Frage von mndfrk, 34

Schadensbegleichung immer noch nicht da?

Hallo,

ganz kurz zur Story:

letztes Jahr im Juni/Juli ereignete sich bei mir ein Unfall mit Fahrerflucht. Dabei hat mich eine ältere Dame auf einem öffentlichen Parkplatz mitgenommen (und hat es nicht gemerkt), und ist danach geflüchtet. Ich habe direkt nachdem ich es gemerkt hatte Anzeige erstattet und nach 2 Monaten hin und her wurde die Verursacherin gefunden und auch dementsprechend als Verursacherin von der VP ermittelt.

Habe mich sofort bei der Versicherung der Verursacherin gemeldet und alle nötigen Unterlagen, Unfallkarte etc. eingereicht. Anschließend noch auf Wunsch der Versicherung ein Gutachten beim TÜV erstellen lassen. Gesamtschaden ca. 1.900€ Brutto. Ich habe den Schaden mittlerweile privat richten lassen und von meinem Recht gebrauch gemacht, mir den Betrag auszahlen zu lassen. Die Versicherung meinte daraufhin, dass diese noch Polizeiakten benötige. Diese wurden dann, nachdem ich weiterhin Druck auf unsere Polizeidienststelle gemacht hatte, auch nachgesendet. Darauf folgte ein Brief der Versicherung, in der Steht, dass mir 700€ Vorschuss gewährt wären, solange bis die Versicherung FARBBILDER von der Polizei erhält.

Gegen Oktober '15 habe ich einen Brief der Staatsanwaltschaft bekommen, dass die Strafanzeige wegen Unerl. Entfernens vom Unfallort, fallengelassen wurde. Begründung: Der Schwerhörigen (fast 100 Jahre alten Frau), kann nicht widerlegt werden, dass sie den Unfall tatsächlich nicht bemerkt hatte. Die Fahrerlaubnisbehörde wurde trz. informiert. Mir aber alles egal, ich wollte nur mein Geld.

Wir haben nun Februar '16 und mir stehen laut dem TÜV-Gutachten genau 1.334€ (MwSt bereits abgezogen) zu. Davon erhalten, habe ich 700. Also fehlen noch genau 634€.

Kann es wirklich sein, dass die Versicherung wirklich über 8 Monate braucht um meinen Schaden zu regulieren, OBWOHL die Anklage bereits fallengelassen wurde? Dass diese noch Farbbilder von der Polizei möchte, ist selbstverständlich mehr als unnötig, bei diesem Sachverhalt, aber gut. Ich weiß nähmlich auch nicht was ich noch machen soll.

Der Verkehrspolizist meinte auch zu mir, dass sie das Beste bereits tun würden, und auch ohne mein Zutun (Druckausübung meinerseits) erfolgreich diesen Unfall gelöst hätten. Nun bin ich auch dankbar darüber und bedaure, dass ich die Polizei genervt habe und möchte diese auch weiterhin gerne in Ruhe lassen.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wo kann ich das Verfahren noch weiter Beschleunigen? Welche möglichkeiten habe ich noch?

Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mignon2, 34

Schreibe die Versicherung an, frage nach dem Sachstand und bitte um abschließende Bearbeitung bzw. Überweisung der Restsumme.

Kommentar von mndfrk ,

Danke werde ich versuchen. Wie mache ich das am Besten? Per E-Mail oder postalisch?

Kommentar von Mignon2 ,

Ich würde es postalisch machen.

Kommentar von Lavendelelf ,

Mache es postalisch per Einschreiben. Dann kannst du es mit Datum nachweisen. Das könnte mal wichtig werden wenn die Zahlung weiterhin nicht erfolgt und du weitere Schritte einleiten musst.

Kommentar von Mignon2 ,

Ja, gute Idee.

Kommentar von Thiraas ,

einschreiben per rückschein (wenns noch nicht schon unterwegs ist) so kannste im späteren verlauf immer sagen,der/die hr/fr soundso muss das angenommen haben,zur not aber wirklich zur not haftet die dann,aber soweit kommts nie .aber jeder weiss das Versicherungen sich gerne mal drücken und einen lange hinhalten wollen.noch besser anwalt - der erreicht immer was,weil die schon alleine angst haben das sie vor gericht gezogen werden,dann sind ein bissel mehr wie 700.darauf haben die selten bock.

Antwort
von KaeteK, 15

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit einem Anwalt schneller geht. Solltest du keine Antwort auf dein Schreiben erhalten, wird dir kein anderer Weg bleiben.

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