Schadensersatz bei HIV-Infektion?

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8 Antworten

der Partner einen mit HIV infiziert und einen vorher nicht imformiert hat

du müsstest Ihm schon beweisen, dass er über die HIV-Infektion Bescheid gewusst hat. Würde auf eine gefährliche Körperverletzung hinauslaufen.

Bei einer Bluttransfusion kann der Spender ermittelt werden; bei Blutspenden wird per Labor direkt danach auf bestimmte Krankheiten untersucht.. 

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Bei einer Bluttransfusion ist die Ansteckungsgefahr sehr sehr unwahrscheinlich, denn heutzutage werden sämtliche Blutkonserven auf HIV getestet.

Bei einer Ansteckung durch Geschlechtsverkehr kann man die Person, die einen angesteckt hat, wegen Körperverletzung anzeigen, sofern diese Person das wissentlich getan hat. Das setzt voraus, dass sie wusste, dass sie HIV-positiv ist. Ob und in welcher Höhe es dann Schmerzensgeld/Schadensersatz gibt oder nicht, ist die Entscheidung des Richters.

Am Vernünftigsten ist es allerdings immer, sich durch Kondome vor einer Ansteckung zu schützen. Man hat es ja letztlich selber in der Hand, ob man das Risiko einer Ansteckung eingehen möchte oder nicht.

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Bei ner Bluttransfusion definitiv! Das Blut wird ja vorher untersucht. Da wäre das schon richtig krass.
Beim Partner bin ich mir nicht sicher. Wenn er es wissentlich tut, fällt das soweit ich weiß unter Körperverletzung. Aber da is halt die Frage, OB er es denn wirklich weiß. Und in dem Fall gehören beide dazu sich davor zu schützen.

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Das Ganze ist wirklich sehr hypothetisch. Wir leben im Jahr 2016, nicht 1986.

Ein HIV-Infizierter ist üblicherweise heutzutage in Behandlung, und diese Behandlung senkt die Viruslast unter die Nachweisgrenze. Das bedeutet, er ist auch nicht ansteckend.

Die einzigen Menschen, von denen du dir HIV holen könntest, sind die,  die nichts von ihrer Infektion wissen. Aber die kannst du nicht verklagen - denn wenn du ungeschützten Sex mit Unbekannten hast, dann nimmst du ja das Risiko einer Infektion billigend in Kauf.

Eine Übertragung bei Bluttransfusion gibt es in Europa nicht mehr - seit 1987 werden in Deutschland alle Blutkonserven auf HIV getestet.

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Kommentar von AppleHelfer
02.05.2016, 12:32

Gibt es nicht das Phänomen dass das HIV nicht nachweisbar ist weil die Person erst damit inifziert wurde aber dennoch ansteckende HIV-Viren im Blut enthalten sind?

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Es müsste erstmal bewiesen werden, ob der Partner über seine eigene Infektion bereits bescheid wusste UND ob er Medikamente nimmt. 

Denn wenn er Medikamente nimmt und seine Virusmenge bis unter die Nachweisgrenze gesunken ist, dann gilt er als "nicht infektiös". 

Somit ist er nicht strafbar und die Anklage wird fallen gelassen. Sofern der Richter natürlich zwecks HIV ausreichend informiert ist. Was leider auch nicht immer der Fall ist. 

Und dann kommt es noch drauf an, ob er dich auch wirklich infiziert hat. Der Infizierte muss dann mit einer großen Geldstrafe rechnen. Das kann von Fall zu Fall variieren und schlimmsten Falls auch zum Gefängnis führen.

Wegen der Blutspende. Da eine Infektion in Deutschland durch eine Blutspende eigentlich schon ausgeschlossen ist, kann dir diese Frage wohl keiner so wirklich beantworten.  Aber möglicherweise beläuft es sich hier auch eher auf eine Geldstrafe.Da müsste man sich eher wegen den anderen Ländern, in denen so ein Infektionsweg noch möglich ist, informieren. 

Gruß

eure Maxie

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Naja, bei einem Freund verzichtet man meistens auf rechtliche Schritte. Bei einem Onenightstand, wo er es wusste handelt es sich um eine boshafte Absicht. Dann wird er von dir angezeigt und du kannst Schmerzensgeld fordern.

Bei Bluttransfusionen kannst du das Krankenhaus verklagen. Da solltest du genug bekommen um die Behandlung ein Leben lang zu bezahlen.

Geschieht aber heute kaum noch

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Kommentar von svenwie
02.05.2016, 05:17

Naja, bei einem Freund verzichtet man meistens auf rechtliche Schritte.

Also das sehe ich mal etwas anders. Wenn man mich wissentlich mit HIV ansteckt oder zumindest wissentlich das Risiko eingeht, dann wird derjenige angezeigt.

Weiss es derjenige nicht, dass er/sie HIV positiv ist, dann kann man ihm/ihr ja keinen Vorwurf machen.

Letztendlich ist aber, wie hier schon mehrfach gesagt wurde, jeder fuer seine Gesundheit selbst verantwortlich und bei einer Sache wie HIV kann man sich gut schuetzen ...

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Kommentar von MaxGuevara
02.05.2016, 08:40

Da solltest du genug bekommen um die Behandlung ein Leben lang zu bezahlen

Das steht doch überhaupt nicht zur Debatte. So eine Geldstrafe würde nie ausreichen um die Medis ein Leben lang zu bezahlen. 

Eine 3 Monatspackung kostet ja schon je nach Preparat bereits zwischen 2000 und 5000 euro :D  

Da wird er mit dem Schmerzensgeld nicht weit kommen.  :D

Aber das spielt auch keine Rolle. Denn in Deutschland zahlen diese Medikamente die Krankenkassen. 

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Hi

Aaalso.

Es ist ne heikle frage, die meist gerichtlich geklärt werden muss.

Ist der sexualpartner bewusst über seinen Status? Evtl weis er es selbst nicht.. dann würden deine ansprüche wahrscheinlich im sande verlaufen..

Den jeder ist für seinen Schutz selbst verantwortlich..!!

Sollte die übertragung allerding wissentlich und absichtlich in kauf genommen werden, wäre dies eine Straftat welche als Totschlag oder in geringerem strafmas als schwere körperverletzung geaandet wird.

Bei einer transfusion durch den arzt, wird die verwendete konserve im normalfall geprüft  was eine ansteckung praktisch auf null setzt. Dennoch kann es vorkommen das der spender zum zeitpunkt der abnahme nicht nachweisbar bar.. in solch einem falle kann der spital oder arzt zur rechenschaft gezogen werden. In welcher höhe wird dann das gericht entscheiden.

Alles gute

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Bei einer Bluttansfusion definitiv, das würde der Straftatbestand der schweren Körperverletzung erfüllen.

Bei einem Geschlechtspartner, ist dies auch möglich, wenn dieser im Wissen, dass er Krank ist trotzdem mit jemandem Geschlechtverkehr hat, das wäre auch Körperverletzung und zwar bewusste.

Wenn er nicht darüber bescheid weiß ist die Möglichkeit auch nicht ausgeschlossen verurteilt zu werdent und zwar wegen fahrlässiger Körperverletzung (unbewusst). Wie du sicher schon mal gehört hast, schützt Unwissenheit nicht vor Straftat.

Schadensersatz hätte der infizierte Partner auf jeden Fall, nur eben wäre die Summe bei unbewusster und fahrlässiger Körperverletzung deutlich geringer.

Aber ob man mit Geld die Geusnheit bezahlen kann, ist schon eien Frage die man sich stellen kann. :-/


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