Sanktion ALG 2 Nach erneuter Antragstellung?

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4 Antworten

Ein Sozialstaat funktioniert natürlich am besten, wenn Leistungsempfänger selbst entscheiden, ob eine Maßnahme zweckvoll ist oder ob sie stattdessen lieber das warme Bett hüten.

Der Sozialstaat denkt, "Der Mann benötigt eine Maßnahme", der Mann denkt, "Ich brauche keine Maßnahme", und prompt ist er nach wenigen Monaten wieder arbeitslos.

Der Mann denkt: "Das lag daran, dass mein Maßnahmeleiter im Bauhaus einkaufen ging während der Maßnahme, statt mir etwas Richtiges beizubringen."

Der Sozialstaat denkt: "Der Mann bricht Maßnahmen ab, wenn er nicht sanktioniert wird. Also wird er sanktioniert."

So steht es jedenfalls im Gesetz. Dort steht auch die Ausnahme: "Dies gilt nicht, wenn erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für ihr Verhalten darlegen und nachweisen." http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html

Jetzt muss der Mann dem Sozialstaat (also dem Jobcenter, der Widerspruchsstelle oder dem Sozialgericht) nur noch "darlegen und nachweisen", dass das mit dem Bauhaus "ein wichtiger Grund" war.

So einfach ist das.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Er hätte bis zum Arbeitsbeginn in der Maßnahme bleiben müssen...

Eine Sanktion ist ein Jahr lang in der Akte vermerkt und sollte in diesem Jahr ein weiterer Abbruch einer Maßnahme stattfinden, gibt es statt 30% direkt 60% Kürzung ....

Durch die kurze Arbeitszeit ist es auch nicht wirklich ein Neuantrag auf allg2 ...

Ein Widerspruch ist immer sinnvoll , doch ob seder durchkommt, bezweifele ich! Und in der Zeit wo dieser bearbeitet wird, ist die Sanktion trotzdem wirksam und wird höchstens rückwirkend nachgezahlt, wenn der Widerspruch recht bekommen würde...

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Widerspruch kann er gegen jeden Bescheid einlegen. Ob mit Erfolg wird sich zeigen.

Fakt ist, er hat ohne Grund eine Maßnahme abgebrochen.

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Kommentar von nutzername1
02.02.2016, 13:04

Eine Maßnahme die der Steuerzahler unnötig bezahlt. Denn es ging nur um Bewerbungsschreiben und Praktika. In beiden hatte er mehr als genug Erfahrung. Auch den ganzen Tag sinnlos in der Schule sitzen während der Lehrer private Erledigungen beim Baumarkt um die ecke macht.

Dazu kommt ja noch das er Arbeit gefunden hat und der Kurs eh hinfällig geworden wäre.

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Er hat 2 wich weiter Leistung bezogen ohne sich von der Maßnahme abzumelden bzw vom Sachbearbeiter die Erlaubnis zu bekommen? Selbst schuld würden ich sagen. Er kann ja versuchen Einspruch einzulegen aber ob es Sinn macht?

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