Frage von Bartstoppel1902, 83

Scheinbar auf der Autobahn zu feste gebremst, welche folgen hat das für mich?

Hallo community,

mir wird vorgeworfen das ich gestern beim einfädeln auf die Autobahnausfahrt zu stark gebremst hätte. Der Fahrer des Fahrzeuges hinter dem Fahrzeug welches hinter mir gefahren ist hätte nicht mehr Bremsen können und ist meinem Hintermann reingefahren.

Ich bin der Meinung das dies nicht mein Problem ist, wenn der Hintermann vom Hintermann einen Reinfährt, schließlich habe ich meiner Ansicht nach nicht zu stark gebremst und die Autos hinter mir hätten ausreichend Abstand halten müssen. Vor allem da es noch dunkel war, Schnee lag und regnete. Ich hatte vorhin noch mal mit der Polizei telefoniert und werde noch mal schriftlich benachrichtigt.

Jetzt stehe ich vor der Wahl es dabei zu belassen und ca. 30,00 € Bußgeld in kauf zu nehmen oder meine Rechtsschutzversicherung zu informieren. Was ratet Ihr mir?

Könnnten, wenn ich annehme weitere Konsequenzen folgen? z.B. das Versicherungen der Parteien, die Schaden davon getragen haben auch versuchen mich zu belangen?

Vielen Dank für im Vorraus ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Johnbobs, 49

Wenn du das Bußgeld annimmst, gibst du ja deine Schuld zu.
Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich dort anrufen, denen das schildern und mich von denen auch beraten lassen.

Jenachdem was deine Rechtsschutzversicherung dir rät, würde ich diesen Rat nachkommen.

Ich kann mir vorstellen, wenn du mit dem bezahlen des Bußgeldes deine Schuld eingestehst und noch etwas auf den Tisch kommt, du auch dafür haften müsstest.

Dir kann man keine Schuld beweisen. Der Hintermann muss ausreichend Abstand einhalten und bei schlechtem Wetter oder Schnee sogar noch mehr. Ich würde es drauf ankommen lassen und definitiv für die Dummheit anderer nicht zahlen.

Hauptsache du hast die Rechtsschutz im Rücken. Das ist wichtig und nur ein Vorteil für dich.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ja, der Meinung bin ich bisher auch. Bekomme innerhalb der nächsten Stunden einen Rückruf vom Anwalt ^^.

Kommentar von franneck1989 ,

Der Hintermann muss ausreichend Abstand einhalten und bei schlechtem Wetter oder Schnee sogar noch mehr.

Das ist richtig, trotzdem muss man als Auffahrender das Vorrecht des durchgängigen Verkehrs beachten und darf auch nicht ohne Grund bremsen. Da wird zumindest eine Teilschuld im Raum stehen

Kommentar von franneck1989 ,

Ich sehe gerade dass ich die Frage offenbar falsch verstanden habe, sorry.

Es geht um eine Autobahnausfahrt, da sieht das natürlich anders aus!

Kommentar von Johnbobs ,

Auch bei eingehaltenen Sicherheitsabstand und nicht überschrittener Höchstgeschwindigkeit ist der Hintermann schuld. Der witterungsbedi gt zu schnell. Jeder Autofahrer hat die Pflicht sein Fahrverhalten an die Witterung anzupassen. Bei Glatteis fährt man ja auch nicht wie im Sommer obwohl man dürfte. Würde mich interessieren wie dies ausgegangen ist. Wenns dir keine Mühe macht kannst du ja berichten. Würde mich freuen.

Kommentar von Johnbobs ,

Oh Autobahnauffahrt... Hab ich wohl auch überlesen.
Da ist wie franneck schreibt wirklich anders.
Die vorbeifahrenden Autos haben vorfahrt. Hier dürftest du aber auch einfach auf dem Seitenstreifen weiterfahren.
Trotzdem wird es dir keiner mehr Beweisen können sofern nicht mehrere Zeugen gegen dich sind.

Hier würde ich aber vorsichtig sein.
Tut mir leid dass ich dies überlesen habe!!!

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ich bin auch noch neugierig. Werde euch hier im Hinterkopf behalten.

Kommentar von Johnbobs ,

Ach man, Ausfahrt nicht Auffahrt. Dann solltest du das Recht auf deiner Seite haben! So wie ich es oben beschrieben habe.
Bin grad etwas verwirrt worden :-)
Viel Erfolg!!!

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ach man, Ausfahrt nicht Auffahrt. Dann solltest du das Recht auf deiner Seite haben! So wie ich es oben beschrieben habe.
Bin grad etwas verwirrt worden :-)
Viel Erfolg!!!

Haha, kein Problem. Macht mir n bischen Mut. Aber ich denke momentan auch das meine Schuld schwer zu beweisen ist.

Kommentar von franneck1989 ,

Ich wollte auch nicht noch Verwirrung stiften...

Aber jetzt sind wir ja auf den richtigen Weg :)

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Kein Problem. Hauptsache Ihr seit meiner Meinung ;)

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ich hatte ja versprochen mich noch mal zu melden.

