Frage von derMeier,

Schadensabwicklung nach Unfall auf Betriebsgelände (Kleinschaden)

Hallo zusammen,

mir ist eben einer rückwärts in mein Auto gefahren, weil dieser eine zu spät erkannte Parklücke nutzen wollte. - Leider war er dabei so unachtsam, dass er mich nicht gesehen und meine Hupe nicht gehört hat.

Die zugezogene Polizei bestätigte zwar mündlich mein Recht, weigerte sich aber den Unfall aufzunehmen, da sich das ganze nicht im öffentlichen Straßenverkehr zugezogen hat.

Den Schaden kann ich leider sehr schlecht abschätzen. Weiß aber, dass meine Stoßstange mindestens eine neue lackierung benötigt, mein Kühlergrill und meinen linken Scheinwerfer getauscht werden sollten.

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Wie verhalte ich mich nun im besten Fall um den Schaden schnellstmöglich regulieren zu können? - Soll ich einfach in der Werkstatt und die Rechnung zur Versicherung des Unfallgegners schicken lassen?

Muss ich bei der Reparatur grundsätzlich in Vorleistung?

Antwort von derMeier,

Nach vielen Schreiben mit der gegnerischen Versicherung haben die sich bereit erklärt, den kompletten Schaden zu übernehmen.

Allerdings habe ich mein Auto, kurz nach der Zusicherung zerlegt. - Ich wage mich an ein BGH Urteil erinnern zu können, dass trotz allem ein Anspruch auf den vergangenen Schaden besteht, wollte es aber nicht versuchen, da es mir nur darum ging, den entstandenen Schaden zu begleichen. - Da es an dem Auto nichts mehr zu reparieren gibt, sehe ich auch von einer Aufstufung der Versicherungsprämie meines Unfallgegners ab.

Antwort von suzisorglos,

Der erste Schritt - falls Du nicht die Angelegenheit einem Anwalt übergeben willst - wäre, die gegnerische Versicherung zu informieren. Mit denen kannst Du auch besprechen, ob sie mit einem Kostenvoranschlag Deiner Werkstatt zufrieden sind, ansonsten lässt Du von einem unabhängigen Sachverständigen ein Gutachten erstellen. Normalerweise gibt die gegnerische Versicherung dann eine Reparaturfreigabe / Kostenübernahmeerklärung an die Werkstatt, so dass Du die Reparaturkosten nicht verauslagen musst. Sollte sich die Kollegen dort unkooperativ verhalten, würde ich die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen. Da Dein Auto mit dem beschädigten Scheinwerfer nicht verkehrssicher ist, steht Dir auch ein Ersatzwagen oder Nutzungsausfallentschädigung zu.

Antwort von FordPrefect,

Schlechte Karten - denn bei Unfällen auf Parkplätzen teilen die beiden Versicherungen den Schaden 50:50 auf, sofern nicht ein Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat. Grund: Auf Parkplätzen gilt vor allem anderen die Pflicht zur besonderen Rücksichtnahme - und zwar für alle Verkehrsteilnehmer, nicht nur den Ein- und Ausfahrenden. Näheres siehe hier:

http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/auf-dem-parkplatz-gelten-ander...

Kommentar von derMeier,

Die Schuldfrage scheint zum Glück sehr eindeutig und ich werde wohl nicht auf einem 50% Anteil sitzen bleiben.

Selbst konnte ich nicht zurücksetzen, da ich sonst auf ein anderes Auto aufgefahren wäre und ich habe mein bestmögliches gegeben, ihn auf mich aufmerksam zu machen.

Die gerufene Polizei meinte auch: Der Rückwärtsfahrer ist in nahezu allen Fällen der Schuldige.

Antwort von rovercraft,

nimm zuerst kontakt mit deiner versicherung auf...

Antwort von user1426,

Du fährst zu einem Gutachter deiner Wahl, dieser macht ein Gutachten und dieses schickst du der gegnerischen Versicherung zu und die regulieren und zahlen die Kosten des Gutachters mit, du musst nichts vorstrecken, kann aber paar Monate dauern. Nicht sofort reparieren lassen, erst abwarten, da werden sicherlich noch einige kommen und schauen wollen. Wenn er sich quer stellt, hast du ja die Polizei als Zeugen.

Kommentar von FordPrefect,

Nein. Als Allererstes die Versicherung informieren, und dort Rat holen über die weiteren Schritte. Denn wenn er Pech hat, bleibt er sonst auf den Kosten für den Gutachter sitzen (bei 50:50 Teilung). Deswegen auch Vorsicht bei der Anmietung eines Ersatzfahrzeugs etc..

Kommentar von user1426,

Wenn die Schuldfrage eindeutig ist, weil man selbst z.B. gestanden hat, wie es hier der Fall zu sein scheint, dann braucht man seine eigene Versicherung nicht informieren und von Mietwagen war gar nicht die Rede. Ich habe es bis jetzt immer wie oben beschrieben gemacht.

Kommentar von derMeier,

Meine Werkstatt war so gut und hat soweit alles für mich geregelt.

Die kümmern sich sowohl um einen Gutachter als auch den Kontakt zur gegnerischen Versicherung. - Dass es sich beim Unfallort um ein Betriebsgelände handelte sollte für alle (außer Polizei) irrelevant sein.

Der Schaden wurde sogar schon vor Ort beziffert... Erschreckend, was alles kaputt gehen kann, ohne einen gravierenden Schaden am Fahrzeugäußeren zu erkennen.

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