Frage von hasileinchen85, 94

Schätzbescheid unter VdN vom Finanzamt bekommen, was soll ich tun?

Ich bräuchte bitte dringend euren Rat. Das Finanzamt hat die Besteuerungsgrundlagen geschätzt und erlässt einen entsprechenden Schätzbescheid unter VdN. Wie soll ich weiter vorgehen. Einspruch einlegen und die Steuerbescheide für die zwei jahre nachreichen, was ich eh muss, oder keinen Einspruch einlegen und die Bescheide nachreichen? Muss ich mit strafverfolgung rechnen oder ist es mit den strafzinsen dann getan? Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 71

Einfach die Erklärungen einreichen, denn wegen des VdN können die Bescheide auch nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist jederzeit geändert werden.

Zinsen zahlen ja.

Strafbar, nur wenn erheblich mehr rauskommt und Du schon mehrfach geschätzt wurdest.

Kommentar von hasileinchen85 ,

Vielen Dank für die Antwort!! Okay, das heißt natürlich so schnell wie möglich aber es kann im schlimmsten Fall,  wenn ich nicht alle Unterlagen bis zum 14.01, der Bescheid wurde nämlich am 14.12 erstellt, zusammen habe ginge auch der z.B. 16.01? Ne, ich wurde vorher noch nie geschätzt nur diese zwei Jahre jetzt und es kann sein dass mehr rauskommt als geschätzt wurde aber das ist glaube nicht erheblich mehr,  wobei ich nicht weiß,  was erheblich mehr bedeutet für das FA? und Einspruch muss ich nicht einlegen? 

Kommentar von wfwbinder ,

Nein, Einspruch ist nicht nötig wegen des VdN.

Antwort
von Helefant, 68

Wenn Du die Erklärungen innerhalb der Rechtsbehelfsfrist einreichst dann musst Du auch keinen Einspruch einlegen. Ob Du mit einem Strafverfahren rechnen musst hängt eher vom Einzelfall ab. Z. B. ob Du schon öfter geschätzt werden musstest.

Kommentar von hasileinchen85 ,

Okay, danke für die Antwort.  Nein,  ich wurde noch nie vorher geschätzt aber es könnte vielleicht ein bisschen mehr dabei rauskommen in denen zwei jahren aber auf keinen Fall enorm mehr. Habe richtig Angst, ich weiß Nichtwissen schützt vor Strafe nicht aber das war doch keine Absicht. Innerhalb der Frist bedeutet innerhalb der 4 Wochen vom Bescheid ab, oder?  

Kommentar von Helefant ,

Genau, oder um noch genauer zu sein: 1 Monat nach Zugang. wfwbinder hat natürlich recht, die Rechtsbehelfsfrist ist beim Vorbehalt der Nachprüfung eher nicht so wichtig.
Du solltest aber die Steuer innerhalb der auf dem Bescheid vermerkten Frist bezahlen. Sobald ein Bescheid aufgrund Deiner Erklärung ergeht kriegst Du zuviel bezahlte Steuer wieder zurück.

Antwort
von frsssssssll, 49

am besten suchst du SOFORT alles, was irgendwie für diesen zeitraum relevant sein könnte (krankheitskosten aller art, versicherungen aller art, und und und), zusammen und gehst damit so bald wie möglich zu einem steuerberater.
der weiß, was zu tun ist (auch im umgang mit dem finanzamt) und welche belege relevant sind.
die kosten für den steuerberater können übrigens abgesetzt werden ;)

die früheren steuererklärungen und bescheide solltest du auch mitnehmen, damit der berater sehen kann, was früher gelaufen ist.

Antwort
von hasileinchen85, 28

@wfwbinder: wenn kein Einspruch notwendig ist,  muss ich aber bis zum dem zahlungstermin zahlen, auch wenn ich die bescheide eingereicht habe, oder? Sonst wird das ganze bestimmt noch teurer

Kommentar von NickgF ,

bis zu dem zahlungstermin zahlen, auch wenn ich die bescheide (besser > "Steuererklärung") eingereicht habe ?

Unbedingt !!

Alternativ käme mit Abgabe der Erklärung auch ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung der Differenzsumme in Betracht. Beispiel - FA hat 900 € Nachzahlung geschätzt, nach deiner Erklärung beträgt die echte Nachzahlung dagegen nur 200 €.

Du bittest die 'überhöhten' 700 € auszusetzen, bis das Finanzamt dir den geänderten Steuerbescheid zusendet. Geht das Amt darauf ein, genehmigt es dir dieses in Form eines separaten Aussetzungsbescheides.

Diese Prozedur (=AdV) setzt dann allerdings doch einen förmlichen Einspruch zwingend voraus. 

s.a. § 367 AO

http://www.gesetze-im-internet.de/ao\_1977/\_\_361.html

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community