Ich hatte einen Tag später schon eine Anhörung zu dem Vorfall im Briefkasten und habe mich daraufhin mit meinem Anwald in Verbindung gesetzt.

Mit diesem habe ich mich dann ausgetauscht und mich schriftlich zu den Vorwürfen geäusert. Auf anraten meines Anwalts habe ich gleich noch eine Anzeige wegen Nötigung gestellt, da ein Fahrer mich ja vom weiterfahren abgehalten hatte. Am Selben Tag habe ich disen Brief dann zu Polizei geschickt und seitdem nicht mehr gehört.

Mein Anwalt rechnet damit, das ich auch nichts mehr von der Polizei hören werde. Falls doch, gebe ich hier noch mal Infos weiter ^^.

Kommentar von Johnbobs ,

Vielen Dank für die Rückinfo! Sehr interessant zu wissen!
Und danke für die hilfreichste Antwort :-)

Antwort
von franneck1989, 29

Ich bin der Meinung das dies nicht mein Problem ist, wenn der Hintermann
vom Hintermann einen Reinfährt, schließlich habe ich meiner Ansicht
nach nicht zu stark gebremst und die Autos hinter mir hätten ausreichend
Abstand halten müssen.

Natürlich wäre das dein Problem, wenn der Vorwurf der im Raum steht zutrifft. Wie ist es nun genau abgelaufen? Warum hast du überhaupt gebremst? Du musst dem fließenden Verkehr Vorrang gewähren und darfst dich nicht einfach hinein quetschen und bremsen. 

Vor allem da es noch dunkel war, Schnee lag und regnete.

Das war bestimmt nicht erst auf der Autobahn so. Für mich keine Begründung zu so einer Aktion

z.B. das Versicherungen der Parteien, die Schaden davon getragen haben auch versuchen mich zu belangen? 

Mit Sicherheit wird man versuchen, deine Versicherung in Haftung zu nehmen, da du nach Ansicht der Beteiligten Unfallverursacher bist.

Kommentar von franneck1989 ,

Ich sehe gerade, dass ich die Frage falsch verstanden habe.

Du hast also auf der Autobahn gebremst um deine Geschwindigkeit zur Ausfahrt hin zu verringern?

Wenn das ein normaler Bremsvorgang und kein plötzliches, starkes Bremsen war, dann sollte dich keine Schuld treffen. Da würde ich notfalls auch die RSV in Anspruch nehmen

Antwort
von KeinName2606, 41

Wenns nur um 30€ geht würde ich zahlen anstatt mir das hin und her anzutun

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Das Problem sind ja nicht die 30,00 € sondern die möglichen Folgekosten, die mit einem Schuldeingeständnis kommen würden.

Antwort
von Glueckskeks01, 28

Gab es denn einen triftigen Grund für das starke Bremsen? Denn eigentlich ist die Spur dafür da, sich langsam an die Ausfahrt zu nähern und nicht, um stark abzubremsen. Vor allem wenn du dazu noch schreibst ,,dunkel war, Schnee lag und regnete", sollte man doch eher nicht stark bremsen, wenn es keinen triftigen Grund dafür gibt. Wegen 30 Euro würde ich jetzt nicht so ein Fass aufmachen und, meine Meinung: Du hast dich nicht korrekt verhalten. Es sei denn, du hattest einen Grund.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Naja, eben wegen der Witterung hatte ich eben schon im Vorfeld die Geschwindigkeit reduziert. Ich habe leicht gebremst um mich auf die volle Spur ein zu fädeln damit ich da niemanden in die quere komme.
Aber stark gebremst habe ich nicht, so lautet nur der Vorwurf.

Kommentar von Glueckskeks01 ,

Ach so. Na, wenn du nicht stark gebremst hast, dann wärst du auch nicht verpflichtet irgendein Bußgeld zu bezahlen. Ich würde mir nur die Frage stellen, ob 30 Euro diesen ganzen folgenden Stress wert wären.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ich denke das Gegenteil meiner Aussage muss erst mal bewiesen werden. Normal währe es mir schon 30,00 € Wert, dem Stress aus dem Wege zu gehen. Doch liegt das Problem darin, das wenn ich zahle, die Vermutung habe das mir auch die Versicherungen Ihre Kosten aufbrummen werden.

Antwort
von Lkwfahrer1003, 17

Hab ich das Richtig so verstanden :

Du bist auf eine Ausfahrt zugefahren und hast dich zwischen 2 Fahrzeuge gequetscht die sich schon auf der Ausfahrt befanden (Verzögerungsspur ) ?

Dein Hintermann musste darauf stark abbremsen und dessen Hintermann fuhr ihm dann auf ?

Stimmt das so ? dann würden mich 30 Euro doch schon wundern ! hast du das schriftlich ?

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Nein das hast du nicht ganz richtig verstanden.

Ja, ich bin auf die Spur gewechselt, doch ich habe mich nicht zwischen 2 Autos gezwängt. Die Lücke war recht groß. Der Unfall ereignete sich im "Fließenden Verkehr", alos auf der "normalen" , rechten Spur der Autobahn.

Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

Na dann würde ich doch mal die RSV in Anspruch nehmen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten