Frage von leoll, 13

Schadenersatz im Kaufrecht?

Hallo,

ich brauche Hilfe in Sachen Kaufrecht/Jura, da ich zwar das Gefühl habe, das Thema zu beherrschen, allerdings sind mir noch 2 Fragen offen geblieben:

Wenn ich prüfen möchte, ob einem Käufer Schadenersatzansprüche hat, trifft immer zu, dass er

  • ein Integitätsinteresse hat, sollte er Schadenersatz neben der Leistung fordern?
  • ein Äquivalenzinteresse hat, sollte er SE statt der (ganzen) Leistung fordern?

Muss ein Verkäufer den Schaden grds. immer vertreten (§§276 bzw. 278 BGB), also muss eine verschuldensunabhängige Haftung vorliegen? Reicht es aus, dass der Verkäufer den Schaden verursacht hat (§ 280I2 BGB)?

Danke für die Hilfe!

Antwort
von uni1234, 3

Zu 1: Integritätsinteresse nur aus §§ 437 Nr. 3, 280 Abs. 1 oder § 823

Zu 2: Äquivalenzinteresse aus §§ 437 Nr. 3, 280 Abs. 1 u 3, 281 oder 283

Zu 3: Der Verkäufer hat den Schaden natürlich nicht immer zu vertreten, sonst wäre man bei einer verschuldensunabhängigen Haftung. Die Haftung richtet sich vielmehr - wie Du bereits gesagt hast - nach §§ 276, 278.

Der Vorwurf, auf den sich das Verschulden bezieht, ist aber je nach Anspruchsgrundlage verschieden.

Auf die Verschuldensvermutung des § 280 Abs. 1 S. 2 darfst du erst dann zurückgreifen, wenn im Sachverhalt keine Angaben zu einem Verschulden stehen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten