Frage von Ninja87, 126

Schadensabwicklung eines 5 Jährigen über private Haftpflicht?

Hallo zusammen,

Mein damals 5 jähriger Sohn hat im Dezember 2015 einen Schaden am Fahrzeug eines dritten verursacht. Den Schaden habe ich innerhalb 1 Woche der Versicherung gemeldet, nachdem ich mich vorher beim Versicherungsvertreter erkundigt hatte ob denn ein Versicherungsschutz besteht, da ich mit meiner Beitragszahlung im Verzug war.

Er hatte sich daraufhin bei der Zentrale erkundigt und mir mitgeteilt, das ich den offenen Betrag bis Ende des Jahres überweisen soll und dann auch der Schutz besteht. Dies hab ich auch gemacht und den Schaden dann gemeldet, da der Geschädigte eine Bekannter war. ca. 1 Woche nach Schadensmeldung erhielt ich einen Brief dass der Schaden abgewickelt wurde und der Geschädigte auch sein Geld schon erhalten hat.

jetzt vor ca. 2 Wochen habe ich ein Schreiben erhalten, dass Sie den Schaden doch nicht übernehmen könnten da kein Versicherungsschutz bestanden hätte und ich solle die 1216 € zurück bezahlen.

Hatte mich dann gleich mit dem Versicherungsvertreter in Verbindung gesetzt doch man sagte mir dass er bei einem Kundentermin sei und man sich bei mit melden würde. Das geschah aber nicht und ich hatte am 19.05. dann noch einmal versucht Ihn zu kontaktieren und bekam die selbe Aussage.

Am 22.05. habe ich dann eine E-Mail geschrieben und mit einem Anwalt gedroht. doch auch bis heute noch keine Reaktion.

Wie lange darf denn die Versicherung eine schon geleistet Zahlung wiederrufen???

Antwort
von Apolon, 14

 Den Schaden habe ich innerhalb 1 Woche der Versicherung gemeldet, nachdem ich mich vorher beim Versicherungsvertreter erkundigt hatte ob denn ein Versicherungsschutz besteht, da ich mit meiner Beitragszahlung im Verzug war.

Nach deinem Text an anderer Stelle warst du bereits 2 Monate im Verzug mit der Beitragszahlung.

Bedeutet, dass nach der Aufforderung zur Zahlung vorübergehend kein Versicherungsschutz besteht, worauf du mit Sicherheit auch im Schreiben hingewiesen wurdest.

 Er hatte sich daraufhin bei der Zentrale erkundigt und mir mitgeteilt, das ich den offenen Betrag bis Ende des Jahres überweisen soll und dann auch der Schutz besteht.

Solch eine Aussage ist unüblich. Außerdem verstehe ich auch in diesem Zusammenhang nicht, weshalb du nicht sofort die ausstehenden Beiträge gezahlt hast.

Ein Tipp für die Zukunft: zahle deine Beiträge immer zum Fälligkeitsdatum und lasse dir eine Antwort immer in schriftlicher Form geben.

Lt. deiner Schilderung hat der Versicherer die Möglichkeit die Beiträge von dir zurück zu verlangen.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht & Versicherung, 66

Dann warst du mit der Beitragszahlung im Verzug und es muss auch bereits eine qualifizierte Mahnung ergangen sein. Dann lebt der Versicherungsschutz erst wieder auf, NACHDEM du den Beitragsrückstand beglichen hast.

Schäden in der Zwischenzeit werden natürlich auch nicht nachträglich gedeckt.

Hier liegt ja der Verdacht auf der Hand, dass du den Rückstand nur gezahlt hast, weil "das Kind bereits in den Brunnen gefallen war" 

Die Versicherung hat hier freundlicherweise, den Geschädigten entschädigt, verlangt aber ihr Geld von dir zurück, da sie gar nicht in der Haftung war.

Kommentar von franneck1989 ,

es muss auch bereits eine qualifizierte Mahnung ergangen sein

Solange die Fragestellerin sich nicht darüber erklärt, ist das Spekulation. Wahrscheinlich ist es natürlich...

Kommentar von DerHans ,

Ohne die Mahnung wäre der Versicherungsschutz ja nicht aufgehoben worden. Hier waren die Beiträge mehr als 2 Monate im Verzug (anderer Kommentar)

Antwort
von kevin1905, 18

Wie lange darf denn die Versicherung eine schon geleistet Zahlung wiederrufen???

Die Regelverjährungszeit im Zivilrecht beträgt 3 Jahre, beginnend mit Ablauf des Jahres in dem der Anspruch entstanden war.

