund zu 100% Vertrauen aufgebaut hat

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