Frage von anjo02,

Scheidung: Steht der Ehefrau ein Vermögensausgleich aus dem Hausverkauf zu?

Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mein Vater hat vor der Hochzeit mit seiner 2. Ehefrau das Haus seiner Eltern geerbt, es lief somit nur auf seinen Namen. Im Januar 2008 hat er das Haus verkauft uns hat sich mit dieser 2. Ehefrau eine Eigentumswohnung auf Eheleute gekauft. Den Verkaufserlös aus dem Haus hat er auf ein Konto mit seinem Namen angelegt. Nun ist die 2. Ehefrau im Juli diesen Jahres aus der neu gekauften Eigentumswohnung ausgezogen und strebt die Scheidung an. Meine Frage nun: Steht ihr aus dem Verkaufserlös seines Hauses auch ein Vermögensausgleich zu?

Vielen Dank.

Antwort von Wolfi0410,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ganz einfach gerechnet:
Verkaufserlös des Hauses minus Wert des Hauses bei Erbschaft (evtl. gutachterlich veststellen lassen). Ergibt diese Zahl ein positives Ergebnis dann geteilt durch 2 = Anteil der (Ex)Frau

Antwort von anjanni,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Erbe geht nie in den Zugewinn ein.

Nein, der Frau steht daraus nichts zu.

(Er sollte sicherheitshalber seinen Anwalt befragen...)

Kommentar von ReinerUnsinn,

Genauso wenig wie Lottogewinn.

Antwort von Tabaluga1961,

habt ihr keinen Anwalt. der weiss so was.

Antwort von molei39,

ich würde sagen, nein.....das ist Vermögen, was er vor der Ehe besaß, das gehört ihm, er hat das Haus zwar während der Ehe verkauft, spielt aber keine Rolle...es ist der Verkaufserlös von seinem Eigentum....die Eigentumswohnung dagegen haben sie gemeinsam angeschafft, die muss geteilt werden

Antwort von ClintLeonPowers,

Besteht keine Gütertrennung, kommen Sie auf jeden Fall in Zugzwang.

Antwort von bia1412,

Hallo ich glaube ja weil die Eigentumswohnung in der Ehe angeschafft wurde und somit steht der Frau auch was zu.Wenn beide noch in dem geerbten Haus wohnen würde dann hätte sie nix davon weil es schon vor der Ehe deinem Vater gehört hat.Aber wie gesagt alles was in der Ehe Erwirtschaftet wurde wird geteilt,es sei den sie verzichtet was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Kommentar von anjanni,

Es ging um den Verkaufserlös des Hauses - nicht der Eigentumswohnung.

Antwort von teardrop1109,

Wenn sie keinen Ehevertrag abgeschlossen haben, fällt das unter den Zugewinn - dann ja.

Kommentar von anjanni,

nein

Kommentar von teardrop1109,

Wichtig bei Erbschaften und Schenkungen: Wie gezeigt werden Erbschaften und Schenkungen zum Anfangsvermögen hinzugerechnet. Bei der Berecnung des Zugewinns ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass zum Endvermögen alles vorhandene Vermögen gehört, egal woher es stammt (siehe oben). Zum Endvermögen gehören also auch die Gegenstände, die geerbt oder geschenkt wurden, wenn diese Gegenstände bei Beendigung der Ehe noch vorhanden sind. Zum Endvermögen gehört auch, was mit ererbtem oder geschenktem Geld erworben wurde. (Rest nachzulesen bei: http://www.scheidung-online.de/za.htm

Kommentar von anjanni,

Wenn die Erbschaft zum Anfangsvermögen zugerechnet wird, muß sie natürlich auch zum Endvermögen gerechnet werden - so fällt sie in der Differenz wieder raus, gehört also nicht zum Zugewinn. Das ist Mathematik.

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