Wenn du nachweisen kannst, dass der Vertreter evtl. eine unrichtige Aussage getroffen hat, hast du evtl. einen Einstiegspunkt für eine Regressnahme wegen Falschberatung.

Ohne alle Unterlagen gesehen zu haben, kann ich dazu nichts konkreteres sagen.

Antwort
von FordPrefect, 14

Mein damals 5 jähriger Sohn hat im Dezember 2015 einen Schaden am
Fahrzeug eines dritten verursacht

Nicht deliktfähig gemäß § 828 Abs. 1 BGB; ergo müsste der Geschädigte hier auf § 832 abheben.

Den Schaden habe ich innerhalb 1 Woche der Versicherung gemeldet, nachdem ich mich vorher beim Versicherungsvertreter erkundigt hatte ob denn ein Versicherungsschutz besteht, da ich mit meiner Beitragszahlung im Verzug war.

Kühn. Aber meist noch möglich, sofern der Rückstand zeitnah ausgeglichen wurde und noch kein Ruhen des Vers.Schutzes gem. § 38 VVG eingetreten war.

Er hatte sich daraufhin bei der Zentrale erkundigt und mir mitgeteilt,
das ich den offenen Betrag bis Ende des Jahres überweisen soll und dann
auch der Schutz besteht

Ja, ab Zahlungseingang. Aber doch nicht rückwirkend!

Dies hab ich auch gemacht und den Schaden dann gemeldet, da der
Geschädigte eine Bekannter war. ca. 1 Woche nach Schadensmeldung erhielt ich einen Brief dass der Schaden abgewickelt wurde und der Geschädigte auch sein Geld schon erhalten hat.

Da wusste wohl die linke Hand nicht, was die rechte tut.

jetzt vor ca. 2 Wochen habe ich ein Schreiben erhalten, dass Sie den
Schaden doch nicht übernehmen könnten da kein Versicherungsschutz
bestanden hätte und ich solle die 1216 € zurück bezahlen.

Klar, wenn die überfällige Prämie erst Monate später (!) gezahlt wurde. Dier Rückstand hätte unverzüglich ausgeglichen werden müssen (genauso steht es auch im Kündigungsschreiben des Versicherers), dann (und nur dann) hätte der VR ggfs. auf Kulanz den Schaden beglichen. So aber besteht keinerlei Zweifel daran, dass die Rückforderung zurecht erhoben wird.

Freuen kann sich hier nur der Geschädgte, denn der hätte vermutlöich überhaupt keinen Anspruch auf die Leistung gehabt.

Antwort
von Antitroll1234, 60

Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre, beginnend am Ende eines Kalenderjahres an dem die Forderung besteht.

In deinem Fall kann die Versicherung bis zum 31.12.2018 Forderungen geltend machen, die Versicherung liegt daher völlig in der Frist.

Antwort
von tapri, 22

die Versicherung hat dir das Geld für die Regulierung des Schadens vorgestreckt. So musst du es sehen und so hätte sich auch dein Versicherungsvertreter ausdrücken müssen.

Somit hattest du einen Aufschub, dieses Geld zu bezahlen.

Du hast deine Beiträge nicht bezahlt, also hattest du auch keinen Versicherungsschutz. Das Geld nachträglich zu bezahlen tut man nur wenn man was von der Versicherung will.

Wäre das Rechtens, würde jeder seine Versicherung erst einmal nicht bezahlen und dann, kommt es zum Schaden, schnell die fehlenden Beiträge nach bezahlen.

Aus diesem Grund musst du den Schaden nun begleichen.

Antwort
von franneck1989, 45

Wie lange warst du denn in Verzug? Wann kam eine Mahnung, wann passierte der Schaden, und wann hast du schlussendlich gezahlt?

Wie lange darf denn die Versicherung eine schon geleistet Zahlung wiederrufen???

Solange die Forderung noch nicht verjährt ist, geht das problemlos. Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre zum Jahresende

Kommentar von Ninja87 ,

also im Verzug war ich 2 Monate, der Schaden ist am 13.12.15 passiert und der Versicherungsvertreter sagte ich solle den Betrag bis 31.12.15 überweisen, dann würde auch der Schutz bestehen. Ich habe den Betrag noch vor 31.12. überwiesen.

Ich hatte ja extra vor Schadensmeldung mich erkundigt ob der Schutz besteht oder nicht. Wenn er nicht bestanden hätte hätte ich es anders geregelt da ich von einem Anwalt schon die Info hatte dass er unter 7 nicht deliktfähig ist und so der Geschädigte selbst auf seinen Kosten sitzen bleibt.

