Frage von gollom1881, 98

Wie ist das rein rechtlich mit den Kosten bei einer Schenkung?

Hallo!

Folgende Info zur Frage! Vlt. kann mir da jemand helfen!

Meine Familie (Eltern, Bruder, Ich) haben vor rund 18 Jahren eine Immobilie gekauft(Grund mit kleinem Haus) um dort ein Mehrfamilienhaus zu errichten! Es kam dann alles anders und ich habe jetzt ein eigenes Haus!

Nun ist es so, dass ich noch zur Hälfte im Grundbuch stehe, zweite Hälfte mein Bruder! Ich soll da jetzt raus!Von mir aus kein Problem!

Laut Notar muss ich meine Hälfte meinen Bruder schenken um aus dem Grundbuch zu kommen! Auch kein Problem weil ich keinen Anspruch auf die Hälfte erhebe!

Ausgemacht ist, dass mein Bruder die Kosten trägt!

Jetzt möchte ich vermeiden, dass ich im Nachhinein einen Erlagschein bekomme mit irgendwelchen Kosten auf denen ich dann sitzen bleibe!

Weiß jemand wie das rechtlich ist?

Vielen Dank

Roland

Antwort
von kabbes69, 38

Grundsätzlich an Kosten fallen an:

Notar- und Gerichtskosten, deren Höhe der Notar bereits abschätzen kann.

http://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/anlage_2.html

Hinzu kommen dann noch evtl die Gebühren für die Löschung von eingetragen Rechten, falls in Abt II und III des Grundbuches etwas eingetragen ist. Ist vielleicht länderspezifisch aber bei uns kann man im Vertrag vereinbaren, dass der Beschenkte die hierfür anfallenden Kosten übernimmt.

Zum Schluss die Grunderwerbsteuer, die dein Bruder zu tragen hat.

Kommentar von gollom1881 ,

Ok! Danke mal für die Antworten!

Ich stehe jetzt auch schon mit dem Notar in Kontakt um alles vorher abzuklären! Zum Kommentar von "Bitterkraut": Nein, ich vertraue meinem Bruder nicht, da er ursprünglich gemeint hat, dass wir uns die Kosten teilen, ich aber nicht einsehe warum ich das tun soll! Er wird es gezwungenermaßen tun damit ich aus dem Grundbuch draußen bin aber wenn ich danach irgendwelche Rechnungen erhalte, vertraue ich nicht darauf das er sie freiwillig übernimmt! Familie und Geld da muss ma aufpassen! ;-)

Kommentar von gollom1881 ,

Ahja! Erbschaft und Schenkungssteuer gibt es bei uns in Österreich angeblich gar nicht!  Und die Grunderwerbssteuer geht mich ja eigentlich nichts an, ich erwerbe den Grund ja nicht!?

Zitat: "Seit dem 1. August 2008 fällt keine Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer mehr an. Bei Erbschaften oder bei unentgeltlichen Übertragungen (Schenkungen) von Grundstücken ist weiterhin die Grunderwerbsteuer zu entrichten. Es besteht ab diesem Zeitpunkt jedoch eine Anzeigepflicht bei Schenkungen. "

Kommentar von kabbes69 ,

Habe versucht  dem WWW noch etwas zu entlocken, das einzige was ich jetzt weiß, dass in Österreich vieles anders ist. Laut einem Forum (von 2010) sind dort selbst die Notarkosten verhandelbar!? Da kann ich leider nicht mehr weiter helfen.

Antwort
von lesterb42, 18

Es fällt Erbschaftsteuer an, soweit der Wert der Schenkung den Betrag von 20.000 € übersteigt. Erbschaftsteuerpflichtige Erwerbe unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer.

Für alle anfallenden Kosten bist du mtr deinem Bruder Gesamtschuldner. Sollte dieser beim Notar, Grundbuchamt oder Finanzamt nicht bezahlen, können sich diese an dich wenden. Wenn du ihm misstraust, wäre Vorkasse das beste.

Kommentar von gollom1881 ,

Ok! Danke! Ich dachte immer wenn jemand etwas verschenkt oder vererbt hat der Beschenkte oder der Beerbte die kosten zu tragen!? Notarkosten würd ich mir noch einreden lassen! Auf jeden Fall muss das vorher bei mir geklärt sein, sonst unterschreibe ich die Schenkung nicht!

Antwort
von gollom1881, 49

Da das editieren des Textes nicht funktioniert hat stell ich die Frage hier rein!

Meine Familie(Eltern, Bruder und ich) haben uns vor rund 18 Jahren eine Immobilie (kleines Haus mit Grund) gekauft um dort ein Mehrfamilienhaus zu errichten! Es kam dann alles anders, mein Bruder blieb in dem Haus und ich habe etwas eigenes gekauft!

Jetzt stehe ich zur Hälfte im Grundbuch, andere Hälfte mein Bruder!

Und ich soll raus aus dem Grundbuch! Kein Problem!

Der Notar sagt ich muss meinem Bruder die Hälfte schenken um das zu erreichen! Auch kein Problem da ich keinen Anspruch erhebe!

Ausgemacht ist, dass mein Bruder die Kosten dafür trägt!

Ich möchte jetzt vermeiden, dass ich im Nachhinein irgendeinen Erlagschein erhalte und dann auf den Kosten sitzen bleibe!

Weiß jemand wie das rechtlich ist?

Vielen Dank!

Kommentar von DerHans ,

Da zwischen Erwerb und Schenkung mehr als 10 Jahre vergangen sind, fallen für dich keine Steuern an.

Bei deinem Bruder sieht das anders aus. Zwar fällt der Wert wahrscheinlich unter den Freibetrag für nahe Verwandte. Wird aber auch auf zukünftige Erb- oder Schenkungfälle in den nächsten 10 Jahren angerechnet

Für ihn wird auch Grunderwerbssteuer nach angemessenen Wert der Immobilie anfallen

Kommentar von Bitterkraut ,

Frag den Notar nach den Kosten und laß dir den Betrag von deinem Bruder überweisen. Dann kannst du den Auftrag für den Schenkungsvertrag geben. Rechtlich ist es so, daß bezahlt, wer bestellt. Da dein Bruder die Schenkung aber nicht veranlassen kann, muß er dir das Geld halt so geben. Wenn ihr euch vertraut, sollte das doch kein Problem sein. Wenn nicht, laß dir den Betrag im Voraus überweisen.

Antwort
von Mignon2, 56

Ja, nein, vielleicht (meine Antwort ist analog zur Frage im Telegrammstil und ohne jegliche Erklärung)

Antwort
von Bitterkraut, 40

Wenn du eine aussagekräftige Frage formulierst, bekommst du vielleicht aussagkrätige Antworten.

2 Brocken hinschmeißen, das wird nix.

Antwort
von Bessimbo, 35

Die Notarkosten. Nach Wert. Einige hundert Euro. Schenkungssteuer wenn die Freibeträge überstiegen werden.

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