Frage von adel2016, 101

Schadensersatz wegen Verstoß gegen das Arbeitzeitgesetz?

Hallo

Ich arbeite seit 3 jahren bei einer Firma als Fahrer  (kraftfahrer)mit durchnitlische wöchentliche Arbeitzeit von 55 stunden der Wöche (ohne ausgleich innerhalb von 4 monaten)

kann ich deshalb von der Arbeitgeber schadenersatz verlangen wegen Vertoß gegen das Arbeitzeitgesetz ?

Antwort
von MuttiSagt, 71

Schadensersatz natürlich nicht, aber Freizeitsusgleich oder Abgeltung durch Lohn

Kommentar von adel2016 ,

Danke ... wie Abgeltung durch Lohn?  und wieso kein Schadensersatz?

Kommentar von putzfee1 ,

Welcher Schaden ist dir denn entstanden?

Kommentar von adel2016 ,

 bei spiel ..

Was kann der Arbeitnehmer bei Verstößen gegen des Arbeitszeitgesetzes machen?

1. Schadenersatz

Der Europäische Gerichtshof (EuGH Urteil vom 25.11.2010 – C-429/09) hatte
im Jahr 2010 einem Arbeitnehmer, der als Feuerwehrmann rund 54 Stunden
pro Woche regelmäßig (inklusive des Bereitschaftsdienstes der
Arbeitszeit ist) arbeitete einen Schadenersatzanspruch gegen die
Bundesrepublik Deutschland und seinem öffentliche rechtlichen
Arbeitgeber (Stadt Halle)  aufgrund des Verstoßes gegen den Arbeitszeitrichtlinie 2003/88
zugesprochen. Zur Höhe hat das Gericht nicht geurteilt; dies müsse den
nationalen Gerichten /Vorschriften überlassen bleiben, da das
Unionsrecht diesbezüglich keine Vorschriften enthalten. Ausdrücklich hat
das Gericht betont, dass als Schadenersatz auch ein Freizeitausgleich in Betracht kommen kann, also nicht nur ein finanzieller Ausgleich.

Kommentar von Wladimyr09 ,

Warum stellst Du dann erst diese Frage ?

Kommentar von adel2016 ,

ich brauche bestätigung ...

Kommentar von MuttiSagt ,

Bist du denn im öffentlichen Dienst?

Kommentar von adel2016 ,

Private Busunternehmer ...

Kommentar von MuttiSagt ,

Sollst du Äpfel mit Birnen vergleichen? Privatrechtliche ist das ganz anders geregelt. Da gibt es keinen Schadensersatz, denn du kannst dir ja was anderes suchen, wenn dir was nicht passt. Wieso willst du denn unbedingt Schadenersatz, du hast doch keinen Schaden? Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, dir das zu zahlen. Wenn dir das grundsätzlich nicht passt, bewerbe dich parallel woanders

Kommentar von adel2016 ,

hier gehts um Verstoß gegen des Arbeitszeitgesetzes !!!  auch hier gilt das Arbeitszeitgesetz.....

Kommentar von MuttiSagt ,

Kommt darauf an, wie lange er wartet mit dem Lohn- und Freizeitausgleich. Es können ruhig mal 3-4 Monate lang mehr arbeiten verlangt werden, wenn es die Auftragslage es so hergibt. Irgendwo bei Googel findest du, wie lange der Arbeitgeber mit dem Freizeitausgleich warten kann. Das ist ziemlich lange, also einige Monate. Und dann müssten wir auch wissen, was in deinem Arbeitsvertrag zur Überstunden Regelung steht

Kommentar von adel2016 ,

Es gab und es gibt  kein Freizeitausgleich  .. die  Regelmäßige wöchntlich Arbeitzeit beträgt ca 55 stunden und das seit ca 3 jahren ...

Kommentar von adel2016 ,

Die Richtlinie 2002/15/EG regelt die Arbeitszeit von Personen die
Fahrtätigkeiten im Bereich des Straßentransports ausüben. Die Umsetzung
in nationales Recht erfolgte mit dem § 21a des Arbeitszeitgesetzes. Der §
21 a des Arbeitszeitgesetzes regelt die wöchentliche Höchstarbeitszeit.
Hiernach darf die Arbeitszeit von 48 Stunden in der Woche nicht
überschritten werden. Sie kann jedoch auf bis zu 60 Stunden in der Woche
verlängert werden, wenn innerhalb von 4 Kalendermonaten oder 16 Wochen
im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden.

Kommentar von adel2016 ,

Die werktägliche Arbeitszeit ist in § 3 des Arbeitszeitgesetzes
geregelt. Hiernach darf die Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten.
Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von
sechs Monaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht
überschritten werden. Zur Arbeitszeit des Fahrpersonals gehören alle
Tätigkeiten, die der Fahrer im Straßenverkehr ausübt. Hierzu gehört z.
B. im Omnibusgewerbe das Fahren, die Fahrgasthilfe (beim Ein-und
Aussteigen) sowie das Reinigen des Fahrzeuges und die Wartung. Im
konkreten Fall ist nach einer Tageslenkzeit von 10 Stunden eine weitere
Beschäftigung somit nicht zulässig.

Kommentar von MuttiSagt ,

Dann kündige wenn es dir nicht passt. Es zwingt dich ja niemand den Arbeitsplatz zu behalten.

Kommentar von adel2016 ,

aha ich soll kündigen und eine sperre kriegen . ..weil der Arbeitgeber vertoßt gegen das Arbeitsgesetzes...

Kommentar von MuttiSagt ,

Nein, du bekommst keine Sperre. Wenn der Arbeitgeber wirklich dagegen verstößt, macht du einen Termin bei deinem Fallmanager und kannst dir eine Genehmigung zur Kündigung holen

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