Kommentar von franneck1989 ,

also im Verzug war ich 2 Monate

Wurdest du in Zwischenzeit gemahnt (mit Fristsetzung usw.)?

der Versicherungsvertreter sagte

Das gesprochene Wort ist in Rechtsangelegenheiten wenig bis gar nichts wert.

Am Ende hat er sich halt einfach vertan oder du hast es falsch verstanden - wer weiß...

Kommentar von franneck1989 ,

bis 31.12.15 überweisen, dann würde auch der Schutz bestehen.

Meinte er vielleicht "ab dann"?

Das würde nämlich Sinn ergeben, wenn du zwischendurch gemahnt wurdest

Kommentar von Ninja87 ,

Gemahnt ja, Fristsetzung nein.

Ich habe auch einen Zeugen der dieses Gespräch mitgehört hat.

Er sagte "überweisen und Versicherungsschutz ist gegeben" und sagte noch dazu das der Beitrag dann bis 01.04.16 gezahlt wäre wenn ich diesen Betrag X überweise.

Kommentar von franneck1989 ,

Fristsetzung nein

Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Hast du die Mahnung noch? Dann schau noch mal nach, ob du die nicht übersehen hast.

Kommentar von tapri ,

er hat NICHT gesagt, dass der Versicherungsschutz dann RÜCKWIRKEND gegeben ist.....

Antwort
von Biberchen, 40

du solltest sofort einen Einspruch schreiben mit der Begründung das du eine Zusage der Schadensübernahme erhalten hast. Laß dir das ausführlich begründen. Dann schreibst du erneut einen Einspruch!

Kommentar von DerHans ,

Das wird nur nichts nützen. 

Der VN wurde mit der qualifizierten Mahnung über die Folgen des Zahlungsverzugs aufgeklärt

Kommentar von basiswissen ,

Und ob er eine solche Zusage beweisen kann?

Kommentar von DerHans ,

Selbst wenn der Vermittler eine solche Zusage (telefonisch !) geleistet hat, ist das für den Versicherer nicht verbindlich. Die Leistungspflicht ist im VVG genau geregelt. (§§ 38, 39 VVG)

Eine Kulanz gibt es in dem Bereich nicht. es geht schließlich um das Geld der anderen Beitragszahler.

Antwort
von MajorKuenzel, 45

klar habe selber zwei kinder 4 und 6 jahre alt meine kids haben mit ihren fahrrädern bei ein auto aus vershen ran gestoßen der lackschaden war auf 4.900euro gott sei dank habe ich eine hapftpflicht, hausrat versicherung die haben sogar die komplette kosten übernommen der auto besitzer hat nur uns die rechnung gegeben und ich habe die rechnung an mein anwalt und versicherung abgegeben läuft alles automatisch ohne sorgen und probleme^^ ist genauso mein kind hat eine alten dame letzten beim fahrrad fahren eine tasche mit gerissen und kaputt gegangen der schaden wert war 87euro würde auch alles bezahlt^^

p.s. ohne versicherung sieht richtig teuer aus^^

(grammatik und sätze nicht beachten)

Kommentar von DerHans ,

Dafür müssen für die Haftpflichtversicherung natürlich auch die Beiträge gezahlt sein. Ist der VN im Verzug und wurde "qualifiziert" gemahnt, leistet der Versicherer nicht.

Kommentar von MajorKuenzel ,

ja klar logisch oder^^

sonst hätte ich keine hapftpflicht, hausrat versicherung ich bezahle für die beiden sachen monatliche beiträge 14,80euro lieber so als keiner versicherung zu haben und eine hohe kosten z.B. 10.000euro zu tragen was man nicht zahlen kann das muss ja nicht alles sein es gibt viele arten von versicherungs typen wo man verischern und güntig zahlen möchten und auch gucken ob alle kosten und schaden wert gezahlen wird oder bedeckt sind^^ 

(grammatik und sätze nicht beachten, keine zeit gehabt^^)

Kommentar von franneck1989 ,

Ist ja schön und gut.

Aber was hat das mit der Frage zu tun?

Kommentar von MajorKuenzel ,

oben steht "Schadensabwicklung eines 5 Jährigen über private Haftpflicht?

das war meine antwort ja klar^^

Kommentar von AalFred2 ,

Ob du Zeit hast oder nicht, ändert doch nichts daran, dass du immer nur annähernd unverständliches Gestammel lieferst, welches auch die Frage nicht beantwortet. Was soll das? Spiel doch lieber mit deinen Kindern.

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